Celle und Oldenburg in der Hand des Mädchenhandballs

Zwölf Mannschaften aus allen Teilen Niedersachsens hatten sich für die Wettbewerbe an den Standorten Celle und Oldenburg qualifiziert, elf nahmen tatsächlich teil. Die Jugendsprecher des Handball-Verbandes Niedersachsen hatten Mannschaften der weiblichen D-Jugend im Rahmen des „Jahrs des Mädchenhandballs“ zum sportlichen Wettstreit gebeten.

Teilnehmerinnen des Turniers mit Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg.

„Die Stimmung ist hervorragend“, sagte Jugendsprecher Keno Adolph schon am späten Nachmittag in Oldenburg. „Kollege“ Pascal Molinari weilte mit Laura Denecke und Alina Lampe-Krüger in Celle, hatte pünktlich um 11 Uhr die Veranstaltung in der Handball-Region Lüneburger Heide eröffnet. In Oldenburg übernahm diese Aufgabe Kathrin Röhlke, Vizepräsident Jugend des Handball-Verbandes Niedersachsen. „Ich freu´mich ´nen Loch in den Bauch“, scherzte Röhlke mit Blick auf das Teilnehmerfeld. Mit Ausnahme des TV Langen waren alle Mannschaften trotz widriger Witterungsverhältnisse pünktlich in der Robert Schumann-Halle in Oldenburg erschienen.

Die jeweiligen Hallenaufsichten, Olaf Denecke in Celle und Heinz-Georg Lahrmann in Oldenburg, hatten leichtes Spiel.

Für den VfL Oldenburg nahm Barbara Hetmanek die Gäste in Empfang. Die Augsburgerin, die in Bremen Gesundheitsmanagement studiert, lebt seit vier Jahren in Oldenburg, verstärkt im zweiten Jahr den Bundesligakader des VfL. „Die Idee des Turniers ist super“, formulierte die Studentin. „Wo haben D-Jugendliche sonst die Chance, sich mit Mannschaften aus anderen Regionen zu messen.“ Die Teilnehmerinnen des Turniers begegneten der Bundesliga-Athletin zunächst mit „zurückhaltendem Respekt“. „Die tauen noch auf“, prognostizierte Hetmanek. Sie sollte Recht behalten.

Geleitet wurden die Spiele in Oldenburg durch Schiedsrichter der Handball-Regionen Friesland / Wittmund / Wilhelmshaven und Oldenburg – unter anderem durch Anne und Dana Eden von der SG STV/VfL Wilhelmshaven. Die beiden Nachwuchsschiedsrichterinnen hatten sichtbar Spaß an ihrer Aufgabe: „Bei allem Ehrgeiz – die Mädels sind echt pflegeleicht.“ In Celle leiteten die HVN-Jugendsprecher mit Unterstützung eines Gespanns vom MPE Celle die Begegnungen.

Die Teilnehmerinnen selbst waren mit der Idee und Organisation der Wettbewerbe zufrieden. Malin Gerke (TV Neerstedt): „Das ist echt cool.“  Ähnlich sahen das Malins Mitspielerinnen Katharina Ullmann und Juliane Willenbrock: „Alle Mannschaften haben Niveau. Da kann man nur lernen…“

Höhepunkte an beiden Spielorten waren die Autogramm- und Fragestunden, die die HVN-Jugendsprecher mit in das Programm eingepflegt hatten. In Celle stellten sich die Spielerinnen des SV Garßen, in Oldenburg die des VfL den Fragen der Mädchen. Können Bundesliga-Handballerinnen auf mehreren Positionen spielen, wie verkraften sie Niederlagen, warum spielen sie Handball? Oder: Wie befreit sich eine Bundesliga-Handballerin aus der Krise, wenn es mal nicht so läuft? Gaben in Celle Renee Verschuren, Natasha Ahrens, Jessica Geier, Kathrin Schulz, Susanne Büttner, Claudia Körner, Jolanda Robben und Desiree Comans bereitwillig Auskunft, besetzten in Oldenburg neben Barbara Hetmanek Angie Geschke und Lydia Jakubisova das Podium. VfL-Trainer Leszek Krowicki gab den Teilnehmerinnen einen bunten Strauß Tipps mit auf den Karriereweg: „Am wichtigsten ist aber, dass ihr Spaß am Handball habt…“

Sieger des Turniers in Celle waren die Spielerinnen der HSG Hannover-West, die des Turniers in Oldenburg die des TV Neerstedt.

Die Siegermannschaften dürfen sich jetzt über Trainingseinheiten mit den HVN-Landestrainern Thomas Engler und Klaus-Dieter Petersen freuen, der SVG Garßen Celle lud kurzerhand die Spielerinnen der HSG Hannover-West zum Besuch eines Heimspiels der Celler Zweitligadamen ein, das Apart-Hotel „Spiekerooger Leidenschaft" bittet den TV Neerstedt im Sommer 2011 zum „Kids-Beach-Cup“ auf die Nordsee-Insel. Der Handball-Verband Niedersachsen spendierte jeder Teilnehmerin ein T-Shirt.

Die Turniere der weiblichen D-Jugend im Rahmen des „Jahrs des Mädchenhandballs“ war die erste Aktion, mit der sich die während des Jugendtages im Frühjahr dieses Jahres gewählten Jugendsprecher auf sich aufmerksam machten. Keno Adolph: „Das war mit Sicherheit nicht die letzte…“ Pascal Molinari: „Fazit ist, dass es allen Mannschaften sehr gut gefallen hat und mehrfach Vorschläge kamen, ein solches Turnier regelmäßig anzubieten. Jetzt werden wir Jugendsprecher aber zunächst einmal erörtern, ob wir im kommenden Jahr nicht eine ähnliche Veranstaltung für Jungenmannschaften durchführen wollen…“ oti

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