Traineraus- und fortbildung: „Sind vorbildlich aufgestellt“

„Wir sind in Niedersachsen im Bereich Traineraus- und –fortbildung alles in allem sehr vorbildlich aufgestellt“, sagt Gabriele Wach, Vizepräsidentin Bildung und Entwicklung des Handball-Verbandes Niedersachsen. Fazit des Treffens der Referentinnen und Referenten in der Trainerausbildung in Walsrode. An die 30 Teilnehmer zogen Bilanz des Ausbildungsjahres 2010 - und wagten Blicke in die Zukunft.

Überfachliche Informationen für die Referenten, Jahresplanung der Referenteneinsätze, Erfahrungsaustausch zu Themen der C-Trainerausbildung – „Warm up“ zum siebten Treffen dieser Art, an dem Gabriele Wach und HVN-Bildungsreferent Volker Uecker auch in Zukunft festhalten wollen. Volker Uecker: „Inzwischen hat sich ein festes Referententeam etabliert, in das kontinuierlich junge Nachwuchsreferenten eingegliedert werden.“ Gabriele Wach: „Der Gedanken- und Informationsaustausch zwischen ‚alten‘ und ‚neuen‘ Referenten hat sich bereits über Jahre hinweg positiv auf die Arbeit an der Basis ausgewirkt.“

Nur in einem „starken Kompetenzteam“ könnten die zahlreichen Bildungsaufgaben in einem Flächenland wie Niedersachsen bewältigt werden. „Auch in der eigenen methodischen und fachlichen Weiterbildung haben wir uns stetig weiter qualifiziert“, sagt die Vizepräsidentin – und verweist unter anderem auf die Referentenlizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes, die im Lehrstab des Handball-Verbandes Niedersachsen längst Einzug gehalten hat.

Qualität in der Ausbildung wird in den Gliederungen des Handball-Verbandes Niedersachsen nachgefragt: Seit Einführung des „Kinderhandball-Grundkurses“ im Jahr 2005 hat der Handball-Verband Niedersachsen mit den Wochenendlehrgängen an die 500 Teilnehmer pro Jahr erreicht. „Und ein Ende ist noch nicht abzusehen“, formuliert Volker Uecker. Gemeinschaftsaufgabe von Verband und Gliederungen müsse sein, diese Begeisterung auch auf das Interesse an der 120 Unterrichtseinheiten umfassenden Ausbildung zum C-Trainer zu übertragen.

Absicht der Mitarbeiter des Ressorts Bildung und Entwicklung ist für die Zukunft, speziell bei den Teilnehmern der Kinderhandball-Grundkurse für die weiterführenden Ausbildungsbausteine zu werben. „Unser Sport braucht qualifizierte Mitarbeiter“, sagt Gabriele Wach.

Vorgestellt wurde in Walsrode das neu aufgelegte Referentenhandbuch für die „Kinderhandball-Grundkurse“. „Auch mit der Überarbeitung der C-Trainer-Ausbildung sind wir auf der Zielgeraden“, sagt Volker Uecker. „Was noch fehlt, ist die Detailabstimmung mit den Vorgaben, die uns der Deutsche Handballbund mit auf den Weg gegeben hat. Im nächsten Schritt können wir über eine inhaltliche Fortschreibung der Fortbildungsmaßnahmen für die C-Trainer nachdenken.“

Gastreferent der Tagung in Walsrode war Klaus Feldmann (handball-akademie.de). Nachdem Feldmann 2010 die Schwerpunkte seiner Ausführungen auf das Spiel eins gegen eins gesetzt hatte, knüpfte er in diesem Jahr nahtlos daran an. „Breit und  steil“, beschreibt Volker Uecker die Ausbildungsansätze. In den Demo-Mannschaften unterstützten Jugendliche der HSG Heidmark und des MTV Soltau. oti / r