„EURO“-Tests in Niedersachsen: „Hoffen auf tolle Stimmung“

Wenn man wollte, könnte man die beiden Länderspiele der Frauen-Nationalmannschaft am Dienstag, 30. November, in Salzgitter und am Mittwoch, 1. Dezember, in Hildesheim als Beitrag des Deutschen Handballbundes zum „Jahr des Mädchenhandballes“ in Niedersachsen sehen.

Bundestrainer Rainer Osmann (l.) mit Gerald Oberbeck.

Dass Bundestrainer Rainer Osmann Ende des Monats den Blick fest auf die eine Woche später in Dänemark und Norwegen beginnende Europameisterschaft richtet, scheint selbstverständlich: „Die Spiele gegen Rumänien sind die letzten Tests vor der EM. Wir müssen zusammenwachsen.“

Osmann wirkte am Dienstag während der Pressekonferenz in Ahrbergen locker, gab sich natürlich. Small-Talk mit Gerald Oberbeck, Chef-Organisator der Veranstaltung in Hildesheim, Plausch mit der Empfangschefin des Parkhotels, in dem der dann noch 18-köpfige Kader der Nationalmannschaft von Montag bis Donnerstag, 29. November, bis Donnerstag, 2. Dezember, untergebracht sein wird. Am 2. Dezember will sich Osmann entscheiden, welche 16 Spielerinnen er für das EM-Aufgebot benennt.

 „Gesetzt“ scheinen die beiden mehrfachen Champions-League-Siegerinnen Anja Althaus und Grit Jurack (beide Viborg HK, Dänemark). Insbesondere von Grit Jurack erwarte der Bundestrainer, dass die 290-fache Nationalspielerin nach ihrer Babypause wieder Führungsaufgaben im Team übernimmt. „Eine unserer vordringlichsten Aufgaben ist, Grit in die Mannschaft zu integrieren“, sagt Osmann. „Ich hoffe, sie kann uns helfen.“

Aus Niedersachsen warten Isabell Klein und Randy Bülau (beide Buxtehuder SV) auf eine Berufung in den EM-Kader.

Taktisch wird der Bundestrainer aller Voraussicht nach an der „Flucht nach vorn“ festhalten: „In der EM-Qualifikation haben wir 48 Prozent unserer Angriffe über die ‚Schnelle Mitte‘ oder Tempogegenstöße gespielt. Das waren im Durschnitt 70 Angriffe pro Begegnung.“

Auftakt zur Vorbereitung auf die „EURO“ ist am 24. November bei Ausrüster „adidas“ in Herzogenaurach. Vor den Begegnungen gegen Rumänien in Salzgitter und Hildesheim stehen laut Tim Oliver Kalle, Pressesprecher der Frauen-Nationalmannschaft, noch zwei Tests gegen Österreich auf dem Fahrplan: am 27. November in Bad Wildungen und am 28. November in Rotenburg an der Fulda.

Dass die DHB-Frauen in Niedersachsen Station machen, ist nicht neu: 2007 spielte die Mannschaft in Hildesheim gegen Schweden, 2008 in Salzgitter gegen Polen. Tim Oliver Kalle: „Wir haben beide Begegnungen in angenehmer Erinnerung.“ Rainer Osmann: „Natürlich hoffen wir auch dieses Mal wieder auf reges Zuschauerinteresse.“ Laut Gerald Oberbeck seien für das Spiel in der Hildesheimer Sparkassen-Arena bereits 600 Karten ausgegeben worden. „Wir hoffen auf mindestens 1500 Zuschauer – und eine tolle Stimmung.“

Rumänien bezeichnen Osmann und Kalle als „exzellenten Gegner“. Erst im September hatte das Team um Radu Voina, der 1975 mit der rumänischen Männernationalmannschaft Weltmeister wurde, im Finale gegen Olympiasieger Norwegen den top-besetzten World Cup gewonnen.

Im Aufgebot der Gäste steht unter anderem die 22-jährige Cristina Neagu, die von der Internationen Handball-Federation zur weltweist besten Nachwuchsspielerin gekürt worden ist.

Mit Aussagen zu Zielen beziehungsweise zu Erwartungen zum Abschneiden der DHB-Frauen bei der Europameisterschaft hält sich Rainer Osmann zurück. „Ich persönlich habe meine Vorstellungen, die müssen sich aber auch mit denen der Mannschaften decken. Die EM ist der erste Schritt in Richtung der Qualifikation für die Olympischen Spiele.“ oti

Hier geht es zum Plakat (inklusive Bestellvordruck) für das Spiel am Dienstag, 30. November, in Salzgitter.

Karten für das Spiel am Mittwoch, 1. Dezember, in Hildesheim sind erhältlich bei der Eintracht Hildesheim Handball GmbH, Am Ratsbauhof 3, 31134 Hildesheim, Tel. 05121/2989401 oder per E-Mail.