Der Verband

Dem Handball-Verband Niedersachsen gehören aktuell 12 Regionalverbände und der Bremer Handballverband als Gliederungen an. Mit aktuell etwa 92 000 Aktiven in 3 900 Mannschaften zählt der HVN zu den fünf größten der 22 Landesverbände im Deutschen Handballbund.

Neben der Sicherstellung des Spielbetriebes sieht der Verband die Schwerpunkte seiner Arbeit in der Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter, der Leistungsförderung und der allgemeinen Jugendarbeit.

2000

Gleich zu Beginn des Jahres ist Hannover wieder Austragungsort eines Länderspiels. Am 14. Januar spielt die Männer-Nationalmannschaft in der Stadion-Sporthalle gegen Spanien. Der HVN war erst im Dezember kurzfristig für einen anderen Ausrichter eingesprungen. Mit 4200 Zuschauern ist die Halle restlos ausverkauft. "Hannover ist für seine tolle Handballbegeisterung bekannt", sagt Bundestrainer Heiner Brand. Trotzdem verlieren die Deutschen mit 23:25. Nur wenige Wochen später landet das Team bei der Europameisterschaft in Kroatien auf einem enttäuschenden 9. Platz. "Blamage" heißt es hinterher in den Medien. Wieder einmal wird der hohe Ausländeranteil in den Bundesligamannschaften heftig kritisiert. Gleich 52 von ihnen prägen bei der EM das Spiel der Gegner.

59 Teams aus Schulen und Vereinen finden den Weg zur ABF-Messe in Hannover, wo der HVN mit einer eigenen Beachhandballanlage vertreten ist. Unterstützt wird die Aktion von der Kurverwaltung Cuxhaven und dem Deutschen Herold. An 9 Tagen werden 12 Turniere gespielt. Die Resonanz auf die Fit- und Fun- Variante des Handballs ist groß!

Die HVN Auswahlmannschaft der männlichen Jugend erreicht beim Qualifikationsturnier zum Länderpokal in Berlin hinter Südbaden den 2. Platz und verpasst den Einzug ins Finale nur knapp. Zum HVN-Team gehört auch Holger Glandorf (HSG Nordhorn), der 7 Jahre später in Berlin Weltmeister wird. Die Talentförderung des HVN funktioniert!

Der Jugendausschuss (JA) des HVN favorisiert die Einrichtung einer einteiligen Jugendoberliga für die männliche und weibliche A-Jugend. Statt wie bisher in zwei Staffeln, sollen demnächst die A-Jugendlichen nur noch in einer Staffel auf Tore- und Punktejagd gehen. Für die Altersklassen der B-Jugend (weiblich und männlich) werden zweigeteilte Oberligen favorisiert. Eine solche Empfehlung hatte bereits der Arbeitskreis "Wettkampfsysteme" im Sommer 1999 angeregt. Die Vereine werden aufgefordert, Stellungnahmen abzugeben. " Eine solche weitreichende-Entscheidung kann nicht am grünen Tisch getroffen werden", sagt Vizepräsident Harry Vogel und fordert die Vereine auf, Stellungnahmen abzugeben. Außerdem soll voraussichtlich am 29. April eine Informationsveranstaltung für die Vereine in Verden stattfinden.

Wieder beklagt der HVN Rückgänge bei den Mannschaftszahlen in einigen Altersklassen. Wieder geht es in erster Linie um den Erwachsenenbereich, der Jahr für Jahr Mannschaften verliert. In dieser Saison werden insgesamt 2055 (1250 Männer- und 805 Frauenteams) gezählt, in der Saison zuvor waren es noch 2141 (1301 Männer- und 840 Frauenteams). Insgesamt können die Mannschaftszahlen trotzdem annähernd konstant gehalten werden, was an den Steigerungsraten vor allen Dingen im Kinderbereich liegt. Längst gibt es deutlich mehr Jugend- als Erwachsenenmannschaften, und die Schere geht immer weiter auseinander.

Am 11. März tritt das Erweiterte Präsidium (EP) eine dreitägige "Dienstreise" nach Berlin an. Ziel ist die Führungs- und Verwaltungs-Akademie des Deutschen Sportbundes (DSB). Neben routinemäßigen Dienstgeschäften stehen von Freitag bis Sonntag "Strukturberatungen" auf dem Programm. Als Moderator und Referent fungiert der Unternehmensberater Jochen Wolf. " Wo steht der HVN, wo will er hin, und wie will er seine Ziele erreichen?", beschreibt in Kurzform die Marschroute des Wochenendes. "In Berlin hat der HVN einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan, weitere werden folgen. Das EP wird noch in diesem Halbjahr weiterarbeiten. Konkrete Ergebnisse werden nach den Sommerferien zur Verfügung stehen", zeigt sich HVN-Präsident Wolfgang Ullrich anschließend optimistisch.

Noch während der Sitzung in Berlin tritt überraschend Hans-Peter Oppermann (Braunschweig) von seinem Amt als Vizepräsident Lehrwesen & Entwicklung zurück. Oppermann bekleidete dieses Amt seit dem Verbandstag 1998.

Norderney für Damen und Herren sowie Cuxhaven für B-und A-Jugend sollen im Sommer die Austragungsorte der Finalturniere um die Niedersachsenmeisterschaft im Beachhandball werden. Der Weg dorthin führt allerdings nur über Qualifikationsturnier. Insgesamt sind landesweit 12 solcher Turniere geplant. Gespielt wird nach den offiziellen IHF-Regeln.

Wieder einmal plant der Jugendausschuss des DHB eine Änderung der Jugend-Altersklassen. Nach dem neuen Vorschlag sollen die Jugendlichen früher (jünger) in den Erwachsenenbereich wechseln. Außerdem verschieben sich die Jahrgänge der männlichen und weiblichen Jugend gegeneinander. Sie wären dann nicht mehr identisch. Die Jungs würden ein Jahr, die Mädchen sogar zwei Jahre früher in den Erwachsenenbereich wechseln. In Niedersachsen - ebenso in anderen Bundesländern - formiert sich großer Widerstand gegen diese Planungen. Hauptargument: schon jetzt gibt es große Probleme beim Übergang der Jugendlichen in den Erwachsenenbereich. Wie soll das werden, wenn die Jugendlichen noch früher (jünger) in die Damen- und Herrenteams wechseln (müssen).

Und 30 Vereinsvertreter aus Bremen und Niedersachsen beteiligen sich am letzten April-Samstag in Verden an einer Diskussionsveranstaltung zur Einführung neuer Oberliga - Staffeln für die A-- und B-Jugend in Niedersachsen/Bremen. Vizepräsident Harry Vogel (Oldenburg) hat sich zwar "etwas mehr Beteiligung gewünscht", ist aber am Ende zufrieden. Immerhin verständigen sich die Vereinsvertreter einmütig auf zwei Modelle, die nun weiter diskutiert werden sollen.

Etwas überraschend scheint nun doch die Einfügung von "A-Jugend - Regionalligen" in Sichtweite, von denen bundesweit insgesamt acht ins Leben gerufen werden sollen. Für den Nordwesten ist dabei eine gemeinsame Staffel Niedersachsen, Bremen und Teile Sachsen-Anhalts geplant. Darunter könnte es eine gemeinsame Oberliga Bremen/Niedersachsen geben, die wie bisher auch schon nach geographischen Gesichtspunkten zweigeteilte ist.

Für die Altersklasse der B- Jugend folgt das Erweiterte Präsidium dem Vorschlag des Jugendausschusses zur Einführung einer zweigeteilten Oberliga Niedersachsen/Bremen. Innerhalb der Staffeln sollen die Meister Niedersachsens und Bremens ermittelt werden, die danach an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen.

Die SpVg Ibbenbüren gewinnt den Wettbewerb um den "DHB - Vereins - Jugend - Preis 2000". Damit honoriert der DHB das außerordentliche überfachliche Engagement des Vereins. Gestiftet wird der Preis in Höhe von 2000 DM vom "Freundeskreis des Deutschen Handball".

Holger Klingebiel (Hannover) wird vom HVN Präsidium zum kommissarischen Vizepräsidentin Lehrwesen und Entwicklung berufen. Der 48 jährige B-Lizenz - Inhaber übernimmt das Amt von Hans-Peter Oppermann, der im März überraschend zurückgetreten war.

Die Neueinteilung der Handball-Regionalligen bei den Männern und Frauen sorgt für heftige Turbulenzen. Dabei schien die Aufgabe rein rechnerisch gar nicht so schwierig: aus bisher acht Staffeln müssen die Verantwortlichen sechs machen. "Mit dem Männerbereich können wir leben, aber die neue Einteilungen bei den Frauen ist absolut unbefriedigend", sagt HVN-Geschäftsführer Gerald Gloede. So rutschen einige niedersächsische Mannschaften in die Staffel "Mitte", wo bei Auswärtsspielen in Meißen, Jena oder Zwickau nicht nur lange Fahrzeiten warten, sondern auch die Kosten in die Höhe getrieben werden. Während die Teams aus Süden und Südwesten ihre Auswärtsfahrten deutlich reduzieren können, müssen die Nordklubs ihre Reiseetats deutlich aufstocken.

Unter dem Titel "Lehren und Lernen" veranstaltet der HVN-Schiedsrichterausschuss in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund ein zweitägiges Seminar in der Akademie des Sports in Hannover für Schiedsrichterwarte der Kreise. Allgemeine Grundlagen des Lehrens und Lernens, neue Lehrtechniken, Möglichkeiten der Visualisierung, Verhaltensrepertoire oder Sozialformen stehen auf dem Programm. Die Teilnehmer dieses ersten Seminars werden danach als Lehrreferenten und Multiplikatoren des HVN eingesetzt. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass das Seminar in den Kreisen "Kreise" zieht.

Norderney ist am 15. und 16. Juli Austragungsort der Beachhandball-Niedersachsen-meisterschaft für Frauen und Männer. Die Veranstaltung ist eingebettet in den "Norderney - Cup", ein Qualifikationsturnier für die Deutsche Meisterschaft. Gespielt wird auf 10 Spielfelder an der "Weißen Dünen". Insgesamt spielen 104 Teams in verschiedenen Konkurrenzen. Damit findet in Norderney die größte Beachhandballveranstaltung Deutschlands statt.

Insgesamt 30 Mannschaften nehmen an 11. und 12. August am Beachhandball-Jugendmaster in Cuxhaven teil. Gespielt wird auf vier Spielfeldern, bei hochsommerlichen Temperaturen und einer tollen Stimmung. "Wo Handball ist, ist die Sonne", titeln anderntags die Cuxhavener Nachrichten und würdigen die "sehenswerten Begegnungen in einem vierspaltigen Bericht. Organisiert wird die Veranstaltung vom HVN - Junior-Team, dem örtlichen TSV Altenwalde und der Kurverwaltung Cuxhaven.

