Leistungsförderung

Die Talentförderung im Handball-Verband Niedersachsen beginnt bei den Mädchen im D-Jugendalter und bei den Jungen im C-Jugendalter. Bevor die Talente an der HVN-Erstsichtung teilnehmen, werden sie über die Dauer von bis zu zwei Jahren in den Regionen auf die Sichtungsveranstaltung vorbereitet. Bei der HVN-Erstsichtung stehen neben technischen Fertigkeiten und der Spielfähigkeit auch sportmotorische Tests mit koordinativen und konditionellen Anforderungen an (siehe Testmanual).

Etwa 40 Jungen und 40 Mädchen werden nach den Sichtungen durch die Landestrainer zu weitergehenden Fördermaßnahmen eingeladen. Dazu zählen zentrale Wochenendlehrgänge (Dauer ein bis drei Tage) und die Zuordnung zu einem Landesstützpunkt (Trainingstermine samstags, 14-tägig, zwei Stunden) entsprechend der regionalen Herkunft. Die Häufigkeit der zentralen Maßnahmen nimmt im Laufe der Förderjahre stetig zu.

Im Rahmen der gesamten Förderdauer auf Landesebene werden die Talente zweimal in bundesweiten Sichtungsmaßnahmen den verantwortlichen Nachwuchstrainerinnen und Nachwuchstrainern des Deutschen Handballbundes vorgestellt. Dort können sich die Talente für weitere DHB-Maßnahmen empfehlen. Die erste Sichtung erfolgt analog zu der HVN-Sichtung (siehe DHB-Testmanual), während die zweite Sichtung, der Deutschland-Cup, in Turnierform erfolgt.

Höhepunkt der sportlichen Entwicklung stellt die Aufnahme in den nationalen Jugendkader (DHB-Jugendnationalmannschaften) dar.

Diese Struktur stellt kein in sich geschlossenes System dar. Vielmehr besteht die Möglichkeit, durch Empfehlung von Vereins- oder Verbandstrainerinnen und -trainern für die einzelnen Ebenen nachnominiert zu werden.

Beispielhafter Weg weiblicher und männlicher Jugend (Jahrgang 2002)