Beachhandball für Kinder: Nach 262 Spielen sind die Sieger ermittelt

262 Spiele sind absolviert – das erste von zwei Beachhandball-Turnieren für Kinder des Handball-Verbandes Niedersachsen im Sommer 2012 ist beendet. Über 1000 Kinder und Jugendliche bevölkerten drei Tage lang das „VGH-Stadion am Meer“ in Cuxhaven- Duhnen. Das Fazit der Teilnehmer fällt durchweg positiv aus. „Wir kommen nächstes Jahr wieder “ – darin war sich das Gros der Nachwuchshandballer einig.

Beachhandball am Strand von Cuxhaven-Duhnen.

Den Wettbewerb der weiblichen E-Jugend entschieden im Finale die „Handballflöhe“ der SG Surheide / Schiffdorferdamm gegen die HG Winsen für sich. Dritte Sieger wurden die „Sandflöhe“ (TSV Hahlen), vierter Siege die „Wilden Wespen“ (Hagener SV).

Sieger des Wettstreits der männlichen E-Jugend sind die „Tuspo-Sandwürmer“ vor der „Sandkastenliebe“ (JSG Wittingen / Stöcken), den „Strandläufern“ vom TSV Hahlen und den „Eisteichpiraten“ vom TSV Anderten.

Im Turnier der weiblichen D-Jugend setzten sich die „Hannoverschen Strand Crabben“ (Hannoverscher SC) vor den „Strandflitzern“ (HSG Schwanewede / Neuenkirchen), den „Crazy Chicken“ (JSG Altenwalde / Otterndorf) und den „Beach Bananas“ (HSG Nienburg) durch.

Der Turniersieger männliche D-Jugend heißt „TVO-Vampires“ (TV Oyten). Auf den Plätzen „landeten“ die „Anderter Piranhas“ (TSV Anderten), „Red-White Dynamite I“ und die „D-Rats“ (VfL Hameln). 

Das Finale der weiblichen C-Jugend gewann „78 Grad Dünenfieber II“ (Hannover 78) gegen die „Vampires I“ (TV Oyten).  Platz drei bleibt den „Sand-Schnitzeln“ (JSG Wittingen /Stöcken) vorbehalten, Platz vier den „Ilmenaustinte“  (HV Lüneburg).

Den Wettbewerb der männlichen C-Jugend gewannen die „Anderter Party People“ (TSV Anderten) vor den „Uetzer Beachboys“ (VfL Uetze), den „Black Gambas“ (JSG Altenwalde / Otterndorf) und den Killerbienen (JSG Wittingen / Stöcken).

Die Siegerehrung auf dem Center-Court im „VGH-Stadion“ übernahmen HVN-Präsident Wolfgang Ullrich und Vize-Präsidentin Jugend Kathrin Röhlke, assistiert von Olaf Denecke, dem Referenten für Beachhandball des Verbandes, und HVN-Bildungsreferentin Katja Klein. Zu den Besuchern des Finaltages zählte auch HVN-Geschäftsführer Gerald Glöde.

Präsident Wolfgang Ullrich: „Die Rückmeldungen, die wir auf unsere Beachhandball-Angebote bekommen, sind durchweg positiv. Wenn man sieht, mit was für einem Herzblut gerade unsere Jüngsten bei der Sache sind, motiviert das, die Angebote weiterzuentwickeln.“ Ein dickes Danke sendete Ullrich in Richtung des Orga-Teams um Olaf Denecke. „Eine tolle Mannschaft, die funktioniert.“ Die Neugestaltung des Bereichs um das „VGH-Stadion am Meer“ bezeichnete der Präsident als gelungen. „Alles offener, alles transparenter. Die Zuschauer stehen quasi direkt an den Spielfeldern.“   

Spielleiter Ralf Müller spricht von 168 Begegnungen, die die gut 1000 Teilnehmer aus 92 Mannschaften auf den elf Spielfeldern allein am Sonnabend absolviert hatten. Sonntag  standen noch einmal 94 Spiele auf dem Programm, davon 34 in der Vorrunde.

Einer der Schiedsrichter, die die Spiele leiteten, war Rainer Schünemann, der alleine am Sonnabend auf zwölf Einsätze verweisen konnte. Die Hitze am Strand von Cuxhaven-Duhnen schien dem Referee nicht zu schaffen zu machen: „Sonnencreme mit Sonnenschutzfaktor 30, drei Liter Wasser – dann passt das schon.“  

Sonnencreme mutierte während des Turniers ohnehin zum gefragtesten Verbrauchsartikel. Beachhandball-Referent Olaf Denecke: „Mehr Glück mit dem Wetter kann man kaum haben.“ 

Für die sanitätsdienstliche Betreuung der Mädchen und Jungen sorgten Mitglieder der DRK-Bereitschaft Cuxhaven, am Sonnabend Nadine Kröger und Jannes Sander. Sander begleitete im vierten Jahr Beach-Veranstaltungen des Handball-Verbandes Niedersachsen. Er kennt die Wehwehchen, mit denen der Handball-Nachwuchs in der Einsatzzentrale vorstellig wird: „Die ein oder andere Schürfwunde, mal eine Prellung oder eine verstauchter Fuß.“ 72 „Kunden“ stellten sich allein am Sonnabend bei den Mitgliedern der DRK-Bereitschaft vor. 