Drei Siege, drei Unentschieden, zwei Niederlagen lautet das nüchterne sportliche Fazit des HVN-Pokalturniers am 11. und 12. November in Hannover-Mühlenberg aus niedersächsischer Sicht. Zum neunten Mal veranstaltet der HVN das Turnier für Jugendauswahlmannschaften der Landesverbände. Wieder einmal sind die Hessen nicht zu stoppen und holen sich den Gesamtsieg vor den Landesverbänden Berlin, Niedersachsen, Niederrhein und Pfalz. Es ist das letzte Mal, dass sich die Auswahl-Teams in Hannover-Mühlenberg treffen. Ab dem nächsten Jahr findet das Pokalturnier eine neue Heimat. Die talentierten Nachwuchshandballer messen sich dann in Springe.

Mit www.sis-handball.de und www.hvn-online.de hält der HVN nach wie vor zwei Trümpfe in der Hand. Die Zugriffszahlen belegen, dass sich die beiden großen Internetprogramme einer immer größeren Beliebtheit erfreuen. Der HVN hat damit seine bundesweite Vorreiterrolle weiter ausgebaut. Mit 13.138 (hvn-online) bzw. 91.099 Besucher (sis-handball) im Oktober sind die Zugriffszahlen nochmal deutlich gestiegenen. Bemerkenswert ist auch, dass die durchschnittliche Lesedauer - wie lange verweilt ein Besucher auf den aufgerufenen Seiten - deutlich über denen anderer Anbieter liegt. Damit ist klar, dass sich Handballerinnen und Handballer immer häufiger ihre Informationen aus dem Internet holen.

Das Erweiterte Präsidium des DHB beschließt in seiner Sitzung am 19. November in Hannover eine Änderung der Jahrgangseinteilungen der weiblichen Jugend. Danach wird es mit Beginn der neuen Saison (2001/02) bundesweit neue Altersklassen für den weiblichen Jugendbereich geben. Die Mädchen werden dann in den jeweiligen Jugend - Altersklassen ein Jahr jünger sein als ihre männlichen Kollegen, da deren Altersklassen unverändert bleiben. Es kommt also zu einer Verschiebung zwischen dem weiblichen und männlichen Jugendbereichen. In gleichen Altersklassen sind die Mädchen im Schnitt ein Jahr jünger und dürfen dementsprechend auch ein Jahr früher in die Altersklasse der Frauen wechseln. Gegen diesen Beschluss formieren sich nicht nur in Niedersachsen erhebliche Widerstände.

Fast 100 Teilnehmer finden im Dezember den Weg nach Hannover und nehmen an der 4. Multiplikatoren - Fortbildung teil. Behandelt werden Themen der E-, D-und C-Jugend. Referenten sind der spätere HVN Mitarbeiter Thomas Engler und Klaus Feldmann (Sport - Teachment).

2001

Gleich zu Beginn des Jahres scheitern die HVN-Auswahlmannschaften der Jungen und Mädchen in der Qualifikation zum DHB - Länderpokalfinale. Damit verpasst der HVN bereits zum zweiten Mal (weiblich) bzw. dritten Mal (männlich) das Erreichen der Endrunde.

Die Basis setzt sich durch: das Erweiterte Präsidium des DHB hebt die erst im November 2000 beschlossenen Neueinteilung der Altersklassen für den Bereich der weiblichen Jugend wieder auf! Der öffentliche Druck war einfach zu groß geworden.

Mit 4987 offiziell gemeldeten Mannschaften unterschreitet der HVN erstmals die magische Grenze von 5000. "49 Mannschaften weniger als im Vorjahr", meldet die Statistikabteilung Mitte Februar und sorgt damit erst mal für Aufregung. Der mehrfach beschrieben Trend setzt sich fort: Rückgänge vor allen Dingen bei den Erwachsenen und älteren Jugendlichen, Zuwächse in den Altersklassen der Minis bis D-Jugend.

Zum dritten Mal präsentiert sich der HVN auf der ABF-Messe (Auto - Boot - Freizeit) mit einer eigenen Beachhandball - Anlage, unterstützt vom Nordseeheilbad Cuxhaven und dem Deutschen Herold. An neun Tagen werden Turniere für 61 Mannschaften für Männer, Frauen, weibliche und männliche Jugend sowie für Schulen angeboten.

Bei den Norddeutschen Jugendmeisterschaften dominieren wieder einmal die Mannschaften aus Magdeburg. Ungeschlagen holen sich die Teams der männlichen und weiblichen B- und A-Jugend die Titel. Die Meister aus Niedersachsen und Bremen sind chancenlos gegen Mannschaften, die ihre Jugendlichen im Magdeburger Sportgymnasium und Internat ausbilden und dort auf bis zu 10 Trainingseinheiten pro Woche kommen. In der HiN kündigt HVN Präsident Wolfgang Ullrich ein Gespräch der Verantwortlichen des HVN mit Vertretern niedersächsischer Bundesligisten an. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit mit den leistungsstarken Vereinen.

Mit überwältigenden Mehrheiten werden die Mitglieder des HVN-Präsidiums beim 34. Ordentlichen Verbandstag am 26. Mai im Hotel "Ratskeller" in Salzgitter in ihren Ämtern bestätigt. Wolfgang Ullrich (Duingen) als Präsident, Wolfgang Gremmel (Söhlde) als Vize Finanzen, Helmuth Wöbke (Faßberg) als Vize Spieltechnik und Harry Vogel (Oldenburg) als Vize Jugend. Neu ins Präsidium gewählt werden Jochen Engelmann (Visbek) zum Vize Kommunikation und Organisation sowie Holger Klingebiel (Hannover) zum Vize Lehrwesen und Entwicklung. Klingebiel hatte das Amt bereits seit längerem kommissarisch inne; die Position Kommunikation und Organisation (ehemals Organisation und Öffentlichkeitsarbeit) war bislang offiziell unbesetzt, wurde aber bereits von Engelmann betreut.

Neben dem Tagesordnungspunkt Wahlen treffen die 133 stimmberechtigten Delegierten einige weit reichende Entscheidungen. Der Vertrag über gemeinsame Spielklassen mit dem Landesverband Bremen soll fristgerecht zum Jahre 2003 gekündigt werden, um eine komplette Neustrukturierung der Spielklassen im Jugend - und Seniorenbereich zu ermöglichen.

Weiterhin beschließt der Verbandstag den Kauf einer Immobilie! Danach wird sich der HVN am Erwerb des "Haus des Sports" in Hannover beteiligen, in dem sich u.a. die HVN-Geschäftsstelle befindet. Bisheriger Eigentümer ist der Landessportbund Niedersachsen, der einen Neubau bzw. Ausbau seiner Sportschule plant. Die HVN-Geschäftsstelle soll ihren alten Standort behalten.

Zu einem ersten Gespräch über eventuell gemeinsam durchzuführenden Aktivitäten treffen sich auf Einladung des HVN Vertreter von niedersächsischen Bundesligisten mit Vertretern des HVN in Hannover. Auf der Tagesordnung stehen Möglichkeiten eines flächendeckenden Stützpunkttrainings und andere Aspekte der Leistungsförderung. Nach intensiver Diskussion sagen die Bundesligisten ausnahmslos ihre Unterstützung, besonders bei der Durchführung von Stützpunkttraining, zu.

20 Damen - und 15 Herrenteams spielen in Cuxhaven um den HVN-Beach-Cup. Für HVN-Präsident Wolfgang Ullrich (Duingen), der sich vor Ort von den hervorragenden Möglichkeiten überzeugt, steht anschließend fest, dass der HVN auch im nächsten Jahr wieder nach Cuxhaven kommen wird. Und auch die Verantwortlichen der Marketing-Abteilung der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH möchten den niedersächsischen Beachhandball weiter in Cuxhaven positionieren. 

Zum zweiten Mal findet das Beachhandball - Jugend - Masterturnier des HVN in Cuxhaven statt. 66 Mannschaften nehmen teil; es werden 192 Spieler abgewickelt; gespielt wird auf acht Spielfelder in den Altersklassen der B-und A-Jugend weiblich und männlich. Die Teilnehmerfelder sind hochkarätige besetzt. Allein vier amtierende Hallen-Landesmeister aus Bremen und Niedersachsen sind am Start. Sämtliche Trainer bzw. Betreuer unterschreiben den HVN-Ehrenkodex. Damit dokumentieren sie, ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden und die Kinder und Jugendlichen entsprechend pädagogischen Grundsätzen zu beaufsichtigen. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Absichtserklärung, ihnen ein Selbstverständnis zu vermitteln, dass sie auf Drogen und Genussmittel verzichten lässt. Konsequenterweise wird während der Turniere auf dem Veranstaltungsgelände kein Alkohol verkauft.

In Zusammenarbeit mit Toto - Lotto Niedersachsen schreibt der HVN ab August 2001 bis Juni 2002 einen Vereinswettbewerb "Mannschaft des Monats "aus. Daraus soll im Juli 2002 die "Mannschaft des Jahres" gekürt werden. Während die "Mannschaft des Monats" Sachpreise im Wert von 500 DM erhält, gibt es für die "Mannschaft des Jahres" Sachpreise im Wert von 5000 DM (2000 DM für den zweiten, 1000 DM für den dritten Platz). Große Chancen haben Teams, die Außergewöhnliches, Kreatives oder Kurioses nachweisen können. Dies gilt auch für soziale, karitative oder Fair-Play-Aktionen.

Seit über 50 Jahren ist das "Haus des Sports" in der Maschstraße 20 in Hannover Sitz des Landessportbundes Niedersachsen und damit Inbegriff der Sportverwaltung. Für den HVN, der sich bereits am 1. März 1950 mit seiner Geschäftsstelle dort ansiedelte, ist der 6. Dezember 2001 daher ein historischer Tag. Zu einem Kaufpreis von circa 2,0 Millionen DM erwirbt er gemeinsam mit dem Sportkreis Hannover-Land die traditionsreiche Immobilie. Eigens zu diesem Zweck hatten HVN und Sportkreis eine "Grundstücksgemeinschaft Maschstraße 20 GbR" gegründet, an der beide mit jeweils 50 % beteiligt sind. Der Verbandstag in Salzgitter hatte zuvor dem Kauf der Immobilie zugestimmt (s.o.). Auch das Sport-Verwaltungsgebäude unmittelbar nebenan in der Maschstraße 18 wird vom LSB verkauft. Käufer ist der Niedersächsische Turnerbund (NTB). Der Verkauf der beiden Immobilien ist Voraussetzung für die Finanzierung des neuen Verwaltungsgebäudes im Ferdinand - Wilhelm - Fricke - Weg, wo sich schon die Sportschule des LSB befindet. Zusätzlich hatte der Landessporttag in Melle zuvor eine Nettokreditaufnahme von 22,5 Millionen DM genehmigt.

2002

Zum fünften und letzten Mal präsentiert sich der HVN während der ABF-Messe (Auto - Boot - Freizeit) in Hannover zu Beginn des Jahres mit einer eigenen Beach-Anlage - dieses Mal gemeinsam mit den Niedersächsischen Volleyballverband - einem großen Publikum. Es finden insgesamt 7 Beachhandball - Turniere statt, an denen 34 Teams teilnehmen. Die Leitung liegt erstmals bei Armin Morawe (Neustadt), der erst vor wenigen Monaten zum Breitensportreferenten gewählt worden war. 

