Niedersachsen II gewinnt HVN-Pokalturnier 2011

Premiere geglückt: 2011 führte der Handball-Verband Niedersachsen sein Pokalturnier erstmals nicht nur am Standort Springe, sondern auch in Emmerthal durch: Acht Mannschaften der weiblichen und acht der männlichen Jugend beteiligten sich an dem Vorbereitungsturnier zur Länderpokal-Vorrunde 2012. Im Wettbewerb der männlichen Jugend beendete das Team Niedersachsen II das Turnier auf Platz eins.

Ole Diringer (weißes Trikot) vom Team Niedersachsen II.

In Emmerthal bestiegen nach dem Turnier der weiblichen Jugend die Spielerinnen des Landesverbandes Niederrhein die oberste Stufe des Siegerpodestes. Der HVN-Optimierungskader w96/97 beendete das Turnier auf Platz acht und übernahm damit die „Rote Laterne.“

Niedersachsen I wurde siebter Sieger im Wettbewerb der männlichen Jugend in Springe.

HVN-Landestrainer Thomas Engler: „Wir haben von den teilnehmenden Landesverbänden durchweg positive Rückmeldungen bekommen, was sicherlich auch der Verdienst der örtlichen Ausrichter ist, sprich der Sportfreunde Springe und der TSG Emmerthal.“

Unter den Gästen des Turniers der männlichen Jugend weilte am Finaltag unter anderem DHB Junioren-Nationaltrainer Christian Schwarzer. In Emmerthal überzeugte sich am Sonnabend Jugend-Bundestrainerin Ute Lemmel vom Leistungsstand der Auswahlspielerinnen der acht Landesverbände. Die Siegerehrung in Emmerthal nahm Landestrainer Thomas Engler, die in Springe HVN-Jugendspielwart Heinz-Georg Lahrmann vor.

Der „Freundeskreis des Deutschen Handballs“ würdigte das Engagement der teilnehmenden Verbände um die Leistungsförderung mit Teilnehmer-T-Shirts.    

Thomas Englers Fazit: „Das Turnier zehn Wochen vor dem Länderpokal-Vorrunde sollte Aufschluss über die Leistungsstände der beiden Optimierungskader geben. Es kommt noch eine Menge Arbeit auf uns zu, vor allem im weiblichen Bereich. Hausaufgaben für die Kaderathleten, Lehrgangsmaßnahmen, weitere Vorbereitungsturniere – wir machen einen Schritt nach dem anderen, um Mitte Januar mit anderen Landesverbänden auf Augenhöhe zu sein. Dann sehen wir mal weiter...“

Höhepunkt des Finaltages war das Spiel um Platz eins im Wettbewerb der männlichen Jugend, in  dem Niedersachsen II die Vertretung aus Hessen mit 29:25 in die Schranken wies. Niedersachsen I wurde aufgrund der vorzeitigen Abreise der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt kampflos siebter Sieger, der Optimierungskader w96/97 unterlag im Spiel um Platz sieben des Turniers  der weiblichen Jugend Sachsen-Anhalt mit 26:27 nach Siebenmeter-Werfen.

Männliche Jugend: Niedersachsen II – Hessen 29:25

Die Zuschauer verfolgten von Beginn an ein Finale auf hohem Niveau, mit leichten Vorteilen auf Seiten der Gäste bis zur 15. Spielminute. Niedersachsen ließ sich nicht abschütteln, ging in der 21. Spielminute erstmals mit zwei Toren in Führung (10:8). Als Rückhalt zeigte sich Torhüter Frederick Lüpke, der wesentlichen Anteil daran hatte, dass die Gastgeber den Zwei-Tore-Vorsprung in die Halbzeit retteten (14:12). Kurz nach Beginn von Spielzeit zwei glich Hessen auf 16:16 aus. Was folgte, war ein offener Schlagabtausch der Finalisten. HVN-Trainer Ludger Emke nahm eine Auszeit, brachte Torhüter Lennart Gobrecht für Frederick Lüpke, stellte die Abwehr um. Bis zur 50. Spielminute zog Niedersachsen II auf einen Zwei-Tore-Vorsprung davon. Die Schlussminuten gehörten dann eindeutig den Niedersachsen, die sich als Einheit präsentierten. Immer wieder setzte Timo Kastening Kreisläufer Frederic Stüber gekonnt in Szene, der die Torchancen sicher nutzte. Niedersachsen zog bis auf 27:23 davon. Am Ende hatten die Niedersachsen mit 29:25 die Nasen vorn.
 
