DHB stellt Konzept zur Eliteförderung vor

Der Deutsche Handballbund hat heute in Mannheim das Konzept der Eliteförderung präsentiert. Dem 18 Spieler umfassenden Elitekader der Jahrgänge 1992 bis 1996, also auch Timo Kastening von der TSV Burgdorf, werden mit den Gesellschaften „Studitemps“ und „Cinderella“ zwei offizielle Förderer zur Seite gestellt.

Ziel der Einführung des Konzeptes ist laut DHB-Mentor Wolfgang Sommerfeld eine gezielte Förderung der Nachwuchstalente. „Aus den erfolgreichen und international hochdekorierten Teams der Jugend und Junioren sollen mehr Spitzenspieler für die A-Mannschaft hervorgehen“, lässt der Deutsche Handballbund in einer Pressemitteilung verbreiten.

Die Eliteförderung orientiere sich an internationalen Entwicklungstendenzen. „Sie ist die Konsequenz aus dem Wunsch, auf Dauer eine starke Nationalmannschaft in der Weltspitze zu etablieren“, so Sommerfeld.

Zurzeit werden 18 Spieler der Jahrgänge 1992 bis 1996 gefördert und mit Hilfe eines neuen Mentorensystems intensiv betreut. „Der DHB-Elitekader ist nicht nur in beide Richtung offen, zum Kreis der geförderten Spieler zählen auch ausdrücklich Junioren, um Hilfen in der für den weiteren Weg entscheidenden Anschlussförderung zu geben“, heißt es in der DHB-Mitteilung.

DHB-Sportmanager Heiner Brand: „Der deutsche Handball hat kein Nachwuchsproblem. Wir müssen mit dem Konzept der Eliteförderung die Grundlage schaffen, unsere besten Talente auf dem bestmöglichen Weg auf internationales Top-Niveau zu bringen, und Spielerpersönlichkeiten mit Siegermentalität entwickeln.”

Das auf die einzelnen Spieler abgestimmte Konzept sieht neben einer Optimierung von Qualität und Individualisierung des Trainings Maßnahmen der Teamorientierung, die  Entwicklung von Spielerpersönlichkeiten und die Motivation zur Übernahme von Verantwortung durch die Athleten vor. Gefördert werden sollen unter anderem Charaktermerkmale wie Selbstbewusstsein und Zuverlässigkeit.

Laut Wolfgang Sommerfeld greife die Eliteförderung nicht nur auf der Ebene des Sports, sondern auch auf den Feldern Schule und Beruf, „um ein optimales Umfeld für Leistungssport zu schaffen“. Die „duale Karriere“ sei zentraler Bestandteil des Konzeptes. Quelle: www.dhb.de