Das Erweiterte Präsidium (EP) spricht sich in Bad Nenndorf mehrheitlich für das "Zwei-Ebenen-Modell" aus. Statt wie bisher drei Organisationsebenen (Kreise/Bezirke/Verband) soll es dann nur noch zwei Ebenen geben. Der weitere Fahrplan sieht jetzt so aus, dass sich nach dieser Entscheidung einzelne Arbeitsgruppen bis etwa Oktober mit der regionalen Gliederung, der Spieltechnik, der Anpassung von Satzung und Spielordnung usw. auseinandersetzen. Dann sollen die Ergebnisse in den Bezirken zur Diskussion gestellt werden; 2003 folgt ein außerordentlicher Verbandstag, der die Strukturveränderungen beschließt, so dass sie zur Saison 2004/2005 umgesetzt werden könnten.

Ab 1. April steht den Vereinen des HVN die elektronische Passabfrage zur Verfügung. Jetzt können tagesaktuelle Passabfragen der Spieler und Spielerinnen direkt über die Homepage des Verbandes (www.hvn-online.de) abgerufen werden.

Das Erweiterte Präsidium des Norddeutschen Handballverbandes (NHV) beschließt mehrheitlich und gegen die Stimmen des HVN die Einführung einer Jugend-Regionalliga der männlichen A-Jugend. Die Liga soll ihren Spielbetrieb zu Saisonende 2003/04 aufnehmen.

Das diesjährige Jugendsymposium in Walsrode steht ganz im Zeichen neuer Spielformen für den Kinderbereich. Vorgestellt wird die Spielform "Zweimal drei gegen drei". Dabei wird das Spielfeld für beide Mannschaften jeweils in eine Abwehr - und eine Angriffshälfte geteilt. In jeder Hälfte befinden sich drei Spieler jeder Mannschaft plus jeweils ein Torwart. Die Mittellinie darf nicht überschritten werden. Kombiniert wird diese Spielform mit Vielseitigkeitsübungen, die vor allen Dingen eine breite sportmotorische Ausbildung gewährleisten sollen.

Mit 73 Teams und insgesamt 208 Spielen auf 9 Spielfelder ist das Jugend-Masters des HVN für B-und A-Jugend am 10. und 11. August in Cuxhaven dieses Jahr die größte Beachhandballveranstaltung Deutschlands. Wenige Wochen später starten die Damen - und Herrenteams mit einem äußerst prominenten Mitspieler in ihren Reihen: der aktuelle Kapitän der Nationalmannschaft, Frank von Behren, spielt für die Sand-Devils und sorgt nicht nur bei den weiblichen Zuschauern für Begeisterung.

Die neue DHB - Rahmentrainingskonzeption für Kinder und Jugendliche erscheint als achtseitige Beilage in der "Handball in Niedersachsen" (HiN 6/02). Sie enthält einen Gesamtüberblick der wichtigsten Inhalte des Kinder - und Jugendtrainings.

Die PreussagArena in Hannover ist am 24. September Austragungsort eines Länderspiels gegen Schweden. 10.650 Zuschauer feiern ein riesiges Handballfest, das auch in den Medien enorme Beachtung findet. "Das ist nur noch cool, was hier abgeht", bringt Stefan Kretzschmar die Stimmung anschließend auf den Punkt. Angesichts der Superstimmung rückt das Ergebnis von 31:31 fast in den Hintergrund. Nur knapp drei Wochen zuvor hatten 4.000 Zuschauer in der Stadion-Sporthalle den Supercup zwischen Kiel und Lemgo begeistert miterlebt. Hannover ist zu einer Top-Adresse für Handball geworden. Die hervorragende Organisation und der riesige Zuspruch der Zuschauer sind ein weiteres Faustpfand für den DHB bei seiner Bewerbung für die Ausrichtung der Männer - Europameisterschaft 2005 in Deutschland. Die Entscheidung über die Vergabe soll am 24. November St. Petersburg fallen. Im Moment der hiesigen Euphorie ahnt noch niemand, dass am Ende vollkommen unerwartet - und für viele auch nicht nachvollziehbar - Ägypten den Zuschlag erhalten wird.

Kurz vor dem Anpfiff des Länderspiels in der PreussagArena gibt es vor großem Publikum noch eine Ehrung, durchgeführt von HVN-Präsident Wolfgang Ullrich und TOTO/LOTTO-Sponsoring-Chef Asmus Weber. Aus den zehn "Mannschaften des Monats" (s.o.) hat eine Jury die "Mannschaften des Jahres" ausgewählt. Gewinner sind: Damen TSV Groß Berkel (1. Platz / 2500 €), männliche Jugend MTV Herrenhausen (2. Platz / 1000 €), weibliche A-Jugend HSV Rosdorf/Göttingen und weibliche C-Jugend HSG Schwanewede (beide 3. Platz / jeweils 500 €).

Mit Beginn der neuen Saison - also seit August - bietet der HVN seinen Staffeln die Möglichkeit, die Torschützen im Internet zu veröffentlichen. Freiwillige aus den Vereinen übermittelten die Daten an den HVN. Dort kann für jede Liga eine Torschützenliste erzeugt und auf der HVN-Homepage ins Netz gestellt werden. Das klappt auf Anhieb zwar noch nicht in allen Staffeln, aber immerhin in drei Ober-und einer Verbandsliga, wo nach wenigen Monaten 516 Spieler und Spielerinnen in Listen geführt werden.

Die Diskussion kann beginnen! Die Strukturgruppe des HVN hat bei acht Informationsveranstaltungen in den einzelnen Bezirken das neue Strukturmodell vorgestellt. Bis Ende des Jahres können Vereine, Kreise und Bezirke nun ihre Anregungen und Bedenken an den HVN weitergeben. Im Mittelpunkt steht das "Zwei-Ebenen-Modell", wonach der HVN zukünftig nur noch aus einer Verbands-und einer Regionsebene bestehen soll. Demnach würde sich der HVN zukünftig in acht Regionen gliedern, statt wie bisher in vier Bezirke und 48 Kreise ("Drei - Ebenen - Modell"). Selbstverständlich bewirkt dieses Modell auch Veränderungen der Spielklassen und Staffelzusammensetzungen sowie neue und veränderte Ausschüsse und Gremien.

Am 8. November tritt Harry Vogel (Oldenburg) aus privaten Gründen von seinem Amt als Vizepräsident Jugend zurück. Der Gymnasiallehrer bekleidete diese Position seit 1997. Vom HVN Präsidium wird Anton Hollander (Vechta) kommissarisch berufen.

Vollkommen unerwartet vergibt die Welt-Handballorganisation Internationale Handball-Federation Ende November in St. Petersburg die 18. Männer-Weltmeisterschaft an Tunesien! Die Gründe dafür bleiben im Dunkeln. "Die Entscheidung für Tunesien traf uns wie ein Keulenschlag", sagt anschließend DHB - und HVN - Vizepräsident Wolfgang Gremmel. "Unglaublich, was hier abgelaufen ist. Das ist ein Schlag gegen den Handball", wettert Bundestrainer Heiner Brand. Und DHB-Präsident Uli Strombach äußerte sich noch deutlicher: "Hier ist wie in den vergangenen Jahren falsch gespielt worden!" Der zu diesem Zeitpunkt mit 827.000 Mitgliedern stärkste nationale Handballverband der Welt muss nun weiter auf die sechste Männer-WM auf deutschem Boden warten.

Erstmals in der zwölfjährigen Geschichte des Turniers gewinnt der HVN sein eigenes Pokalturnier für Jugendauswahlmannschaften der Bundesländer. Mit 14:2 Punkten und 200:154 Toren verweisen die beiden HVN-B-Jugend-Teams am 9. Und 10. November in Springe Seriensieger Hessen (13:3) auf den zweiten Platz. Trainer sind Holger Kretschmer (männlich) und Christopher Nordmeyer (weiblich).

2003

Die deutschen Männer gewinnen in Portugal nach famosen Leistungen die Vizeweltmeisterschaft. Nur im Endspiel unterliegen sie den Kroaten mit 31:34. Handball ist auf dem Vormarsch! "Der schlafende Riese ist aufgestanden. Trainer und Mannschaft haben ihm auf die Beine geholfen", schreibt Otto Ulrich Bals in der "Handball in Niedersachsen" (HiN 1/2003).

Der HVN und die Gemeindeunfallversicherungsverbände Braunschweig, Hannover und Oldenburg (GUV) starten die Neuauflage einer gemeinsamen Ballaktion, die bereits 1996 in gleicher Form und mit großem Erfolg durchgeführt worden war. Den Schulen in Niedersachsen wird zu kostengünstigen Konditionen ein Set von 30 Bällen angeboten ("Softbälle mit Elefantenhaut" bzw. "Beachhandbälle"). Zuvor hatten Untersuchungen ergeben, dass sehr viele Hand - und Fingerverletzungen von Kindern im Sport durch zu harte Ballmaterialien entstehen. Das Angebot wird von niedersächsischen Schulen hervorragend angenommen und später auf Vereine ausgeweitet.

Mit der Aktion "Projekt 2005" sollen junge und leistungsstarke HVN-Schiedsrichter zwischen 16 und 22 Jahren entsprechend gefördert werden. Ziel ist u.a., dass wieder mehr Schiedsrichter aus Niedersachsen Bundesligaspiele pfeifen. Es wird ein spezielles Programm für die Ausbildung junger Schiedsrichter entwickelt. Verantwortlich und treibende Kraft im Schiedsrichterausschuss ist Georg "Schorse" Frey (Hannover).

In Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen und dem Handballkreis Göttingen erprobt der HVN ein Modellprojekt "Senioren 40 plus". Die wissenschaftliche Leitung übernimmt der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Schröder. Fernab vom Wettspielbetrieb wird zunächst in einer Göttinger Sporthalle regelmäßig einmal die Woche eine neunzigminütige "Trainingseinheit" für Frauen und Männer in gemischten Gruppen angeboten.

Anton Hollander tritt von seinem Amt als kommissarischer Vizepräsident Jugend zurück. Das Jugendressort wird bis auf weiteres von HVN-Präsident Wolfgang Ullrich geleitet.

Das Erweiterte Präsidium (EP) gibt auf seiner Sitzung am 29. März in Bad Nenndorf ein Votum zu Gunsten der geplanten Strukturreform ab. Bei sechs Gegenstimmen stimmt die Mehrheit der Mitglieder für die Einfügung des "Zwei-Ebenen-Modells". Danach sollen die Bezirke demnächst abgeschafft werden und der Verband nur noch auf zwei Ebenen verwaltet werden. Statt wie bisher Kreise, Bezirke und Verband, wird es dann nur noch den Verband selbst und "Handball - Kreis - Spielgemeinschaften" (HKSG) auf der unteren Ebene geben. Zu solchen HKSG schließen sich Kreise zusammen, die ansonsten keinen eigenen Spielbetrieb aufrechterhalten können. Dieser weit reichende Beschluss muss allerdings noch vom Verbandstag abgesegnet werden.

Außerdem beschließt das EP eine gravierende Änderung des HVN-Pokals: ab sofort werden sämtliche HVN-Teams verpflichtet, daran teilzunehmen. Bislang war die Teilnahme freiwillig. Dieser Beschluss betrifft die Teams, die in HVN-Staffeln - also Verbands-oder Oberligen - spielen.