Weibliche Jugend: Niedersachsen – Sachsen-Anhalt 26:27 (nach Siebenmeter-Werfen)

Dritte Niederlage im dritten Spiel, dennoch gab sich Landestrainer Thomas Engler zufrieden mit  dem Auftritt des Optimierungskaders w96/97 gegen Sachsen-Anhalt: „Die Mannschaft ist in der zweiten Spielhälfte bis ans Limit gegangen und hat dabei gesehen, dass man ein Spiel über die kämpferische Einstellung drehen kann.“ Der Spielfilm ähnelte dem der beiden vorausgegangen Begegnungen mit niedersächsischer Beteiligung. Die HVN-Auswahl übernahm von Beginn an die Spielführung, lag in der 12. Spielminute mit fünf Toren in Front (7:2) – Folge des Gegenstoßspiels, das Landestrainer Engler eingefordert hatte. Mitte der zweiten Halbzeit ließen die Kräfte nach. Engler begann zu wechseln. Sachsen-Anhalt schloss auf. Zur Halbzeit zeigte die Anzeigetafel ein 12:12-Unentschieden. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Sachsen-Anhaltinerinnen mit zwei Toren in Führung, hielten den Vorsprung bis zwei Minuten vor Spielende. Quasi mit dem Schlusspfiff glichen die Niedersachsen aus (22:22). Im anschließenden Siebenmeterwerfen behielten die Gäste die Oberhand.

„Spiegelbild des zweiten Vorrundentages“

Landestrainer Thomas Engler bezeichnete die Abläufe und Ergebnisse der Finalspiele am Sonntag als Spiegelbild derer des zweiten Vorrundentages am Sonnabend.

Weibliche Jugend: Niedersachsen – Hessen 20:29

Der Auftakt war vielversprechend: Mit 6:1 setzten sich die Niedersachsen gleich zu Beginn der Begegnung ab. Nach zehn Minuten drehte sich das Blatt. Hessen schloss auf, ging in Führung. Landestrainer Thomas Engler: „Die Gäste waren uns körperlich überlegen. Das machte sich bemerkbar. Über den Wechsel setzte die Schwächephase bei uns ein.“ Aus Sicht des Landestrainers unnötige Zeitstrafen in Halbzeit zwei, Unkonzentriertheit und daraus folgende Abspielfehler führten schließlich zum  20:29-Endergebnis.

Männliche Jugend: Niedersachsen I - HV Hessen 21:35

Die Niedersachsen gingen zaghaft in die Partie. Kapitän Hannes Feise: „Wir hatten zu viel Respekt gegen die älteren, körperlich stärkeren Hessen.“ Nur bis zum 2:2 hielten die Gastgeber mit, Hessen zog bis zum 2:9 davon. In Halbzeit zwei legten Feise und Co. den Respekt zunehmend ab, optimierten die 3-2-1-Abwehr. „Wir waren dann auf allen Positionen besser aufgestellt“, sagt Feise. „An der Niederlage konnte das aber nichts mehr ändern.“

Männliche Jugend: Niedersachsen II - Sachsen-Anhalt 38:31

„Eine gute Abwehrleistung, im Angriff gefiel das Spiel ohne Ball.“ Frederic Stüver, Kapitän des Teams Niedersachsen II, wirkte nach dem Schlusspfiff zufrieden. Die Begegnung gegen die Sachsen-Anhaltiner war lange ausgeglichen, wenn auch mit leichten Vorteilen für die Niedersachsen, nicht zuletzt aufgrund der Paraden von Torhüter Lennart Gobrecht. Kapitän Stüver: „Wir haben als Team zusammengespielt, dass machte den Sieg perfekt.“

Weibliche Jugend: Niedersachsen – Hamburg 22:27

Halbzeit eins ähnelte der Partie der Niedersachsen gegen Hessen. Vielversprechender Auftakt mit einer 4:1-Führung, Kräfteeinbruch… Hamburg ging bis zur Halbzeit in Führung. Ein Kraftakt der Niedersachsen dann in Halbzeit zwei: Die Gastgeberinnen schlossen auf, gingen mit den Gästen auf Tuchfühlung (17:17). Aus Sicht von Landestrainer Thomas Engler unnötige Zeitstrafen ließen die Hamburger dann davonziehen. Thomas Engler: „In der Summe kommen die 97-Er in der Leistung noch nicht an die 96-Er heran. Wir sind mit Abstand die körperlich schwächste Mannschaft im Wettbewerb. Da gibt es noch Nachholbedarf.“

