Buxtehuder SV wechselt zum HVN – Hüdepohl: „Für uns Verpflichtung“

Nach rund 70 Jahren Zugehörigkeit zum Hamburger Handball-Verband wechseln die Handballer des Buxtehuder SV den Landesverband und spielen künftig im Handball-Verband Niedersachsen. HVN-Präsident Stefan Hüdepohl nach Bekanntgabe der Entscheidung: „Für uns ist das Verpflichtung, die Hoffnungen zu erfüllen, die in uns und unsere Struktur gesetzt werden.“

Der Buxtehuder SV wechselt zum Handball-Verband Niedersachsen.

  • Online-Votum für Wechsel nach Niedersachsen.
  • Hüdepohl: „Ein gut aufgestellter Verein.“
  • Prior: „Gewichtige Gründe für den Wechsel.“

Den Verbandswechsel hatten die Mitglieder des BSV in einer Online-Abstimmung beschlossen: „90 Prozent der abgegebenen Stimmen votierten für den Wechsel zum HVN“, meldet der Sportverein via Pressemitteilung.

Hüdepohl: „Wir freuen uns als HVN, dass so ein gut aufgestellter Verein zu uns wechseln möchte, wir werden den BSV mit offenen Armen empfangen.“ Seitens des Handball-Verbandes Niedersachsen sei man bemüht, die bestehenden Verbindungen von Buxtehude und dem Hamburger Handballverband nicht abreißen zu lassen. „Ich sehe hierin eine Chance, gemeinsam die Talentförderung insbesondere im weiblichen Bereich zu verbessern. Ich hoffe, dass wir in naher Zukunft hierzu Gespräche führen können.“

Der Wechsel sei das Resultat von Barrieren, „die uns der Föderalismus setzt. Sport ist grenzenlos, deshalb müssen wir, insbesondere in Metropolregionen, die mehrere Bundesländer umfassen, zu einer anderen Förderung und Zusammenarbeit kommen. Ansonsten werden ähnliche Fälle immer wieder das Klima zwischen den Landesverbänden belasten und Sportlerinnen und Sportlern optimale Bedingungen versagt.“

Die Verantwortlichen des Buxtehuder SV wollen nach eigenen Angaben das Mitglieder-Votum so schnell wie möglich umsetzen „und gehen davon aus, dass die BSV-Handballer bereits zur neuen Saison 2021/22 in Niedersachsen spielen werden“.

„Wir haben uns im Hamburger Handball-Verband über Jahrzehnte gut aufgehoben gefühlt,“ sagt Abteilungsleiter Peter Prior, „aber jetzt gibt es gewichtige Gründe für den Wechsel.“ Das stärkste Argument: Der BSV brauche unbedingt eine „Partnerschule des Leistungssports“ am Gymnasium Süd, „damit Top-Talente endlich auch am Vormittag trainieren können“.

Die Trennung vom Handball-Landesverband Hamburg erfolge nicht im Streit. Peter Prior: „Wir wollen mit dem Hamburger Verband auch künftig weiter zusammenarbeiten – im Interesse des Handballs und seiner Talente.“