Zum zweiten Mal schreibt der HVN den Vereinswettbewerb "Mannschaft des Monats" aus. Damit wird der erfolgreiche Wettbewerb des vergangenen Jahres neu aufgelegt.

Der HVN und der Teamsportspezialist erima gehen in Zukunft gemeinsame Wege. Erima-Geschäftsführer Wolfram Mannherz und HVN-Geschäftsführer Gerald Glöde unterzeichnen eine Kooperationsvereinbarung. Neben Trikots und Shorts stehen dabei auch erima-Trainingsbekleidung, Taschen und das notwendige Zubehör zur Verfügung. Profitieren sollen davon auch die niedersächsischen Handballvereine.

Mehr als 60 Frauen finden sich zum zweiten Ü-35-Turnier für Handballerinnen über 35 Jahre im Kreis Harburg-Land in der Luhdorfer Sporthalle ein. Der Kreis hat zu dem Turnier eingeladen, bei dem das Gewinnen eher im Hintergrund steht. Die Altersspanne reicht von "kurz vor 35" bis zu "um die 60". Gespielt wird teils in Vereinsteams und teilweise in zusammengewürfelte Mannschaften.

Bereits zum fünften Mal in Folge treffen sich 120 Trainer und Übungsleiter aus Niedersachsen und darüber hinaus zum dreitägigen HVN-Trainerseminar in Hildesheim. Das Seminar hat sich zu einer festen Größe im HVN-Lehrgangskalender entwickelt, auch dank hochkarätiger Referenten und einer hervorragenden Organisation. 

Mehr als 400 Minihandballer in 53 Mannschaften beteiligen sich an einem Spielfest in Göttingen unter dem Motto "Handball macht Spaß". Gespielt wird auf acht Spielfelder. Die Veranstaltung findet bereits zum neunten Mal statt.

Kathrin Röhlke (Handorf) übernimmt kommissarisch das Amt der Vizepräsidentin Jugend in HVN. Damit ist das Präsidium wieder komplett.

Nach vier Jahren als Lehrreferent verlässt Holger Winselmann den HVN. Der 39 jährige wird sich ab 1. August dem bayerischen Oberligisten TSV Friedberg anschließen. Für den HVN war Winselmann vornehmlich in den Bereichen Trainerausbildung, Stützpunkttraining und Leistungsförderung tätig. Fast gleichzeitig kann die HVN-Geschäftsstelle Zuwachs vermelden. Angela Gödecke (Hannover) startet eine zweijährigen Umschulung zur "Sport - und Fitnesskauffrau".

Jubiläum: Gerald Glöde kann am 1. Oktober auf 20 Jahre Geschäftsführertätigkeit beim HVN zurückblicken. Zu den ersten Gratulanten gehören HVN-Präsident Wolfgang Ullrich, HVN-Vizepräsident Wolfgang Gremmel und HVN-Ehrenmitglied Otto Sturm, von dem Glöde 1983 die Geschäftsführertätigkeit übernommen hatte und mittlerweile zu einer funktionierenden und leistungsstarken Verbandszentrale mit mittlerweile sieben hauptamtlichen Angestellten geformt hat.

Mannschaftszahlen gestiegen: erstmals seit 1999 sind die Mannschaftszahlen des HVN wieder über die 5000er Grenze gestiegen. Insgesamt werden 5102 Mannschaften gezählt. Das sind 130 mehr als im Jahr zuvor. Zuwächse vermeldet der Jugendbereich; die Mannschaftszahlen der Damen und Herren sinken weiterhin. In der Saison 1989/90 nahmen insgesamt 2774 Seniorenmannschaften (Damen und Herren) am offiziellen Spielbetrieb in Niedersachsen teil. In diesem Jahr sind es nur noch 1782. Das ist ein Rückgang von fast 1000 Mannschaften.

Im Rahmen einer Informationstagung am letzten November-Samstag in Bad Nenndorf diskutiert das HVN-Präsidium mit Vertretern der Kreise und Bezirke erneut die geplante Strukturreform. Einhellige Zustimmung finden die Vorschläge zur Spielklassenreform. In Sachen Verwaltungsreform sind die Meinungen nicht ungeteilt. Vor allen Dingen Vertreter der Bezirke Weser-Ems und Braunschweig bringen ihre Bedenken bezüglich des "Zwei-Ebenen-Modells" zum Ausdruck. In einem offenen Brief in HiN 10/03 wirbt HVN-Präsident Wolfgang Ullrich nochmals eindringlich für die geplante Strukturreform. "Wir waren uns darüber einig, dass die Kreise ihre politische Selbstständigkeit behalten und Handballkreisspielgemeinschaften (HKSG) in die Satzung mit aufgenommen werden. Einig waren wir uns auch darüber, dass ein Zwei-Ebenen-Modell die entsprechenden Einsparungsmöglichkeiten mit sich bringt", schreibt er unter anderem.

Die sehr gute Partnerschaft zwischen dem HVN und dem Nordseeheilbad Cuxhaven wird auch offiziell um drei Jahre verlängert. HVN-Geschäftsführer Gerald Glöde und Cuxhavens Kurdirektor Harald Schormann unterzeichnen in Hannover einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

2004

Die HVN Mädchenauswahl des Jahrgangs 1987/88 bleibt im Fallingbostel beim Qualifikationsturnier zum Länderpokal umgeschlagen und schafft den Sprung zum Finalturnier. 

Das Erweiterte Präsidium (EP) des HVN öffnet bei einer Sitzung in Bad Nenndorf die Tür zur Strukturveränderung. Der Beschluss des zweithöchsten Gremiums im HVN lautet: "Der Verbandstag möge beschließen, dass sich der HVN spätestens ab 2007 in zwei Verwaltungsebenen aufgegliedert. Das Erweiterte Präsidium wird beauftragt, bis dahin alle notwendigen Schritte einzuleiten." Damit verbunden sind etliche Satzungsänderungen im Detail. Der Verbandstag soll stattfinden am Samstag, 27. Mai 2004 um 10:00 Uhr in Hermannsburg.

Einen weiteren großen Schritt in Richtung Strukturreform macht das HVN-Präsidium Anfang des Jahres in Verden. HVN-Präsident Wolfgang Ullrich, HVN Vizepräsident Wolfgang Gremmel sowie die Bremer Vorsitzenden Inge Schröder und Monika Wöhler unterzeichnen einen gemeinsamen Vertrag Bremen - Niedersachsen. Darin werden unter anderem der Spielbetrieb in gemeinsamen Spielklassen und Fragen zum Lehrwesen geregelt. Vorbehaltlich der Zustimmung des HVN-Verbandstages zur geplanten Spielklassenstruktur beginnt der Vertrag am 1. Juli 2005 und läuft zunächst drei Jahre. Bis dahin bleiben die alten Regelungen bestehen.

Am 1. Februar wird die Lücke geschlossen, die nach dem Weggang von Lehrreferent Holger Winselmann im August 2003 entstanden war. Mareike Flack, 25 jährige Diplom-Sportwissenschaftlerin mit Handball-Bundesliga - Erfahrung, startet ihren Job als Lehrreferentin in der Geschäftsstelle.

Im Schnelldurchgang verpassen die Delegierten des Verbandstages am 27. Mai in Hermannsburg dem HVN eine neue Satzung, die sich besonders in einer neuen "Gremienstruktur" bemerkbar macht. Das HVN-Präsidium erhält einen neuen Zuschnitt. Präsident, Vize Finanzen und Vize Recht, letzterer neu hinzugekommen, bilden das „Geschäftsführende Präsidium“. Weiterhin zum Präsidium gehören der Vize Jugend und der Vize Spieltechnik; neu hinzu kommt der Vize Ausbildung, Vereinsservice und Breitensport, der den bisherigen Vize Lehrwesen und Entwicklung ersetzen wird. Ebenfalls neu ist, dass der Geschäftsführer kraft seines Amtes nun auch stimmberechtigtes Präsidiumsmitglied wird. Abgeschafft wird das Ressort Kommunikation und Organisation. Diese Aufgaben sollen stärker in die Verantwortung der Geschäftsstelle übergehen.

Der Vizepräsidentin Jugend wird zukünftig vom wiedereingeführten Jugendtag direkt gewählt und muss nicht mehr vom Verbandstag bestätigt werden. Das heißt, die Jugendvertreter wählen ihren Vorsitzenden des Jugendausschusses, der dann automatisch als Vizepräsident Jugend Sitz und Stimme im Präsidium erhält.

Die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die vom Verbandstag gewählt werden, hat sich sehr reduziert. Bis auf die Präsidiumsmitglieder, das Verbandssportgericht und die Kassenprüfer werden zukünftig sämtliche Referenten und Ressortleiter vom Präsidium berufen.

Für große Aufregung sorgt der Tagesordnungspunkt "Wahlen". 155 abgegebenen Stimmkarten zählt der Wahlausschuss kurz nach der Mittagspause und hätte eigentlich das Ergebnis der Präsidentenwahl bekannt geben können! Problem: es sind nur 154 wahlberechtigte Delegierte anwesend. Also muss HVN-Geschäftsführer Gerald Glöde die Delegierten nochmal namentlich aufrufen und zur Stimmabgabe einzeln ans Podium bitten. Nach 45 spannenden Minuten verkündet Ehrenpräsident und Versammlungsleiter Herbert Bock (Suthfeld) das Ergebnis: Wiederwahl Wolfgang Ullrich. 114 Delegierte votieren für den amtierenden Präsidenten Wolfgang Ullrich; auf Helmut Schütte (Salzgitter), den Vorsitzenden des Bezirkes Braunschweig, der ebenfalls für das Präsidentenamt kandidiert, entfallen 38 Stimmen. 
Nachdem die Präsidentenwahl zu Gunsten des bisherigen Amtsinhabers entschieden ist, werden die Vizepräsidenten Recht (Thomas Rössing Schmalbach), Finanzen (Wolfgang Gremmel) und Spieltechnik (Helmut Wöbke) anschließend ohne Gegenkandidaten gewählt. Spannend wird es nochmal bei der Wahl des Vizepräsidenten Ausbildung, Vereinsservice und Breitensport. Hier gibt es wie beim Präsidenten zwei Kandidaten. Am Ende setzt sich da Gaby Wach (Sickte) gegen Günter Berends (Hannover) durch. Damit sind erstmals in der Geschichte des HVN zwei Frauen im Präsidium vertreten. Den Antrag auf Einrichtung des Amtes "Vizepräsidentin Frauen" zieht das Präsidium zurück.

Richtungsweisend ist der Beschluss der Delegierten, dem HVN ab 2007 ein "Zwei-Ebenen-Modell" zu verpassen. Damit verbunden sind die faktische Abschaffung der Bezirke und eine gänzliche Neuordnung des HVN.

In der Verbandszeitschrift "Handball in Niedersachsen" (HiN 4/04) erscheint ein offener Brief des Breitensportreferenten Armin Morawe, in dem dieser niedersächsische Vereine bittet, Oldie-Turniere auszurichten. Wenn sich genügend Ausrichter finden würden, könne der HVN für die jeweiligen Sieger ein Final-Turnier veranstaltet. Er bietet den Ausrichtern Hilfe und Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung an. Das Angebot wird von den Vereinen nicht angenommen. Oldie-Handball setzt sich in dieser Form nicht durch.

