Länderpokalauftakt: Kellner trifft zum Start nach Maß

Was für eine Spannung: Der HVN-Kader M1999 hat seine Auftaktbegegnung beim Länderpokal des Deutschen Handballbundes in Berlin gewonnen. Die Niedersachsen bezwangen Schleswig-Holstein mit 26:25. Zur Halbzeit hatten die Schützlinge von Landestrainerin Christine Witte und den HVN-Trainern Stephan Lux und Thomas Cordes noch mit 12:13 zurückgelegen.

Warf den Siegtreffer: Johannes Kellner (am Ball). - Foto: Schlotmann

Stephan Lux warnte nach Spielschluss vor zu viel Euphorie: „Wir haben ein Spiel gewonnen; mehr nicht. Wir haben in der Gruppenphase noch drei starke Gegner vor der Brust.“

In der Vorrundengruppe B trifft die Niedersachsenauswahl am Donnerstag um 17.30 Uhr auf den Handball-Verband Saar. Am Freitag stehen den Niedersachsen um 13.30 Uhr die Talente des Thüringer Handball-Verbandes und um 16.30 Uhr die des Handball-Verbandes Sachsen gegenüber.

Lux zum Spiel gegen Schleswig-Holstein: „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

Die Niedersachsen hatten den besseren Start in die 50 Spielminuten erwischt. Finnian Lutze brachte das HVN-Team im zweiten Angriff mit 1:0 in Führung, Bastian Weiss traf zum 2:1, Lukas Range zum 3:2, Veit Mävers zum 4:3. Es entwickelte sich mehr und mehr ein offener Schlagabtausch. Ab der siebten Minute drehte Schleswig-Holstein den Spieß um, ging zunächst mit 5:4 in Führung und hatte drei Minuten später den Vorsprung auf 7:4 ausgebaut.

In den folgenden fünf Minuten brachten die Niedersachsen das runde Leder nicht mehr im gegnerischen Gehäuse unter. Finnian Lutze setzte dann in der elften Minute mit dem 5:7 den Weckruf. Dennoch gelang es dem HVN-Kader nicht, in der ersten Halbzeit noch mal in Führung zu gehen. Halbzeitstand: 12:13.

Was Trainer Stephan Lux den Talenten in der Halbzeit mit auf den Weg gegeben hat, ist nicht überliefert. Johannes Kellner glich für Niedersachsen aus (26., 13:13), Bastian Weiss brachte die HVN-Auswahl mit 16:15 in Front, Yannick Fraatz in der 31. Minute per Siebenmeter mit 18:15.  

Schleswig-Holstein steckte nicht auf, verkürzte Tor um Tor. In der 45. Minute stand es 24:24, 90. Sekunden vor Schluss noch 25:25. Johannes Kellner warf dann das 26:25 für das Team Niedersachsen.

Kellner nach dem Schlusspfiff: „Ich wollte das Ding einfach reinmachen.“ Ähnlich wie Stephan Lux spricht der siebenfache Torschütze von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. „Nur an der Abwehr müssen wir noch ein wenig arbeiten.“ oti