Angereist in Cuxhaven waren die Teams überwiegend am Freitag:  Die D-Jugendliche Marie Golle vom TSV Altenwalde war an diesem Wochenende das dritte Mal bei einem Beachhandball-Turnier des Handball-Verbandes Niedersachsen mit von der Partie. „Letztes Jahr belegten wir mit unserer E-Jugend Platz drei. Vielleicht ist dieses Jahr mehr drin, “ sagt sie nach der Anreise am Freitagnachmittag. 

Während  sich die Altenwalder D-Jugend bereits am Strand für das Turnier den letzten Feinschliff holte, kämpfte Betreuer Tristan Scharnhop vom HV Lüneburg am Anreisetag mit ganz anderen Problemen. Scharnhop war mit der weiblichen C-Jugend des HV nach Cuxhaven gekommen: „Der Zeltaufbau war das kleinere Problem. Jetzt geht es an die Aufteilung. Wer nächtigt in welchem Zelt? Bis die Damen sich einig sind, das dauert...“

Verstärkt wurde das Orga-Team Beachhandball des Handball-Verbandes Niedersachsen an diesem Wochenende das erste Mal durch HVN-Praktikantin Katharina Kaschke. Die Praktikantin empfing die Gäste am Freitagnachmittag auf dem Teilnehmer-Parkplatz. Von der Stimmung war sie angenehm überrascht: „Die Leute sind alle gut drauf.“ 

Für Freitagabend hatte das „Fun-Team“ des Naturheilbades zur „Players-Party“ eingeladen. Gefeiert wurde im Festzelt. Während sich ein Teil der Beachhandball-Gemeinde damit begnügte, den Center-Court des „VGH-Stadions am Meer“ zu erkunden beziehungsweise den Sonnenuntergang zu genießen, nutzte das Gros die Angebote von Moderator „Günni“ und Mitstreitern des „Fun-Teams“. Dessen Angehörige waren nicht ohne Aktionspakete nach Duhnen gekommen: Hier wurden Zöpfe geflochten, dort Haare gefärbt, „Flirt-Ecke“ und „Nail-Painting“-Stand waren ständig dicht umlagert.

Unterbrochen wurden die Aktionen immer wieder durch kleine und größere Wettbewerbe, mit denen der Animateur die Nachwuchshandballer zum Mitmachen bewegte. Nicht wenige der Teilnehmer nahmen Preise mit nach Hause.

Vorausgegangen war der Party am Freitag eine Zusammenkunft der Betreuer und Übungsleiter. Olaf Denecke, Referent für Beachhandball des Handball-Verbandes Niedersachsen, forderte die Teilnehmer auf, Rücksicht auf andere Gäste des Naturheilbades zu nehmen. „Ihr alle seid Repräsentanten unseres Sports. Bitte verhaltet euch auch so...“ 

Eröffnet worden waren die eigentlichen Wettbewerbe Sonnabendmorgen mit einem reichhaltigen Frühstück: Mit – oder doch ohne Körner? „Meisterbäcker“ Gerd Neuber aus Altenwalde wurde im Festzelt am Strand von Cuxhaven-Duhnen (fast) allen Wünschen gerecht. „Wenn ihr gewinnt, müsst ihr mir das morgen erzählen“, rief er seinen Gästen zu. Bei Brötchen, Rührei und Obst stärkten sich die Sportler für den ersten Turniertag.

2400 Brötchen hatten Neuber und Team an den Strand geschafft. „Hier bleibt keiner hungrig...“ Sina Seefeld, Betreuerin vom TV Oyten, entschied sich für „Körner“. Ein wenig Aufschnitt dazu, Marmelade und eine Banane – der Tag konnte beginnen.

Daniel Rot von der JSG Wittingen-Stöcken hatte sich schon frühzeitig einen Platz im Festzelt gesichert. „Die Nacht war kurz“, berichtet der Nachwuchshandballer. „Die anderen waren zu laut.“ Gegen 4 Uhr hatten ihn die ersten Sonnenstrahlen geweckt. „Jetzt kann es aber auch losgehen...“

Als ob Moderator Jochen Kugler es gehört hätte: Pünktlich um 10 Uhr gab er Sonnabend den Startschuss zum Beginn des ersten Spieltages.

Geburtstag gefeiert wurde am Sonnabend am Strand von Cuxhaven-Duhnen auch: Die „Oberpfeife“ der Beachhandball-Turniere des Handball-Verbandes Niedersachsen, Matze Brachmann, hatte am Freitag das 47. Lebensjahr vollendet. Das war HVN-Bildungsreferentin Katja Klein nicht verborgen geblieben. Die HVN-Beachhandball-Familie gratulierte nachträglich mit Geburtstags-Cake und Gesang. 

Samstagabend zog es die Beachhandball-Familie ins „Ahoi“-Wellenbad. HVN-Bildungsreferentin Katja Klein spricht von über 820 „Wasserratten“: „Das ist Rekord.“ oti

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