Der DHB führt für die Altersklassen Minis bis D -Jugend verbindliche Durchführungsbestimmungen ein („Durchführungsbestimmungen für eine einheitliche Wettkampfstruktur Kinder - und Jugendhandball“). Die Landesverbände sind aufgefordert, diese in ihren Bereichen umzusetzen. Damit verbunden sind u.a. die Spielformen "4+1 spielen Minianteil" und für die E-Jugend "Zweimal 3 gegen 3" (2x3:3). In den Bezirken finden entsprechende Fortbildungsveranstaltungen statt.

Zum ersten Mal veranstaltet der HVN zum Tag der Handballjugend eine "Handball-Olympiade". Ausrichter ist der TV Hude; Teilnehmer sind Mannschaften der E-, D-und C-Jugend; die Leitung übernimmt Vizepräsidentin Kathrin Röhlke. Neben den "normalen Handballspielen" absolvieren die Kinder Beachhandball, Handballspiele nach dem Modell "2x3:3" sowie Vielseitigkeitsprüfungen. Etliche Teams zelten auf dem Veranstaltungskalender; es gibt weitere Angebote zum Zuschauen und Mitmachen. Die Veranstaltung ist ein riesiger Erfolg und soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Das Wetter ist lausig, die Stimmung super! HVN-Beachhandball in Cuxhaven ist kultig. 83 Damen- und Herren-Teams spielen um die "Niedersachsenmeisterschaft". Außerdem gibt es mittlerweile Preisgelder zu gewinnen: 300 € für die beiden Sieger (Herren und Damen) ,200 € für die Zweitplazierten und immerhin noch 100 € für die Dritten. Fast noch wichtiger als Preisgeld und Titel sind jedoch die "Sieger-Shirts" mit Aufdruck: Beachhandball - Niedersachsenmeister 2004. Durch den Aufdruck der jeweiligen Jahreszahl sind die Sieger-Shirts echte Unikate und heiß begehrt! Das gilt auch für die Jugendveranstaltung. Nur wenige Wochen nach den Erwachsenen treten 900 Jugendliche in 77 Mannschaften der B- und A-Jugend in Cuxhaven an. Auch hier erhalten die Gewinner entsprechende Sieger-Shirts, allerdings keine Preisgelder, sondern zusätzlich Sachpreise. Längst ist Cuxhaven zum Mekka des Beachhandballs geworden. "Mit der Fun-Sportart Beachhandball haben wir unserer Sportart neue Türen geöffnet: die elend lange Sommerpause wird spielend verkürzt, der Fun-Faktor erreicht neue Höchstgrade, und selbst kampferprobte A-Jugend - Jungs entdeckten Spielwitz und Teamgeist neu. Das größte am Beachhandball ist aber: die älteren Jugendlichen, unsere Sorgenkinder, finden beim Beachhandball endlich ein Forum, das ihrem Lebensstil entspricht", schreibt Vizepräsidentin Kathrin Röhlke in der "Handball in Niedersachsen" (HiN 7/2004).

Mit einem Hof-Fest weiht der HVN am 17. September seine neue Geschäftsstelle ein, die nach dem Kauf der Immobilie "Haus des Sports" in der Maschstraße 20 in Hannover. Im Zuge der Umbauarbeiten erhält auch die HVN-Geschäftsstelle größere und modernere Räumlichkeiten, die nach neunmonatiger Bauzeit nun fertig gestellt sind. HVN-Präsident Wolfgang Ullrich kann zahlreiche Funktionäre der HVN-Gliederungen aus Kreisen und Bezirken sowie Mitglieder der Ausschüsse und Gremien bei herrlichem Wetter begrüßen.

Ab 1. Januar 2005 müssen sämtliche Handballvereine der HVN Geschäftsstelle verbindlich einen Ansprechpartner mitteilen. Zusätzlich muss zur postalischen Anschrift eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Diesen Beschluss fasst das Erweiterte Präsidium (EP) bei seiner Sitzung am 6. November in Hannover.

2005

Nachdem der Verbandstag des Norddeutschen Handballverbandes (NHV) im vergangenen Jahr die Einführung einer Jugend-Regionalliga beschlossen hat, lädt der HVN-Jugendausschuss im Januar 2005 zu einer Informationsveranstaltung nach Verden ein. Über 30 interessierte Jugendvertreter nehmen teil. Die endgültigen Modalitäten und Durchführungsbestimmungen sollen im Jugendausschuss des NHV geklärt werden. Zu diesem Zeitpunkt sind jeweils einteilige Regionalligen für die männliche und weibliche A-Jugend über das gesamte Verbandsgebiet des NHV im Gespräch. Es wird ein einfaches Meldeverfahren beschlossen: Interessierte Vereine melden sich schriftlich beim HVN (Meldebogen).

"Regionen treten ab 2007 die Rechtsnachfolge der momentanen Kreise und Bezirke an." Das ist die Kernaussage der Informationsveranstaltung zur geplanten Strukturreform am 29. Januar in Hannover-Altwarmbüchen, wo das HVN-Präsidium mehr als 40 Vorsitzende aus Kreisen und Bezirken begrüßen kann. Viel Anklang finden der einführende Vortrag des Vizepräsidenten Recht, Thomas Rössing-Schmalbach (Duderstadt) und drei kurze Referate, in denen Dieter Hummes (Braunschweig), Wolfgang Sasse (Wildeshausen) und Florian Schild von Spannenberg (Stade) die Vorstellungen der vom Erweiterten Präsidium (EP) eingesetzten Lenkungsgruppe bezüglich der Aufgabenkataloge der neuen Regionen in den Bereichen Jugend, Spielbetrieb und Ausbildung.

Das EP beschließt bei seiner Sitzung am 12. März in Hannover die Durchführung von dezentralen Informationsveranstaltungen für Vereine zum Thema "Strukturreform". Tatsächlich werden anschließend neun solcher Veranstaltungen durchgeführt. Den Auftakt macht am 6. April Braunschweig-Rüningen. Dort kann die Lenkungsgruppe unter Leitung des HVN-Präsidenten Wolfgang Ullrich zahlreiche Vereinsvertreter aus den Kreisen Gifhorn/Wolfsburg, Salzgitter, Braunschweig, Helmstedt und Peine begrüßen. Die letzte Veranstaltung findet am 23. Mai in Hannover statt.

Außerdem beschließt das EP in Hannover eine Erhöhung der Verbandsbeiträge und die Einführung einer Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 25 €, die von jedem Mitgliedsverein in Niedersachsen zu zahlen ist. Mit den Mehreinnahmen sollen zusätzliche Maßnahmen der Kreise und Bezirke finanziert werden. In erster Linie geht es dabei um den Bereich Leistungsförderung, also Lehrgänge für junge Talente. Erhöht werden auch die Spielleitungsentschädigungen für Schiedsrichter auf Verbandsebene.

Unterm Strich zählen die Verantwortlichen zu Beginn des Jahres 3346 Kinder - und Jugendmannschaften, so viele wie noch nie in der Geschichte des HVN. Auf der anderen Seite zeigt Kurve der Erwachsenen-Mannschaften stetig nach unten! Auch dieses Mal sind es insgesamt 28 Teams weniger als im Jahr zuvor.

Unter Leitung der zuständigen Vizepräsidentin Gaby Wach werden einheitliche Kinderhandball-Grundkurse landesweit eingeführt. Das Konzept und die notwendigen Materialien stellt der HVN: Referenten-Handbuch mit Lehrgangs-Stundenplänen, Informationsmaterial, Teilnehmerzertifikate plus Unterlagen sowie ein T-Shirt für jeden Teilnehmer. Außerdem kommen die Referenten von HVN; der Ausrichter sorgt für die Organisation. Die Lehrgänge umfassen 20 Unterrichtseinheiten; es finden keine Prüfungen statt. Die Kinderhandball-Grundkurse werden zum festen Bestandteil der Trainerausbildung in Niedersachsen und von den Gliederungen hervorragend angenommen. Schon nach kurzer Zeit werden 10 Grundkurse landesweit angeboten.

Unter der Überschrift "Frauen mit Pfiffen" bietet der HVN-Frauenbeirat versuchsweise einen Schiedsrichterlehrgang nur für Frauen und Mädchen ab 16 Jahre in Hildesheim an. Mit Erfolg: 19 junge Frauen nehmen teil und dürfen anschließend auch offiziell Handballspiele leiten.

Die ursprünglich mal geplante Jugend-Regionalliga für die weibliche A-Jugend ist vom Tisch: zu wenig Vereine hatten Interesse bekundet. Im männlichen Bereich finden Qualifikationsspiele statt, da es viele Bewerber für die 10 Plätze gibt.

Im HVN leiten zurzeit 5154 Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen Spiele auf allen Ebenen - vom Kreis über die noch bestehenden Bezirke bis zum HVN und teilweise noch darüber hinaus. Diese enorme Zahl veröffentlicht HVN-Schiedsrichterwart Detlef Pfingsten in der "Handball in Niedersachsen" (HiN 4/05). Gleichzeitig bittet er Spieler und offizielle um einen fairen Umgang mit den Schiedsrichtern.

Zum vierten Mal findet das HVN-Kinderhandball-Symposium im Verdi - Bildungszentrum in Walsrode statt. 83 Teilnehmer kann Dieter Hummes (Braunschweig, Mitglied des Jugendausschusses) dieses Mal begrüßen. Erstmals fungiert die Bielefelder Hochschullehrerin und anerkannte Kinderhandballexpertin des DHB, Renate Schubert, als Referentin.

Das Erweiterte Präsidium (EP) gibt vorab schon mal grünes Licht für die Strukturänderung: einstimmig beschließen die Mitglieder in Hannover-Altwarmbüchen den Wechsel in das "Zwei-Ebenen-Modell", wonach sich der HVN in nur noch 12 Regionen gliedern wird. Erstmals wird auch die Zusammensetzung der möglichen Regionen offiziell festgelegt. Fragezeichen stehen nur noch hinter der Zuordnung der Kreise Ammerland und Diepholz. Welche Namen die möglichen Regionen führen, soll ihnen selbst überlassen bleiben. Auf Vorschlag der beiden Präsidiumsmitglieder Wolfgang Ullrich und Thomas Rössing-Schmalbach wird den Vereinen ein gehöriges Mitspracherecht eingeräumt. Zwar ist jeder Verein verpflichtet, sich einer der neu zu bildenden Regionen anzuschließen, es steht ihm jedoch frei, welcher er beitritt! Die letzte Entscheidung liegt nun beim Verbandstag, der im kommenden Jahr über die Vorschläge abstimmen wird.

Noch nicht ganz geklärt ist die zukünftige Verwaltung der niedersächsischen Landesligen, die zurzeit noch von den Bezirken wahrgenommen wird. Dazu gehören Fragen der Spieltechnik (Spielpläne, Spielverlegungen usw.) und Schiedsrichteransetzungen. Das EP gibt grünes Licht für ein Pilotprojekt: in der Saison 2006/07 wird die Verwaltung der Landesligen im Bereich des Bezirks Weser-Ems vom HVN übernommen.

