Kreis Verden: Handballer trauern um Herbert Ehlers

Die Handballer im Handball-Kreis Verden und der zukünftigen Handball-Region Mitte Niedersachsen trauern um Herbert-Ehlers. Der Ehrenvorsitzende der beiden Vereinigungen starb am vergangenen Wochenende im Alter von 76-Jahren. „Die Nachricht macht uns betroffen“, sagt Tom Behrmann, aktueller Vorsitzender des Handball-Kreises. Stellvertretener Vorsitzender Helmut Masemann: „Herbert stand uns auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand immer mit Rat und Tat zur Seite. Er wird uns fehlen.“

Ehlers war sich der Bedeutung der Übernahme von Verantwortung für den Sport auch außerhalb seines Heimatvereins, des TSV Embsen, schon früh bewusst. 1959, gerade mal 23 Jahre alt, stellte er sich dem Kreisfachverband als Jugendwart zur Verfügung. Ein Amt, das er bis 1966 mit Leben füllte. 1979 folgte erneut dem Ruf der Vereine in die Gremien des Fachverbandes. Er übernahm den Vorsitz des Schiedsgerichtes, um 1986 für 13 Jahre in die Funktion des Vorsitzenden des Handball-Kreises zu wechseln. Sein Engagement für den Handballsport blieb den Präsidien von Handball-Verband Niedersachsen und dem Partner-Verband in Bremen nicht verborgen. 1994 wurde der Embser mit der Ehrennadel in Gold des Handball-Verbandes Niedersachsen ausgestattet, drei Jahre später mit der des Bremer Handballverbandes.
 
Ehlers begleitete „seinen Sport“ in der Entwicklung vom Großfeld in die Halle und auf das Kleinfeld, sprach sich Zeit seines Wirkens für einfache, aber direkte Wege aus; auch im Regelwesen: „Um das Spiel nicht unnötig zu verkomplizieren und für Zuschauer, Spieler und Schiedsrichter interessant zu halten“, formulierte er noch 1997 kurz vor Ende seiner Amtszeit als Kreisvorsitzenden in einem Interview . Der Embser selbst leitete 50 Jahre lang Spieler als Schiedsrichter, nicht nur in den Klassen des Handball-Kreises, sondern auch in denen des Handballverbandes Bremen, galt als Freund der Intensivierung der kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung von Schiedsrichtern, aber genauso der von Trainern und Übungsleitern.
 
Innovationen gegenüber zeigte sich der verstorbene Ehren-Kreisvorsitzende und ehemalige Mitarbeiter des Erweiterten Präsidiums des Handball-Verbandes Niedersachsen stets offen: Er galt als Förderer der Spielvariante „Mini-Handball“ (vier Feldspieler und ein Torwart auf einem verkleinerten Spielfeld), erkannte früh die Notwendigkeit von Zusammenarbeit von Handball-Vereinen und Schulen und forderte schon Mitte der 90-Er die flächendeckende Einführung der Variante Beachhandball zur Überbrückung der punktspielfreien Zeit in den Sommermonaten. Beachhandball gilt inzwischen als etablierter Fun-Sport. oti