Männliche Jugend: Niedersachsen I gegen Hamburg 28:35

Im Spiel gegen Hamburg zeigte die 95/96-er Auswahl eine solide Leistung über 60 Minuten. Zweimal gingen die Niedersachsen in Führung: (8:7; 14:13). Dann ließen die Kräfte nach. Co-Trainer Mirco Neunzig: „Einige kleine Fehler im technischen Bereich und in der Kommunikation verhinderten, dass wir besser abgeschnitten haben.“ Kapitän Jago Mävers: „Das war ein starker Beginn. Nach der Halbzeit zog Hamburg dann davon. Da wäre mehr drin gewesen.“

Männliche Jugend: Niedersachsen II - Niederrhein 37:26

Nach dem 2:2 gab Niedersachsen das Heft nicht mehr aus der Hand, trumpfte in allen Belangen auf. „Hervorzuheben sind Torhüter Frederick Lüpke und die Kapitäns-Achse Kastening-Stüber“, sagt HVN-Landestrainer Klaus-Dieter Petersen. „Das Team hat sich ordentlich präsentiert.“ Die Mannschaft sei auf „einem ordentlichen Weg“. Petersen und HVN-Trainer Ludger Emke sehen aber auch noch  Entwicklungsfelder für kommende Maßnahmen.

„Durchwachsene Ergebnisse“

Schon der erste Spieltag am Freitag der HVN-Pokal-Turniere in Springe und in Emmerthal endete mit „durchwachsenen Ergebnissen“ für die Vertretungen des Handball-Verbandes Niedersachsen.

Weibliche Jugend: Niedersachsen – Schleswig-Holstein 23:26

HVN-Landestrainer Thomas Engler konnte der Auftaktniederlage des Optimierungskaders w97/97 durchaus etwas Positives abgewinnen: „Wir sind mit dem Ziel in den Wettbewerb gegangen, uns als Mannschaft zusammenzufinden. Was die jungen Damen gegen die körperlich überlegenen Schleswig-Holsteinerinnen geleistet haben, war okay.“ Der Landestrainer selbst nutzt das Turnier, um „noch einmal der ein oder anderen Spielerin die Möglichkeit zu geben, sich vor der Länderpokal-Vorrunde im Januar zu zeigen“.
Zu Beginn der Auftaktbegegnung zogen die Niedersachsen auf 4:3 davon.  Schleswig Holstein drehte den Spieß um, ging mit 8:5 in Führung. Die Gäste hielten die Gastgeber zunächst auf Distanz, die legten zu und glichen zur Halbzeit auf 12:12 aus. Die zweite Spielhälfte dominierten die Schleswig-Holsteinerinnen. Thomas Engler: „Unglückliche Aktionen, Lattentreffer und technische Fehler unsererseits  trugen ihren Anteil dazu bei, dass sich die Gäste immer wieder auf zwei bis drei Tore absetzen konnten. Insgesamt gesehen geht die Niederlage völlig in Ordnung.“

Männliche Jugend: Niedersachsen I – Schleswig Holstein 29:38

Die Nervosität war den Schützlingen von HVN-Landestrainer Klaus-Dieter Petersen anzumerken: Schleswig-Holstein nutzte die Unkonzentriertheit der Gastgeber und nahm von Beginn an das Heft in die Hand. Bis Mitte der Hälfte lagen die Gäste mit jeweils zwei bis drei Toren in Front. Die Gastgeber wachten auf, zeigten sich flink auf den Beinen. Der Lohn der Mühen? Der Ausgleich in der 19. Spielminute (9:9). Schleswig-Holstein setzte auf die eigene körperliche Überlegenheit, griff in der Abwehr energischer zu. Die Folge: Technische Fehler auf Seiten der Niedersachsen, die die Gäste konsequent per Gegenstoßspiel ausnutzten und schon zur Halbzeit mit 16:12 in Front gingen. In Halbzeit zwei ließ Schleswig-Holstein nichts mehr anbrennen. Klaus-Dieter Petersen: „In der Mannschaft haben wir überwiegend die jüngeren Spieler des Optimierungskaders zusammengefasst. Dafür, dass sie den Gegnern körperlich unterlegen waren, haben sie sich die eine oder andere Chance schön herausgespielt. Die Mannschaft muss sich erst noch finden.“