Am Modellprojekt "Pass online" nehmen zurzeit 14 niedersächsische Vereine teil. Darauf weist Geschäftsführer Gerald Glöde bei der EP-Sitzung in Hannover hin. Man befinde sich zwar noch in der Testphase, bisher laufe aber alles sehr zufriedenstellend.

Für Ärger und Enttäuschung sorgt die Entscheidung des DHB bezüglich der Vergabe der Spielorte für die Handballweltmeisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland. Niedersachsen in Gestalt der TUI-Arena in Hannover erhält keinen Zuschlag. Es geht ums Geld. Obwohl der HVN der Forderung des DHB auf Zahlung von 200.000 € zustimmt, erhalten am Ende Wetzlar und Bremen die Zuschläge - laut Bericht des Magazins "Handballwoche" für 160.000 € beziehungsweise 180.000 €.

Mit insgesamt 226 teilnehmenden Teams sind die vier großen Beachhandball-veranstaltungen des HVN überaus gut besucht. Erstmals findet auch ein Turnier für Damen und Herren auf Borkum statt. Die Nordseeinsel wird sich als Veranstaltungsort allerdings nicht durchsetzen. An-und Abreise sind zu aufwändig. Die anderen drei Turniere starten in Cuxhaven: die beiden etablierten Veranstaltungen der Damen und Herren mit insgesamt 76 Teams sowie der B- und A-Jugend mit insgesamt 84 Teams. Neu im Programm ist eine Veranstaltung für Mannschaften quer durch alle Altersklassen: D- und C-Jugend, Damen und Herren sowie Mixed-Mannschaften.

Aufgrund der positiven Kaderentwicklung in Niedersachsen richtet der DHB zwei neue Stützpunkte in Niedersachsen ein: Oldenburg für Mädchen; Hannover für Jungen und Mädchen.

Mit 101.433 gemeldeten Mitgliedern belegt der HVN nach wie vor einen sehr guten sechsten Platz in der Mitgliederstatistik des Landessportbundes Niedersachsen (LSB). Besonders erfreulich dabei, dass der HVN als einer der wenigen "Top-Ten-Verbände" und entgegen dem allgemeinen Trend seine Mitgliederzahlen gegenüber dem Vorjahr steigern konnte. Die Rangliste wird angeführt von Turnen (747. 862), gefolgt von Fußball (646.963), Schießsport (275.249), Tennis (185.973) und Pferdesport (138.590).

Die HVN Auswahl der weiblichen Jugend gewinnt überraschend das Inge-Küster-Turnier in der Sportschule Sachsenwald in Wentorf. Ungeschlagen mit 10:0 Punkten setzen sich die niedersächsischen Talente unter Leitung der beiden Trainerinnen Mareike Flack und Sabine Blase gegen die Auswahlteams aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Saarland, Bremen und Brandenburg durch.

2006

Der HVN bekommt mit H2O einen neuen Ausrüster. Den entsprechenden Vertrag unterzeichnen H2O-Geschäftsführer Carsten Berg und HVN-Geschäftsführer Gerald Glöde Anfang Januar in Hannover.

Erneut kann der Bestand an Mannschaften gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden - diesmal um 59 Teams. Insgesamt 5159 Mannschaften zählen die Verantwortlichen des HVN. Ursächlich für diesen positiven Trend ist wieder der Jugendbereich, der die Rückgänge bei den Erwachsenen kompensiert.

Das Erweiterte Präsidium (EP) beschließt bei seiner Sitzung im Januar in Hannover-Altwarmbüchen die Einführung verbindlicher Durchführungsbestimmungen im Jugendhandball. Diese betreffen in erster Linie die Altersklassen der F-Jugend (Mini) bis D-Jugend. Für den Bereich der C-Jugend werden Empfehlungen ausgesprochen. Vorangegangen ist eine zweijährige Erprobungsphase in den Landesverbänden. Hierzu hatte der DHB Empfehlungen ausgesprochen und den Ländern dabei Spielraum gelassen. Einer der Kernpunkte der neuen Durchführungsbestimmungen ist die verbindliche Vorgabe offensiver Abwehrformationen (Manndeckung in verschiedenen Variationen, 1:5-Abwehr) sowie "4 + 1 spielen Minihandball" als Spielform in der Altersklasse der F-Jugend.

Und noch einem zweiten Antrag aus dem Jugendbereich gibt das EP statt: einstimmig wird die Einführung einer Oberliga für die weibliche B-Jugend beschlossen. Analog zum männlichen Bereich und zur A-Jugend wird in einer zweigeteilten Liga gemeinsam mit dem Bremer Handballverband (BHV) gespielt.

Am 25. März erhält der HVN eine neue Struktur! Mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit beschließen die Delegierten des Außerordentlichen Verbandstages im Hotel Hennies in Hannover-Altwarmbüchen, dass sich der HVN ab 1. Juli 2007 "entsprechend der Verwaltungsgliederung des Landes Niedersachsen" nur noch in "Kreisfachverbände" gliedern soll. Zuvor hatte ein ähnlicher Antrag des EP auf Einrichtung von "Regionen" nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit erhalten. Faktisch sind damit die Bezirke abgeschafft und die Zweigliedrigkeit eingeführt. Vereine können in Zukunft selbst entscheiden, welchem Kreis sie beitreten. Die Kreise selbst können sich nach wie vor zu Spielgemeinschaften zusammenschließen.

Und noch eine andere Satzungsänderung beschließen die Delegierten in Hannover-Altwarmbüchen. Das Stimmrecht beziehungsweise die Delegiertenzahlen beim Verbandstag (geregelt in § 11 der HVN-Satzung) werden geändert. Ab 1. Juli 2007 werden die Delegiertenzahlen nur noch im Verhältnis zu den gemeldeten Mannschaftszahlen berechnet und zwar nach dem "Hare-Niemeyer-Verfahren". Die Höchstzahl der Delegierten wird dabei auf insgesamt 80 festgelegt.

Sechs Jahre lang ist im HVN über die große Reform diskutiert worden, die der Außerordentliche Verbandstag innerhalb von sechs Stunden in eine neue Satzung gebracht hat. Jetzt muss innerhalb der nächsten 15 Monate dafür gesorgt werden, dass die neue Struktur ab 1. Juli 2007 alltagstauglich ist.

Mit 109 Teilnehmern stellen die Verantwortlichen einen neuen Rekord beim HVN-Symposium am 21. und 22. April in Walsrode auf. Die Rückmeldungen nach der Veranstaltung sind überaus positiv.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die HVN-Fördercamps für talentierte D-und C-Jugendliche. Vom 2. bis 7. April während der Osterferien trainieren 20 Jungen und 20 Mädchen in Uslar mindestens zweimal täglich unter fachkundiger Anleitung. Auch das Fördercamp während der Herbstferien ist stark nachgefragt.

Unter Federführung der zuständigen Vizepräsidentin Gaby Wach wird ein neues Konzept für die C- Trainer - Ausbildung im HVN entwickelt. Grundvoraussetzung für die Zulassung ist die vorherige Teilnahme an einem Kinderhandball-Grundkurs! Danach gliedert sich die Ausbildung in sechs Bausteinen mit jeweils 20 Unterrichtseinheiten. Die Bausteine 1-3 sind inhaltlich jeweils in sich abgeschlossen und werden dezentral angeboten. Sie sind grundsätzlich für alle interessierten Teilnehmer offen, also auch für jene, die keine C-Lizenz erwerben wollen. Die Bausteine 4-6 werden zentral durch den HVN angeboten, bauen aufeinander auf und sind ausschließlich für die C-Trainer - Ausbildung reserviert.

Am 2. Juli tritt Helmuth Wöbke von seinem Amt als HVN-Vizepräsident Spieltechnik zurück. Seine Aufgaben übernimmt kommissarisch HVN-Spielwart Otto Daseking (Bad Nenndorf).

Endlich kann der HVN talentierten jungen Spielerinnen Plätze im Teilzeitinternat des Olympiastützpunktes und des Landessportbundes in Hannover anbieten. Zunächst stehen sechs Plätze für Mädchen zur Verfügung. Der Besuch des "Humboldt Gymnasiums" (" Partnerschule des Leistungssports") ist dabei zwingend vorgegeben.

Beachhandball in Cuxhaven boomt! Vier Turniere finden diesmal statt: neben Damen und Herren, B- und A-Jugend sowie D-und C-Jugend plus Mixed - Teams (Herren/Damen) wird ein Turnier für Schulmannschaften angeboten. Insgesamt starten 227 Teams!

Bereits zum zweiten Mal veranstaltet der HVN ein Spielfest für Kooperationsgruppen der Grundschulen insgesamt 21 Schulteams kann HVN - Schulsportreferentin Ulrike Schulze in der hannoverschen AWD - Hall begrüßen.

Neue Durchführungsbestimmungen für eine einheitliche Wettkampfstruktur im Kinder - und Jugendhandball (Minis bis C- Jugend) treten in Kraft. Sie sind verbindlich für Spielinstanzen auf allen Ebenen und müssen ohne Einschränkungen umgesetzt werden.

Zum wiederholten Mal findet Anfang Dezember die Multiplikatorenfortbildung des HVN in der Akademie des Sports in Hannover statt. Knapp 100 Handballerinnen und Handballer, meist Trainer aus den Vereinen und Gliederungen, nehmen diesmal Teil. Übergeordnetes Thema sind diesmal die neuen Durchführungsbestimmungen im Kinder - und Jugendhandball.

Erstmals seit sechs Jahren weist die Statistik der Mannschaftszahlen des HVN einen leichten Rückgang im Jugendbereich aus. Sie ist gegenüber der letzten Saison um 21 Teams gesunken. Mit insgesamt 5080 Mannschaften (Jugend und Erwachsenen) kann aber die magische Grenze von 5000 wieder überschritten werden.

2007

Vom 19. Januar bis 4. Februar findet die 20. Handball - Weltmeisterschaft der Herren in Deutschland statt. Insgesamt laufen 92 Spiele in 12 Städten. Um Niedersachsen macht die WM einen Bogen. Trotz aller Bemühungen hatte die TUI-Arena in Hannover keinen Zuschlag für die Ausrichtung von Spielen bekommen. Der allgemeinen Euphorie tut dies natürlich keinen Abbruch. Nach dem Sommermärchen 2006 während der Fußball-WM in Deutschland, läuft nun das Wintermärchen. Am 4. Februar gewinnt das Team von Heiner Brand das Endspiel um die Weltmeisterschaft mit 29:24 gegen Polen in der Köln - Arena und versetzt Deutschland in einen kollektiven Freudentaumel. Handball erfährt einen enormen Aufschwung in der Beliebtheitsskala der Sportarten.

Das Erweiterte Präsidium (EP) beschließt im März in Hannover die Einführung von landesweit einheitlichen Meldegebühren für Mannschaften bereits zur Saison 2007/08. Das HVN-Präsidium hatte dies ursprünglich erst für die Saison 2008/09 geplant. Im Zusammenhang Finanzen kann Wolfgang Gremmel, HVN-Vize, den Mitgliedern des EP eine erfreuliche Mitteilung geben: dank umsichtiger Haushaltsführung ist ein Jahresüberschuss erwirtschaftet worden. Unter anderem sei das Spendenaufkommen erfreulich hoch gewesen.

