TSV Hannover-Burgdorf: „Neue TSV-Aufgaben für Adam Weiner“

Adam Weiner ist kein gewöhnlicher Handballspieler – der aktuelle Bundesligatorhüter der TSV Hannover-Burgdorf liebt und lebt den Handballsport wie kaum ein anderer. Nach insgesamt zehn Jahren in der „stärksten Liga der Welt“ wird der ehemalige polnische Nationaltorwart im Sommer eine Erholungspause einlegen. „In Absprache mit unserer ärztlichen Abteilung werde ich meinem Körper die nötige Zeit zur Regeneration geben und den Profisport als aktiver Torhüter zunächst verlassen“, erklärt Weiner seinen Entschluss.

 

Der 37-Jährige, der sowohl die deutsche als auch die polnische Staatsbürgerschaft besitzt, wird der TSV Hannover-Burgdorf aber erhalten bleiben und sich neuen Aufgaben widmen. „Ich werde nach der Sommerpause die Funktion als Torwarttrainer der ersten und zweiten Mannschaft übernehmen. Zudem werde ich in der Reservemannschaft gemeinsam mit Malte Semisch das Torhüterduo bilden“, verrät Weiner seine Zukunftspläne. „Wir freuen uns, dass uns der Mensch Adam Weiner erhalten bleibt und sind stolz, dass so ein erfahrener und erfolgreicher Sportler seine Laufbahn in einer neuen Funktion bei uns fortsetzen möchte“, sagt TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton.    

Der Inhaber der Trainer B-Lizenz kann sich durchaus vorstellen, nach dem endgültigen Ende seiner aktiven Spielerkarriere den Rollenwechsel zum Coach an der Seitenlinie zu vollziehen. „Ich will auch nach meiner Laufbahn weiterhin im Handball aktiv sein. Dieser Sport hat mich mein ganzes Leben begleitet und wir dies auch in Zukunft tun.“ 

Ohne den Rückhalt innerhalb der Familie wäre dieses Vorhaben aber nur schwer umsetzbar. „Meine Frau Katarzyna und mein Sohn Filip haben mich auch in schlechten Zeiten immer unterstützt. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar“, so der 37-jährige, der sich mit seiner Familie in Burgdorf richtig heimisch fühlt. „Bei der TSV Hannover-Burgdorf habe ich mich unglaublich schnell eingelebt. Es ist ein sehr gut geführter Verein, der noch viel Potential besitzt“, lobt der 54-fache polnische Nationalspieler seinen alten und neuen Arbeitgeber.

Die Karriere des Adam Weiner wurde zwar auch von einigen Rückschlägen wie zum Beispiel einem Kreuzbandriss im Jahr 2000 begleitet, in erster Linie wird der Torhüter aber als äußerst erfolgreich in die Handball-Geschichtsbücher eingehen. „In Wilhelmshaven sind wir in meiner Zeit bis in die Bun-desliga aufgestiegen, in Göppingen habe ich 2011 den EHF-Pokal gewinnen können und mit der TSV Hannover-Burgdorf ist uns in dieser Serie ein Punkte- und Zuschauerrekord gelungen“, zählt Weiner auf. 

Der zweite Platz bei der Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland war für den gebürtigen Polen aber der absolute Karrierehöhepunkt. „Die Silbermedaille bedeutet mir sehr viel und an dieses tolle Tur-nier werde ich mich immer mit Stolz erinnern.“ Noch wichtiger als die Erfolge sind für Weiner aber die vielen Freundschaften, die sich durch den Handball ergeben haben. „Ich habe nicht nur sehr viele nette Menschen kennengelernt, sondern es haben sich auch einige feste Freundschaften entwickelt.“  PM TSV Hannover-Burgdorf