Krüger fordert mehr Engagement für Kinder- und Jugendhandball

Thomas Krüger, ehemaliger Landestrainer des Bremer Handballverbandes, bricht eine Lanze für das Engagement im Kinder- und Jugendhandball: Während des 17. Hildesheimer Trainerseminars am Sonnabend forderte er die 153 Teilnehmer auf, sich nicht nur leistungsorientierte Mannschaften, sondern verstärkt auch den Jüngsten im Spiel mit Hand und Ball zu widmen. „Es gibt leider immer weniger Trainer, die ganz nach unten gehen.“

Thomas Krüger, ehemaliger Landestrainer des Bremer Handballverbandes. - Foto: Schlotmann

Mit Sorge betrachte der Bremer die sinkenden Mannschaftszahlen. „Wir haben zu wenig Nachwuchs.“ Es sei nicht nur Aufgabe des Deutschen Handballbundes, der Landesverbände und deren Gliederungen, dem entgegenzuwirken, sondern auch eine der Vereine. „Die Ansprüche in der Elternschaft werden immer höher. Sie fordern das ganze Programm.“

Im Ergebnis müsse jeder Trainer für sich sein Engagement und damit die Attraktivität des Trainings im Kinder- und Jugendhandball auf den Prüfstand stellen. „Oft sind die Abläufe zu sehr eingefahren.“

Grundsätzlich werde in Deutschland zu wenig trainiert. „Wer schafft, der schafft auch etwas.“ Und: „Die Vereine schicken oft ganz junge und unerfahrene Trainer in die untersten Jahrgänge. Das rächt sich.“

Krüger stellte Möglichkeiten dar, Jugendtraining attraktiv und abwechslungsreich zu gestalten. Seine These: „Vielseitigkeit im Training führt zu Flexibilität im Kopf.“ Vielseitigkeit sei eine Forderung der Rahmentrainingskonzeption des Deutschen Handballbundes. „Ich glaube, wir können eine ganze Menge verändern.“ Die Jugendspieler würden es ihren Trainern und den Vereinen danken. oti