Nach exakt 10 Jahren gibt es im HVN erstmals wieder einen Jugendtag. Einstimmig votierten die Mitglieder im Toto-Lotto-Saal des Landessportbundes (LSB) in Hannover dafür, dass Thomas Löw (Hannover - Burgdorf) als neuer Vizepräsident der HVN-Jugend vorsteht. Löw löst damit Kathrin Röhlke nach dreijähriger Amtszeit ab. Gewählt werden auch insgesamt vier Jugendsprecher bzw. Jugendsprecherrinnen, obwohl die Jugendordnung nur zwei vorsieht. Nun muss der Verbandstag Anfang Juli zur "Aufrüstung" der Jugendsprecher noch sein Okay geben.

Das Erweiterte Präsidium (EP) nimmt seinen Beschluss, die Meldegelder zu vereinheitlichen, wieder zurück. Begründung: durch die angewandten Berechnungsschlüssel würde auf einige Mannschaften eine Erhöhung des Meldegeldes auf fast das Doppelte zukommen. Die Mehrheit des Teams würde danach deutlich schlechter gestellt. Das EP beschließt nun, für ein Übergangsjahr die alten Meldegelder zu belassen. In dieser Zeit soll neu gerechnet werden, welche Summen tatsächlich benötigt werden. Ab 2008/09 sollen dann tatsächlich einheitliche Meldegebühren für die Verbandsligen eingeführt werden.

Im Mai 2007 feiert die HVN-Verbandszeitschrift "Handball in Niedersachsen" (HiN) ihr 20-jähriges Jubiläum.

Kimberly Kramer und Denise Wichmann sind die ersten beiden Handballerinnen, die Plätze im Vollzeitinternat am Olympiastützpunkt in Hannover erhalten. Die beiden Ausnahmetalente des Jahrgangs 1992 beziehen ihr Zimmer zum neuen Schuljahr 2007/08 im Internat. Nachdem es dem HVN unter Federführung von Landestrainerin Mareike Flack gelungen war, zunächst fünf Spielerinnen in das Teilzeitinternat zu integrieren, haben die Handballer jetzt zwei Vollzeitplätze erhalten.

Wolfgang Ullrich bleibt Präsident des HVN. 70 Delegierte wählen den Lehrer aus Alfeld während des siebenstündigen Verbandstages in der Akademie des Sports in Hannover erneut an die Spitze des mit mehr als 100.000 Sportlern mitgliederstärksten Landesverbandes im DHB. Neben Ullrich sollen nach dem Willen der Delegierten bis zum Verbandstag 2010 die Vizepräsidenten Wolfgang Gremmel (Finanzen), Thomas Rössing-Schmalbach (Recht), Otto Daseking (Spieltechnik), Gabriele Wach (Ausbildung, Vereinsservice und Breitensport) sowie Thomas Löw (Jugend) im Präsidium mitwirken.

Nachdem das Präsidium während des Außerordentlichen Verbandstages im Vorjahr mit der geplanten Satzungsänderung an der dafür erforderlichen Zweidrittelmehrheit gescheitert war, stimmen die Delegierten jetzt dem von Thomas Rössing-Schmalbach vorgelegten Entwurf zu. Die Verwaltungsinstanz der Bezirke, die mit dem 30. Juni dieses Jahres ihre Arbeit eingestellt hatten, wird nun endgültig abgeschafft. Ein Teil der bisherigen 46 Kreisfachverbände hatte bereits im Vorfeld des Verbandstages von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Regionalverbände zu bilden und sich zu Handballregionen zusammengeschlossen. Mit der Satzungsänderung räumt der HVN den Mitgliedsvereinen im Grundsatz das Recht ein, frei zu wählen, welcher Region sie beitreten.

Grundlegend geändert ist jetzt auch die Stimmenverteilung beim Verbandstag. Den Gliederungen weist die in Hannover auf den Weg gebrachte Änderung insgesamt 80 Stimmen zu, die auf Grundlage der gemeldeten Mannschaften ab D-Jugend aufwärts nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren zugeordnet werden. Ebenfalls geändert ist die Zusammensetzung des Erweiterten Präsidiums, wo neben den Präsidiumsmitgliedern und den Vertretern der Ausschüsse nun auch jeweils ein Vertreter der Regionen stimmberechtigtes Mitglied ist.

Auf den Prüfstand gestellt wird von den Delegierten des Verbandstages der zuletzt 2004 modifizierte Vertrag mit dem Bremer Handballverband (BHV). Der Kontrakt regelt den gemeinsamen Spielbetrieb mit Bremen. Die Delegierten beauftragen das HVN-Präsidium, den Vertrag vorsorglich zu kündigen und dem Erweiterten Präsidium einen Vorschlag für die weitere Zusammenarbeit mit dem Nachbarverband vorzulegen.

Die günstige Gelegenheit, ein wenig Imagewerbung für Beachhandball zu betreiben, nutzt Breitensportreferenten Armin Morawe. Beim "Tag der Niedersachsen" in Cuxhaven finden an drei Tagen Turniere und Mitmachaktionen auf Sand statt.

"350 Kids tauchen ins Handball - Abenteuerland ab" überschreibt die HiN in ihrer Juli-Ausgabe einen längeren Bericht zur Kinderhandball - Olympiade, die diesmal nicht in Hude, sondern beim TSV Barsinghausen in der Nähe von Hannover stattfindet. Auf dem Programm der E-und D-Jugendlichen stehen bei herrlichem Wetter zwei Tage lang die verschiedenen Variationen des Handballspiels: 6 + 1 mit offensiven Abwehr-Formationen, 2 x 3 - 3, 4 + 1 für die Kleinsten und selbstverständlich Beachhandball. Insgesamt finden mehr als 250 Spiele statt; die Stimmung ist super!

Mit der Kampagne "Alles anders - alle gleich - Handballer zeigen Respekt" werben Sparkassen in Niedersachsen, die Landesbausparkasse Nord und die Versicherungsgruppe Hannover (VGH) gemeinsam mit dem HVN bei Sportveranstaltungen für ein friedliches Miteinander. Präsident Wolfgang Ullrich bezeichnet den Abschluss der Kooperationsvereinbarung als einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Knapp 1000 Teilnehmer: Rekord! 11 Spielfelder: Rekord! 88 Teams -45 Damen und 43 Herren: Rekord! Das Beachhandballturnier für Damen-und Herren-Teams in Cuxhaven hebt ab. Nur ein paar Wochen später zieht die Veranstaltung für B- und A- Jugend gleich. Auch hier wühlen 88 Teams im Sand.

Zum achten HVN/Hildesheimer Trainerseminar erscheinen 107 Teilnehmer. Die gemeinsame Veranstaltung des Handballverbandes Niedersachsen und Zweitligisten Eintracht Hildesheim erfreut sich großer Beliebtheit. Auch dank hochkarätiger Referenten hat sich das Seminar in Deutschland einen hervorragenden Namen erworben.

Bei seiner Sitzung in Hannover folgt das Erweiterte Präsidium (EP) der Anregung des Vizepräsidenten Recht, Thomas Rössing-Schmalbach, und gibt "grünes Licht" für die Einleitung eines Prozesses zur Entwicklung eines Leitbildes. "Primär geht es um das Selbstverständnis in der Zusammenarbeit zwischen Präsidium und den Gliederungen", führt Rössing-Schmalbach aus.

Insgesamt 35.000 € investieren die niedersächsischen Handballvereine jährlich in die Lizenzen für die Nutzung der Internetplattform "SIS-Handball". Infrage gestellt wird bei der EP-Sitzung das Kosten -/Nutzen - Verhältnis. 

Thomas Engler ist der neue Mann in der Geschäftsstelle des HVN in Hannover. Der 46-jährige Handballexperte mit A-Lizenz verstärkt seit dem 1. Oktober das HVN-Team.

Die im vergangenen Jahr angeschobene Kooperation zwischen dem HVN und Eastern Cape Südafrika wird mit Leben gefüllt. Drei niedersächsische Trainer - Jürgen Rahm, Mark Pohle und Klaus Damm - halten sich einen Monat lang in Eastern Cape auf, um Trainer auszubilden und Kindern und Jugendlichen ihren Sport nahezubringen.

HVN-Lehrreferentin Mareike Flack verlässt zum 31. Dezember den HVN. Sie hat eine neue Herausforderung in Westfalen gefunden.

2008

Der Rückgang der Mannschaftszahlen im Erwachsenenbereich setzt sich fort! Gegenüber dem Vorjahr fehlen diesmal sogar 113 Teams. Innerhalb von 20 Jahren hat der HVN damit 1335 Erwachsenenmannschaften verloren. Im selben Zeitraum konnte die Zahl der Jugendmannschaften dagegen um 674 Mannschaften gesteigert werden. Das Verhältnis zwischen Jugend und Erwachsenen hat sich komplett gedreht: auf eine Erwachsenenmannschaften kommen mittlerweile mehr als zwei Jugendteams!

Thomas Löw tritt von seinem Amt als Vizepräsident Jugend zurück. Als Nachfolger beruft das Präsidium Achim Haupt (Velpke), der bereits über Erfahrungen in der Verbandsjugendarbeit verfügt.

Katja Klein (Northeim) nimmt ihren Dienst in der HVN Geschäftsstelle in Hannover auf und vervollständigt das Team von Geschäftsführer Gerald Glöde. Sie soll sich unter anderem um die Bereiche Beachhandball, Ferien - und Fördercamps sowie den Tag der Handballjugend kümmern.

Ab der kommenden Saison 2008/09 bleibt es allen betreffenden Vereinen freigestellt, ob sie am HVN-Pokale teilnehmen. Immer wieder hatten sich Vereine über einen zu engen Terminplan beklagt.

Der HVN und der Bremer Handballverband bilden eine fünfköpfige Lenkungsgruppe, die sich bis zum Frühjahr 2009 mit einer Neufassung des Kooperationsvertrages der beiden Landesverbände beschäftigen wird.

„Das ist der Wahnsinn – für uns, für die Region, für alle!“ Nationalspieler Holger Glandorf bringt die überschäumenden Gefühle der Spieler der HSG Nordhorn nach dem Gewinn des EHF-Pokals auf den Punkt. In einem echten Handballkrimi sichern sich die Niedersachsen trotz einer 29:30-Niederlage beim FC Kopenhagen den Titel und machen den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte perfekt. Das Hinspiel in eigener Halle hatten sie mit 31:27 gewonnen.

Es bedurfte intensiver Recherchen, doch dann war es Fakt: die niedersächsische TSV Burgdorf ist der einzige Verein in ganz Deutschland, der in der Saison 2007/08 mit allen Nachwuchsteams von der E- bis zur A-Jugend – sowohl im männlichen als auch im weiblichen Bereich – in der jeweils höchstmöglichen Spielklasse an den Start geht. Nicht nur für diese Bilanz, sondern auch für die sportlichen Erfolge und das Gesamtkonzept wird die TSV Burgdorf mit dem Jugendzertifikat 2008 der Handball-Bundesliga ausgezeichnet.

