Hildesheimer Trainerseminar: Gottschlich zu Regeländerungen

Start in den zweiten Tag des Hildesheimer Trainerseminars: Hans-Jürgen Gottschlich, Schiedsrichterwart des Handball-Verbandes Niedersachsen, sprach vor den 153 Teilnehmern in der Sparkassen Arena in der Domstadt über die Änderungen des Regelwerkes, die der Weltverband IHF zum 1. Juli dieses Jahres auf den Weg gebracht hat.

Hans-Jürgen Gottschlich, Schiedsrichterwart des Handball-Verbandes Niedersachsen. - Foto: Schlotmann

Irgendjemand hat sich da was ausgedacht - und wir müssen es jetzt ausbaden? Argumentationen wie diese wolle Gottschlich nicht gelten lassen, sagte der Schiedsrichterwart in Hildesheim: „Wenn es neue Regeln gibt und der Bundesrat am vergangenen Wochenende beschlossen hat, dass diese für alle gelten, dann müssen wir uns auch die Frage nach der Umsetzung stellen.“

Speziell ging Gottschlich auf Regelungen bei Vergehen in den 30 letzten Sekunden eines Spiels, den Einsatz der Blauen Karte, den des Siebten Feldspielers und das Passive Spiel ein.

Die Einführung der Regeländerungen zum 1. Juli bezeichnete der HVN-Schiedsrichterwart als ungewöhnlich. Bislang seien Entscheidungen über Regeländerungen im Rahmen Olympischer Spiele getroffen - und dann ein Jahr später umgesetzt worden. Laut Gottschlich sollen zukünftige Änderungen jeweils im Jahr einer Männer WM auf den Weg gebracht werden.

Gottschlich:„Neue Regeln kommen nicht aus der Glaskugel. Wir wollen versuchen, deutlich zu machen, dass sie möglicherweise die Antwort sind auf Probleme, die international auftauchen; nicht unbedingt in der Ober- oder Kreisliga.“

Im Arbeitskreis Schiedsrichterwesen des Handball-Verbandes Niedersachsen seien zwischenzeitlich die Vorbereitungen der Schulungen der Schiedsrichter angelaufen. Gottschlich in Richtung der Lehrgangsteilnehmer. „Ziel ist, dass jeder ausgebildete Schiedsrichter auf alle eure Fragen auch Antworten geben kann.“ oti