Kick-off zum Projekt „Region 2019“ der Lüneburger Heide

Nina Bellmann ist Spartenleiterin Handball des TuS Hohne-Spechtshorn. Der TuS ist einer der 70 Mitgliedsvereine der Handball-Region Lüneburger Heide. Den Sonnabend verbrachte Bellmann im Tagungszentrum Congress Union Celle. Regions-Vorsitzender Wolfgang Kaplick hatte zur Auftaktveranstaltung des Projektes „Region 2019" gebeten. Begleitet wird der Prozess durch den Landessportbund und den Handball-Verband Niedersachsen im Zuge des Projektes „Förderung des Bürgerlichen Engagements“.

Moderator Dr. Ingo Bergner, Projektleiterin Katja Klein und Wolfgang Kaplick, Vorsitzender der Handball-Region Lüneburger Heide (v.l.). - Foto: Schlotmann

Gefördert durch das Land Niedersachsen.

Gut sechs Stunden investierten die 20 Teilnehmer am Sonnabend unter Moderation von Dr. Ingo Bergner (Unternehmensberatung bergner.biz) in die Betrachtung der sich ständig wandelnden Anforderungen an ehrenamtlich Tätige. Sie beschäftigten sich dabei mit deren Motiven zur Mitarbeit und der Ist-Analyse des bürgerlichen Engagements im Allgemeinen. Am Ende des Workshops waren für die Region vier konkrete Handlungsfelder formuliert, die bis Sommer 2016 in noch zu bildenden Projektgruppen abgearbeitet werden sollen: Neben dem Hauptziel, der so  genannten „Ehrenamtsentwicklung“, Optimierungsansätze für den Spielbetrieb, die Gewinnung von Schiedsrichtern sowie die interne und externe Kommunikation.

Die Handball-Region Lüneburger Heide ist neben der Handball-Region Südniedersachsen und der Handball-Region Ostfriesland eine von insgesamt drei Gliederungen, in denen das Präsidium des Handball-Verbandes Niedersachsen zum Zweck der „Förderung des Bürgerlichen Engagementes“ Pilot-Projekte installiert. Gefördert werden die Projekte über den Landessportbund mit Mitteln aus der Finanzhilfe des Landes Niedersachsen. Projektleiterin ist HVN-Bildungsreferentin Katja Klein. Dr. Ingo Bergner moderiert die Projekte. Bergner: „Die Regionen sind in Teilbereichen so unterschiedlich, dass man das Konzept einer Gliederung nicht einer anderen überstülpen kann.“  Dennoch forderte der Moderator zum Blick über den Tellerrand auf: „Mann muss das Rad nicht immer wieder neu erfinden.“ Auch Kooperationen mit dem Landessportbund oder den Kreissportbünden könnten in Problemsituationen der Lösungsfindung dienen.

Wolfgang Kaplick gab sich am Ende der Kick-off-Veranstaltung in Celle zufrieden, blickt zuversichtlich auf die weiteren Projektplanungen: „Ob wir das ohne die Unterstützung durch Dritte so hinbekommen hätten, lasse ich mal offen.“ Bereits für September ist der nächste Workshop vorgesehen, in dessen Verlauf sich dann die vier Projektgruppen konstituieren.

Die Ausschreibung will der Vorsitzende noch vor den Sommerferien in Richtung der Vereine und der an die 50 Mitarbeiter der Gliederung auf den Weg  bringen. Hatten sich am Sonnabend an die 20 Mitarbeiter aus den Vereinen und der Handball-Region an dem Workshop beteiligt, hofft der Regionsvorsitzende für die Arbeit in den Projektgruppen auf ein Vielfaches. Er sehe in dem Prozess eine Chance, sich „auf einer Ebene auszutauschen, die mit den üblichen Strukturen nicht viel zu tun hat.“

Nina Bellmann, nicht nur Spartenleiterin Handball des TuS Hohne-Spechtshorn, sondern auch Trainerin und Schiedsrichterwartin, weiß das Engagement der Region zu schätzen. Sie will aus dem Prozess Ansätze für die Vereinsarbeit mitnehmen, aber auch selbst aktiv die Zukunft der Handball-Region mitgestalten.

Ziel des „Projektes 2019" ist, die in den Vereinen vorhandenen Kompetenzen intensiver zu nutzen, um die Region für den Handball-Sport auf einem guten Weg zu halten. Der Vorstand strebt laut Wolfgang Kaplick an, die Vereine intensiver zu beteiligen. „Zwei Sitzungen des erweiterten Vorstandes im Jahr reichen nicht aus, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.“ oti

Impressionen der Auftaktveranstaltung