Handball-Talente bereiten sich online auf Sichtungen vor

Seit Januar bereiten sich die Auswahlspieler der Jahrgänge M2007 und W2008 der Gliederungen auf die im II. Quartal geplanten HVN-Sichtungen vor; pandemiebedingt online.

Die Landestrainer bitten zur Online-Sichtung. - Foto: Zehrfeld

„Die Akteure kommen so mit ihren Auswahltrainern regelmäßig alle zwei Wochen zur athletischen Vorbereitung der Sichtung zusammen“, erklärt Landestrainerin Christine Witte. Sie selbst schalte sich regelmäßig den Meetings zu. „Nach meinen Erfahrungen können wir auf dem bisher Geleisteten gut aufbauen, wenn es wieder in die Halle geht.“ Lediglich die obligatorischen 3000-Meter Läufe würden individuell im Freien absolviert. 

„Manche meiner Spielerinnen waren sehr gespannt, vielleicht sogar etwas nervös in der Startphase“, erinnert Lana Caesar von der Handball-Region Mitte Niedersachsen. „Immerhin werden ja Leistungswerte abgefragt“, ergänzt Gundolf Deterding (Handball-Region Süd-Ost-Niedersachsen). Mittlerweile hätten sich aber alle gut an den Onlinebetrieb gewöhnt. „Die Mädchen finden es gut, dass Trainingsmöglichkeiten angeboten werden, es hat sie aus der Lethargie gerissen.“

Lana Caesar hat ähnliche Erfahrungen gemacht. „Was der Handball-Verband Niedersachsen da angeschoben hat, ist gut. Die Kinder haben es dankbar angenommen.“ Inzwischen biete die Region für die jüngeren Jahrgänge ähnliche Veranstaltungen an. 

Manko sei laut Deterding gerade in ländlichen Gebieten oft die mangelnde Verbindungsqualität. „Wir sind leider digitales Entwicklungsland.“ 

Allgemein überwiege die Zufriedenheit bei den beiden Trainern. „Wir haben leider zwei Spielerinnen verloren. Aber bei den anderen ist auch das Gefühl entstanden: Die nehmen uns ernst“, so Caesar.