EM der Frauen: DHB-Präsident fordert Unterstützung des DHB-Teams ein

Bernhard Bauer, Präsident des Deutschen Handballbundes, hat die Handball-Familie in einem offenen Brief aufgefordert, die Frauen-Nationalmannschaft auf dem Weg zur und während der Handball-Europameisterschaft ab 8. Dezember in Ungarn und Kroatien zu unterstützen: Während der finalen Vorbereitungsspiele am 29. beziehungsweise 30. November in Krefeld beziehungsweise in Hamm und während der EURO zumindest am heimischen Fernseher. Sport1 wird die Spiele der deutschen Mannschaft live übertragen.

DHB-Präsident Bernhard Bauer. - Foto: DHB / Axel Heimken

Nachfolgend der Brief des DHB-Präsidenten im Wortlaut:

Frauen-Länderspiele in Krefeld und Hamm im Vorfeld der EURO

Liebe Handballfreundinnen,

liebe Handballfreunde,

sehr geehrte Damen und Herren,

in wenigen Tagen beginnt nicht nur die Vorweihnachtszeit, sondern auch die wichtigste Zeit für unsere Frauen-Nationalmannschaft. Bei der Handballeuropameisterschaft der Frauen, der EURO, misst sich das Team unseres Bundestrainers Heine Jensen mit den besten Mannschaften unseres Kontinents – los geht es am 8. Dezember im kroatischen Varazdin gegen die Niederlande. Nach den guten Spielen bei der Weltmeisterschaft im letzten Jahr, will die Mannschaft beweisen, dass sie wieder ein Stück vorangekommen ist.

Das Ziel ist klar! Wir alle träumen ebenso wie die Spielerinnen davon, dass ihre Reise erst am letzten Adventswochenende in der ungarischen Hauptstadt Budapest und damit in der Finalrunde endet.

Sport1 wird unsere Spiele live übertragen. Damit haben wir alle die Chance, mit unserer Fernbedienung unsere Nationalmannschaft und den Frauenhandball zu unterstützen. Wenn wir die Frauen-Weltmeisterschaft, die wir 2017 in Deutschland ausrichten dürfen, zu einem unvergesslichen Erlebnis machen wollen, brauchen wir nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch eine breite Unterstützung der Bevölkerung. Dabei helfen uns natürlich sehr gute Quoten, die unterstreichen, dass Frauenhandball ein attraktiver, faszinierender und mitreißender Sport ist.

Das WM-Viertelfinale haben im vergangenen Dezember bis zu 700.000 Zuschauerinnen und Zuschauer bei Sport1 verfolgt. Ich kann Ihnen versichern, dass unsere Nationalspielerinnen unglaublich stolz auf diese auch in der Ferne spürbare Unterstützung waren. Sie werden erneut alles geben, um ihre eigenen und die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen und so möglichst viele Menschen daheim zu begeistern.

Solch emotionaler Rückenwind ist unendlich wertvoll. Deshalb wäre es wunderbar, wenn unsere Spielerinnen bereits bei ihrem letzten Härtetest vor dem Beginn der EURO, den beiden Spielen gegen Rumänien, diese Begeisterung erleben dürfen. Ich bin mir sicher, dass sich alle Spielerinnen, Trainer und das Betreuerteam außerordentlich freuen würden, wenn sie bei den Spielen am 29. November in Krefeld und am 30. November in Hamm von vielen Zuschauerinnen und Zuschauer angefeuert werden (Anm. d. Red.: Angaben zum Ticketvorverkauf unter dhb.de).

Deshalb wäre ich allen Handballfreundinnen und Handballfreunden von Herzen dafür dankbar, wenn sie die Spiele besuchen würden und für diese Spiele werben. Unsere Frauen haben es wirklich verdient, von vielen Fans unterstützt zu werden.

Wir alle wünschen uns, dass sich der Frauenhandball auf medialem Parkett weiter entwickelt. Dann dürfen wir es aber nicht nur bei Lippenbekenntnissen belassen, sondern sind auch gefordert, mit Präsenz vor Ort einen Beitrag zu leisten, denn wir brauchen sichtbare Zeichen. Mit vollen Hallen können wir Medienvertreter überzeugen und Sponsoren interessieren. Dies wollen wir doch alle! Deshalb danke ich allen Mitgliedern unserer Handball-Familie, die sich auf den Weg machen, um in Krefeld und Hamm Rückenwind für die EURO zu geben.

Bernhard Bauer

Präsident Deutscher Handballbund