Männliche Jugend: Niedersachsen II – Westfalen 41:32

Ob HVN-Landestrainer Klaus-Dieter Petersen mit einem Sieg in dieser Deutlichkeit gerechnet hatte, ließ er offen. Die Niedersachsen zeigten sich von Beginn an konzentriert und konsequent, gingen nach zwei Tempogegenstößen in Folge schon in der siebten Spielminute mit 7:2 in Führung. Die Gastgeber behielten in den 1:1-Situationen die Überhand, setzten gegen die offensive 3:2:1 Abwehr immer wieder die Kreisläufer gut in Szene. Nach der Halbzeitpause (25:17) setzte Westfalen auf eine 6:0-Abwehr – und sorgte damit für einen Bruch im Spiel der Niedersachsen. Die Gäste verkürzten zwischenzeitlich auf einen Fünf-Tore-Abstand (27:22, 35. Spielminute), bis der niedersächsische Rückraum in Gang kam. Klaus-Dieter Petersen fand vor allem lobende Worte für die Abwehrreihen:  „Wir haben über 60 Minuten eine konsequente 3:2:1-Abwehr gespielt. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Mit Beginn der zweiten Halbezeit haben wir uns im Angriff eine kurze Verschnaufpause gegönnt. Als der Rückraum dann in Fahrt kam, hatte Westfalen nichts mehr entgegen zu setzen.“ oti / ms /cg

Die Ergebnisse des Wettbewerbs in Emmerthal (weibliche Jugend):

Freitag

Hessen –Hamburg 21:31
Niedersachsen – Schleswig-Holstein 23: 26
Sachsen-Anhalt – Westfalen 25: 32
Brandenburg  – Niederrhein 17:19

Sonnabend

Niedersachsen – Hessen 20:29
Schleswig-Holstein – Hamburg 22:21
Westfalen – Niederrhein 24:27
Sachsen-Anhalt – Brandenburg 14:23
Hessen – Schleswig-Holstein 23:28
Niedersachsen – Hamburg 22:27
Sachsen-Anhalt – Niederrhein 19:29
Westfalen – Brandenburg 27:22

Sonntag:

Spiel um Platz sieben: Niedersachsen – Sachsen-Anhalt 26:27 (nach 7-Meter-W.)
Spiel um Platz fünf: Brandenburg – Hessen 17:21
Spiel um Platz drei: Westfalen – Hamburg 28:22
Spiel um Platz eins: Schleswig-Holstein – Niederrhein 22:23

Abschlusstabelle

1. Niederrhein
2. Schleswig-Holstein
3. Westfalen
4. Hamburg
5. Hessen
6. Brandenburg
7. Sachsen-Anhalt
8. Niedersachsen

Die Ergebnisse des Wettbewerbs in Springe (männliche Jugend):

Freitag

Hessen – Hamburg 30:25
Niedersachsen I  –  Schleswig-Holstein 29:38
Niedersachsen II – Westfalen 41:32
Sachsen-Anhalt – Niederrhein 26:26

Sonnabend

Niedersachsen I – Hessen 21:35
Schleswig-Holstein – Hamburg 26:26
Westfalen – Niederrhein 22:34
Niedersachsen II – Sachsen-Anhalt 38:31
Hessen – Schleswig-Holstein 28:24
Niedersachsen I – Hamburg 28:35
Niedersachsen II – Niederrhein 37:26
Westfalen – Sachsen-Anhalt 36:27

Sonntag

Spiel um Platz sieben: Niedersachsen I – Sachsen-Anhalt (Sachsen-Anhalt nicht angetreten)
Spiel um Platz fünf: Niederrhein – Hamburg 31:22
Spiel um Platz drei: Schleswig-Holstein – Westfalen 31:25
Spiel um Platz eins: Hessen – Niedersachsen II 25:29

Abschlusstabelle

1. Niedersachsen II
2. Hessen
3. Schleswig-Holstein
4. Westfalen
5. Niederrhein
6. Hamburg
7. Niedersachsen I
8. Sachsen-Anhalt

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