Partnerschule des Leistungssports ab Sommer

Das Gymnasium Süd in Buxtehude soll zum Schuljahresbeginn im Sommer zur „Partnerschule des Leistungssports“ werden. Das hat die Gesamtkonferenz des Gymnasiums mit großer Mehrheit beschlossen. Schulleiter Sven Heineken hat jetzt den entsprechenden Antrag ans Kultusministerium auf den Weg gebracht.

Offiziell hält sich die Schulleitung noch bedeckt, bis der finale Bescheid auf dem Behördenweg eingegangen ist. Tatsächlich aber dürfte es jetzt nur noch eine Formsache sein – aus Hannover kommen vorab nur positive Signale.

Die Handball-Abteilung des Buxtehuder SV bemüht sich seit Jahren um die Einführung einer Partnerschule des Leistungssports, damit ihre Talente endlich auch am Vormittag trainieren können. Der Verein hatte sogar den Verband von Hamburg nach Niedersachsen gewechselt, um den Weg für die Partnerschule freizumachen. Davon profitieren können künftig aber auch Kader-Athleten und Athletinnen aus anderen Sportarten.

Das Prinzip der Partnerschule des Leistungssports ist einfach: Bis zu drei Mal pro Woche können die Talente jeweils für zwei Stunden vom Unterricht für Training freigestellt werden. Die Trainer dafür muss der Verein bzw. der Verband stellen. Die Schule bekommt vom Kultusministerium zusätzliche Lehrerstunden, damit der versäumte Lehrstoff am Nachmittag in Kleingruppen nachgeholt werden kann. Ziel: Keine schulischen Nachteile für Leistungssportler. Schulen sollen die besondere Förderung hochbegabter sportlicher Kinder und Jugendlicher ermöglichen – das ist sogar im Niedersächsischen Schulgesetzt als Ziel verankert. 

BSV-Manager Peter Prior freut sich über die positive Entwicklung: „Ein großer Dank geht an Schulleiter Sven Heineken, an Sportkoordinator Karsten von Eitzen und alle Kräfte, die das Projekt unterstützt haben.“