Süostniedersachsen: Schütte und Co. bestätigt

Unverändert geht die Führungsriege der Handball-Region Südostniedersachsen in die nächste Amtsperiode. Beim Regionstag am Wochenende in Wolfenbüttel wurde der gesamte Vorstand um den Vorsitzenden Helmut Schütte für weitere drei Jahre in den Ämtern bestätigt. Wobei Schütte selbst, Siegfried Völkel (stellv. Vorsitzender Recht), Dieter Hummes (Bildung & Entwicklung) und Birgit Leithäuser (Finanzen) ohne Gegenkandidat und auch ohne Gegenstimme blieben. Mehr zittern musste der alte und neue stellv. Vorsitzende Spieltechnik, Günter Diederich.

Helmut Schütte.

Er konnte sich erst im zweiten Wahlgang gegen Andreas Wolff (Weyhausen) durchsetzen. Bereits im ersten Wahlgang war Hans-Georg Taschka auf der Strecke geblieben.

Bevor sich die Versammlung allerdings an die Abarbeitung der Tagesordnung mit ihren 15 Punkten heranmachte, begrüßte Helmut Schütte die Ehrengäste. Das Präsidium des HVN war gleich doppelt vertreten, was Schütte durchaus auch als Würdigung der geleisteten Arbeit verstanden wissen wollte. Neben dem Präsidenten Wolfgang Ullrich war auch die Vizepräsidentin Ausbildung, Gabriele Wach, nach Wolfenbüttel gereist.

Das Grußwort überließ Wach allerdings ihrem Chef. Wolfgang Ullrich zeigte sich zufrieden nach den ersten drei Jahren in den neuen Strukturen. Die Startschwierigkeiten sollten mittlerweile behoben sein. Nach Studium der Berichte stellte Ullrich fest, dass viel Arbeit von guten Arbeitern geleistet worden sei. Er erinnerte an die Bedeutung des Ehrenamtes. Das kommende Jahr sei von der Europäischen Union zum Jahr des Ehrenamtes ausgerufen worden, erinnerte der HVN-Präsident. Im Verband beschäftige sich aktuell ein Ausschuss mit diesem Thema. „Wir wollen vorbereitet sein, falls es von der EU Geld für Ehrenamtsprogramme gibt“, sagte Ullrich mit einem Augenzwinkern. Er wies aber auch auf ein immer größer werdendes Problem hin: Viele Hallen kämen durch unterschiedliche Konjukturprogramme in den Genuss, saniert zu werden. Der Haken an der Sache: Auflagen der kommunalen Unfallversicherer ließen kaum mehr zu, dass vorschriftsmäßige Handballlinien auf die Hallenböden geklebt würden. „Es geht alles nur noch nach DIN-Vorschrift“, beklagt Ullrich, der die Vereine zu großer Aufmerksamkeit in dieser Sache aufruft.

Eine weitere Hauptrolle beim Regionstag spielte Doris Grube von der SG Sickte/Schandelah. Sie wurde für ihre langjährigen Verdienste um den Handballsport mit der Regionsehrennadel ausgezeichnet. Die Geehrte ist seit 34 Jahren aktive Handballspielerin, seit 1991 in der Abteilungsleitung der SG Sickte-Schandelah und steht seit mehr als 25 Jahren der Handballabteilung des SV Veltheim vor.

Nach dem Bericht des Kassenprüfers Burkard Müller und der Aussprache über die Berichte des Vorstandes sowie der Bestätigung der Ordnungen der HRSON befassten sich die anwesenden Vereinsvertreter mit dem Antrag des Vorstandes auf Satzungsänderungen. Nach intensiver Diskussion und einigen Änderungen bzw. Ergänzungen, die vor allem von Vereinen aus dem Altkreis Braunschweig eingebracht wurden, haben die anwesenden Vereinsvertreter der überarbeiteten Satzung einstimmig zugestimmt.

Neu in der Satzung verankert ist nun eine alljährliche Zusammenkunft, die jeweils im Mai stattfinden soll. Der Präsident des Handballverbandes Niedersachsen, Wolfgang Ullrich, wies in diesem Zusammenhang nachdrücklich darauf hin, dass dieses Gremium keinerlei Entscheidungsbefugnis habe. Es könne lediglich eine Informationsveranstaltung sein. Mit der Schaffung dieses „kleinen Regionstages“ bekommt der Vorstand der HRSON nicht nur weitere Arbeit, sondern vielmehr auch ein weiteres Podium, um die Vereine noch besser mit Informationen zu versorgen.

Wiederum Braunschweiger Vertreter hatten sich beschwert, noch nicht einen Haushalt der Handballregion gesehen zu haben, obwohl gerade das bereits zugesichert worden war. Dem konnte Schütte allerdings entgegenhalten, das bei den Sitzungen des Erweiterten Vorstandes auch die Vertreter der Altkreise zugegen waren. Diese hätten die Informationen doch an „ihre Vereine“ weitergeben können. Etwas Befremden beim Vorstand löste die Antwort eines dieser Altkreis-Vertreter aus. „Ich wusste nicht, ob ich das weitergeben darf.“ Künftig werden Haushaltsplan und Etatfragen genauso Thema sein bei der neu ins Leben gerufenen Pflicht-Arbeitstagung wie aktuelle Themen aus dem Bereich der Spieltechnik. rg