Der „Hexer" empfiehlt schnelle Beine, Verstand – und Beutedrang

Die Grundvoraussetzungen eines Torhüters? „Schnelle Beine, Verstand und ich muss Beute machen wollen“, sagt Andreas Thiel. Der „Hexer“ weiß wovon er spricht. 257-mal hütete der heute 56-Jährige während seiner aktiven Zeit das Tor der Handball-Nationalmannschaft der Männer. Sonnabend gab er während der Hildesheimer Trainerseminars von Eintracht und Handball-Verband Niedersachsen einen Teil seines Wissens preis.

Referent beim Trainerseminar: Andreas Thiel. - Foto: Schlotmann

Grundlagenvermittlung: „Im Tor muss ich den Ball halten“, sagt der Justiziar der DKB Handball-Bundesliga. „Und dafür benötigt man konditionelle Fertigkeiten, technisch-taktische, Kopf, Herz und Leidenschaft.“

Mit Torhütern der Jugendabteilung der Eintracht demonstrierte der Ex-Nationalspieler Möglichkeiten der Vermittlung von Grundlagen, Rumpfbeweglichkeit, Technik und Taktik. „Wichtig ist, dass ich dem Torhüter Spaß an seiner Aufgabe vermittle.“

Die 153 Teilnehmer des Hildesheimer Trainerseminars forderte der „Hexer“ auf, auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen. Er selbst habe Bundestrainer Michael Biegler am Donnerstag und Freitag bei der Vorbereitung der Frauen-Nationalmannschaft auf die letzten beiden EM-Qualifikationsspiele in der Schweiz (am 1. Juni in St. Gallen/ab 19 Uhr live auf SPORT1) und gegen Island (am 5. Juni um 17 Uhr in Stuttgart) begleitet. Lobesworte sendete Thiel aus Hildesheim in Richtung Torwarttrainer Jan Holpert. Der habe ein paar „interessante Übungen“ gezeigt, die auch Thiel noch nicht kannte. „Keiner erfindet das Rad wirklich neu; aber man lernt auch nie aus.“ oti