Die Schlusssirene in der Oldenburger EWE-Arena geht im grünweißen Jubelmeer unter. Sonnabend, 24. Mai, 18.28 Uhr: Es ist vollbracht. Der Challenge-Cup-Gewinner 2008 heißt VfL Oldenburg. Die Bundesliga-Handballerinnen lassen nach dem glatten 31:25-Hinspielerfolg in Frankreich gegen Merignac HB in eigener Halle ein 29:26 (16:15) folgen und sicher sich damit erstmals den Europapokal.
Jubiläum als HVN - Präsident! Seit 10 Jahren führt Präsident Wolfgang Ullrich die Geschicke des mitgliederstärksten Landesverbandes im DHB. Im Sommer 1998 wurde er zum Präsidenten gewählt, nachdem der Alfelder Lehrer bereits zuvor zunächst als Schulsportreferent und als Referent für Ausbildung tätig war und sich danach als Vizepräsident verdient machte.

Im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung diskutieren die Mitglieder des EP über mögliche zukünftige Aufgaben, vor allem aber über das eigene Selbstverständnis. Dr. Ingo Bergner von der gleichnamigen Unternehmensberatung moderiert den zweitägigen Workshop, an dem sich 16 von 26 ordentlichen Mitgliedern des Erweiterten Präsidiums beteiligten. Kennen wir unsere Aufgaben? Welche Ziele haben wir? Sehen wir Konflikte als Chance? Das sind die Kernfragen, mit denen sich die Workshop-Teilnehmer beschäftig auf en.

Drei Tage sind mehr als 100 Trainerinnen und Trainer zu Gast in Hildesheim. Gemeinsam mit Eintracht Hildesheim führt der HVN zum neunten Mal das überaus erfolgreiche Trainerseminar durch.

Die Handballolympiade kehrt zu ihren Ursprüngen nach Hude zurück. Nach dem gelungenen Abstecher 2007 nach Barsinghausen hatten sich die Verantwortlichen des TV Hude wieder bereit erklärt, die Mammutveranstaltung erneut auszurichten. Unterstützung erhalten die Gastgeber durch HVN-Mitarbeiterin Angela Gödecke und die Frau der ersten Handball-Olympiade-Stunde,  Ellen Heidtmann, Minibeauftragte der Region Lüneburger Heide. Über 600 Handballkids finden den Weg nach Hude.

Beachhandball boomt nach wie vor! Neben den drei großen HVN-Turnieren in Cuxhaven für Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden auch in diesem Sommer zahlreiche andere Turnieren auf Sand statt. So zum Beispiel in Winsen an der Luhe, wo der HVN beim "Tag der Niedersachsen" drei Tage lang Beachhandball für alle Altersklassen anbietet. Bereits zum dritten Mal findet das Kempa - Beachhandball-Turnier des Tus Norderney statt - diesmal mit mehr als 750 Teilnehmern. Im Rahmen der Qualifikation für die Deutsche Beachhandballmeisterschaft in Cuxhaven startet traditionell ein großes Turnier mit mehr als 120 Teams in Dangast. Quer durch Niedersachsen wird während der Sommermonate kräftig im Sand gewühlt!

Die von HVN-Vizepräsidentin Gaby Wach ins Leben gerufenen Kinderhandballgrundkurse werden hervorragend angenommen. Schon kurz nach seiner Einfügung findet allein in der Handballregion Oldenburger Münsterland bereits zum dritten Mal ein solcher Lehrgang statt.

HVN-Geschäftsführer Gerald Gloede feiert am 1. Oktober sein 25 -jähriges Dienstjubiläum.

Das Erweiterte Präsidium (EP) des HVN bildet während einer Sitzung im September in Walsrode vier Arbeitsgruppen zu folgenden Themen: "Schiedsrichterwesen", "Schulsport", "Möglichkeiten der Förderung des Ehrenamtes" und "flächendeckende Einführung des freiwilligen sozialen Jahres". Bis zum Frühjahr des kommenden Jahres sollen die Arbeitsgruppen Handlungsempfehlungen vorbereiten.

Auch nach der Pleite bei den Olympischen Spielen in Peking, wo sowohl die Herren als auch die Damen restlos enttäuschen, liegt Handball in der Gunst der Zuschauer mit 23 Prozent immer noch sehr hoch.

Unter der Leitung der zuständigen Vizepräsidentin Gaby Wach wird ein neues Ausbildungskonzept ins Leben gerufen. Jugendliche aus den HVN-Talentförderzentren erhalten das Angebot, im Rahmen einer „Camp-Maßnahme“ (Wochenmaßnahme von Sonntag bis Freitag) zum Schul-/Sportassistenten ausgebildet zu werden. Diese fünftägige Maßnahme schließen die Jugendlichen mit einem Zertifikat ab. Damit erhalten sie schon früh eine "Eintrittskarte" zur C-Trainer-Ausbildung.

2009

Premiere zum Jahresauftakt: der Frauenbeirat des HVN veranstaltet gleich in der ersten Januarwoche des neuen Jahres (4. Januar) einen Handball-Wellness-Tag nur für Frauen in der IGS Mühlenberg in Hannover. 50 Handballerinnen folgen der Einladung. Neben Handball erhalten sie verschiedene Angebote zu Wellness, Beauty und Entspannung. Die Veranstaltung ist ein großer Erfolg und soll unbedingt im nächsten Jahr wiederholt werden.

Am 20. und 21. Februar treffen sich knapp 30 Referenten der Trainerausbildung in Walsrode zu einem Erfahrungsaustausch. Unter anderem werden die Inhalte der einzelnen Bausteine der neu konzipierten C-Trainer-Ausbildung auf sachliche und fachliche Richtigkeit, logischen Aufbau sowie Verständlichkeit geprüft und neu angepasst.
Das Handballförderzentrum in Hildesheim hat den Vollbetrieb aufgenommen. 28 Jungen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren gehören dem Förderzentrum an. Der Handballzweitligist Eintracht Hildesheim betreibt das Leistungszentrum für talentierte Nachwuchshandballer gemeinsam mit dem Christlichen Jugenddorf (CJD) im Elze. Die Jugendlichen wohnen im Internat auf dem Gelände des CJD, wo sich auch das Gymnasium befindet. Je nach Alter und Belastbarkeit absolvieren die Nachwuchsspieler zwischen fünf und zehn Trainingseinheiten pro Woche. Die Punktspiele absolvieren sie in den Jugendmannschaften der Hildesheimer Eintracht.

Gute Nachricht für die Jugendmannschaften in den HVN-Landesligen: auf Vorschlag des Präsidiums beschließt das Erweiterte Präsidium (EP) bei seiner Sitzung in Walsrode drastische Kürzung der Meldegelder. Die Beiträge werden im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Möglich ist dies, da das Haushaltsjahr 2008 mit einen nicht unerheblichen Überschuss abgeschlossen werden konnte. Grund hierfür sind deutliche Mehreinnahmen im Bereich der Geldbußen.

Modifiziert werden auch die Gebührensätze für die Schiedsrichter. Referees, die ab der Saison 2009/10 Begegnungen der Oberliga der Frauen und der Jugend leiten, erhalten demnach - wie bei den Männern - eine Spielleitungsentschädigung in Höhe von 25 € je Schiedsrichter und Spiel. Angehobenen wird auch die Spielleitungsentschädigung für Begegnungen der Jugend-Landesligen auf 20 €.

Die Frauen des VfL Oldenburg holen sich mit einem 28:23 im Endspiel in Riesa gegen den 1. FC Nürnberg den deutschen Pokal.

Mitgliederzuwachs: einen leichten Anstieg von 1257 Mitgliedern weist die neueste LSB-Statistik aus. Mit seinen jetzt 102.616 Mitgliedern kann der HVN seinen sechsten Platz im Gesamtranking der Landesverbände in Niedersachsen behaupten.

Pilotveranstaltung ein voller Erfolg! In der Woche vom 29. März bis zum 3. April findet in Lastrup die erste von zwei Lehrgängen zur „Ausbildung zum Schulsportassistenten“ statt. Die Maßnahme umfasst 32 Lerneinheiten und qualifiziert Jugendliche zu helfenden und unterstützenden Tätigkeiten in Sportvereinen und Schulen. Das Angebot ist zunächst begrenzt auf Jugendliche der Talentförderung.

Am 24. und 25. April findet zum achten Mal das Kinderhandball-Symposium im ver.di - Bildungszentrum in Walsrode statt. Achim Haupt, Vizepräsident Jugend, kann 50 Teilnehmer in der wunderschönen Bildungsstätte begrüßen. Es ist erst mal das letzte Symposium dieser Art. Eine vergleichbare Veranstaltung soll es erst drei Jahre später wieder geben.

Die Spielerinnen des SV Garßen-Celle sind am Ziel ihrer Träume. In einer echten Nervenschlacht gewinnen die Spielerinnen von Coach Martin Kahle das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die 1. Bundesliga gegen SC Markranstädt mit 25:23. Das reicht für das große Ziel! 

Ein ähnliches Kunststück gelingt den Spielern der TSV Burgdorf - Hannover, die eine 24:31 - Niederlage gegen TSV Friesenheim im Rückspiel in eigener Halle noch drehen. Das entscheidende Tor fällt zwei Sekunden vor Schluss: Jacek Bedzikowski verwandelt einen Freiwurf und anschließend die AWD-Hall in ein Tollhaus. Die Landeshauptstadt hat wieder einen Erstligisten!

"Niedersachsen kann stolz sein auf seine Handballer!" Ministerpräsident Christian Wulff spricht von außerordentlichen Erfolgsgeschichten, die die beiden Vereine geschrieben haben. Der Landesvater empfängt im Juni im Gästehaus der Landesregierung in Hannover die zukünftigen Erstligisten aus Celle und Hannover. "Mannschaften wie THW Kiel und SG Flensburg kommen jetzt nicht mehr an Hannover vorbei", sagt er mit Blick auf die attraktive Männer-Bundesliga.

Mehr als 400 Kinder aus 35 Vereinen treffen sich zur Handball-Olympiade, die in diesem Jahr vom TuS BW Lohne ausgerichtet wird. Dank der glänzenden Vorbereitung des Vereins und der HVN -Jugendsprecher wird die Veranstaltung ein riesiger Erfolg.

"Du hast es in der Hand", ist der Titel eines Wettbewerbs zum Thema Organspenden, den der HVN unter Federführung des niedersächsischen Sozialministeriums ins Leben ruft. Geldpreisen in Höhe von 10.000 € winken! An der Pressekonferenz zur Einführung des Wettbewerbs in Hannover nehmen unter anderem Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann, Bundestrainer Heiner Brand und Nationalspielern Holger Glandorf teil.

HVN-Vizepräsident Finanzen Wolfgang Gremmel wird zum vierten Mal in Folge in den Finanzausschuss des Landessportbundes Niedersachsen berufen. Gremmel, nicht nur Vizepräsident Finanzen des HVN, sondern auch des Deutschen Handball Bundes, gilt als Experte in Fragen des Haushaltsreichst. 

Der HVN-Vereinspreis für herausragende Jugendarbeit geht in diesem Jahr an Eintracht Hildesheim. Der Preis ist mit 500 € dotiert. Als zweiten Sieger ermittelt die Jury die HSG Nienburg (Preisgeld 400 €), Platz drei geht an den TSV Anderten (Preisgeld 300 €).