Licht und Schatten im Saarland – Landestrainer ziehen Bilanz

Die Landestrainer Thomas Engler und Klaus Dieter Petersen haben gestern Bilanz des Abschneidens der HVN-Kader w97 und m96 beim Einladungsturnier des Handball-Verbandes Saar am Wochenende gezogen. Während Engler mit Blick auf die Leistungen des Kaders w97 von „Licht und Schatten“ spricht, hätte laut Klaus-Dieter Petersen der Kader m96 „Niedersachsen ordentlich vertreten“.

Die weibliche HVN-Auswahl beendete das Turnier in Merzig auf Platz fünf, die männliche Auswahl kehrte als Sieger des Wettbewerbs in Brotdorf zurück nach Niedersachsen.

Thomas Engler, der den HVN-Kader w97 betreute: „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein.“ Nach gutem Start im ersten Spiel gegen die ARGE Rheinland-Pfalz (34:27) seien die „jungen Damen“ in den weiteren Begegnungen nicht mehr in der Lage gewesen, die zum Teil guten Ansätze in Angriff und Abwehr der Auftaktbegegnung über die jeweilige Dauer der Folge-Begegnungen aufrechtzuhalten. Insbesondere die schwachen Torhüterinnenleistungen hätten in den Spielen gegen Hessen (24:28), Niederrhein (25:30) und das Saarland (21:23) ein positives Gesamtergebnis verhindert.

Die HVN-Auswahl war in Merzig die einzige, die am Sonnabend drei Spiele über die volle Spielzeit spielen musste. Eine Reihe kleiner Verletzungen und konditionelle Probleme waren die Folge. Engler: „In den nun verbleibenden drei Monaten bis zur DHB-Sichtung im Februar 2012 wird neben der zwingend erforderlichen Verbesserung der körperlichen Verfassung, auch die Entwicklung der individuell technischen Fertigkeiten, eine gemeinsame Aufgabe von Heim- und Auswahltraining sein.“

Während bei den Mädchen von Spiel zu Spiel die Kräfte schwanden, scheinen die Angehörigen das HVN-Kaders m96 von Begegnung zu Begegnung besser in das Turnier gefunden zu haben. „Was schlussendlich auch mit dem Turniersieg belohnt wurde“, resümiert Klaus-Dieter Petersen.

In der Auftaktbegegnung unterlagen die Niedersachsen gegen die körperlich überlegenen Athleten des Handball-Verbandes Niederrhein mit 23:30, setzten sich dann aber gegen Hessen (35:30), Rheinland-Pfalz (35:28) und den Handball-Verband Saar mit 39:32 durch.

Laut Petersen sei der Kader m96 in der Seffersbachhalle in Brotdorf als Mannschaft aufgetreten, in der jeder Spieler seinen Anteil am Erfolg gehabt habe. „Athletisch sehe ich im Bereich der 96-Er noch Defizite. Wir werden weiter an den individuellen Leistungen und im Bereich Kraft arbeiten müssen, vielleicht auch noch den ein oder anderen groß gewachsenen Spieler in die Mannschaft integrieren.“

Im Mittelpunkt der kommenden Maßnahmen stehe jetzt die Vorbereitung auf die DHB-Sichtung im März in Ruit. „Da werden wir einen neuen Handball kennenlernen“, verspricht Petersen. „Der Süden arbeitet technisch ausgeprägter.“

Grundsätzlich hätten die kleineren Verbände in der Leistungsförderung nicht unerheblich aufgeholt. Petersen: „Den klaren Favoriten gibt es bei den Turnieren nicht mehr. Das ist auch Folge der Zentralisierung von leistungsorientiert arbeitenden Vereinen in den einzelnen Verbänden. Die Jugend-Bundesliga trägt ihren Anteil dazu bei.“ oti

Die Abschlusstabelle des Turniers w97

1. HV Niederrhein 7:1, 113:93
2. ARGE Rheinland-Pfalz 5: 3, 97:100
3. HV Hessen 3:5, 84:87
4. HV Saar 3:5, 93:103
5. HV Niedersachsen 2:6, 104:108

Die Abschlusstabelle des Turniers m96

1. HV Niedersachsen 6: 2, 132:120
2. HV Saar 6:2, 129:122
3. HV Niederrhein 4:4, 105:110
4. HV Hessen 2:6, 120:125
5. ARGE Rheinland-Pfalz 2:6, 93:102