Aufwandsentschädigung: Gremmel erinnert an Gleichbehandlungsgrundsatz

Das Erweiterte Präsidium des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) hat während seiner Sitzung in Walsrode den Antrag des Spielausschusses vertagt, die Aufwandsentschädigung für Schiedsrichterbeobachter bei neutralen Beobachtungen von 18 auf 25 Euro pro Einsatz zu erhöhen. Laut HVN-Geschäftsführer Gerald Glöde wird das Präsidium zur März-Sitzung einen weitergehenden Antrag zur Änderung der Gebührenordnung einbringen. Vorausgehen wird eine Prüfung der Sätze der Aufwandsentschädigungen für Mitarbeiter des Verbandes in Gänze.

Wolfgang Gremmel, Vizepräsident Finanzen des Handball-Verbandes Niedersachsen. - Foto: Schlotmann

Wolfgang Gremmel, Vizepräsident Finanzen, hatte im Zuge der Beratungen des EP an den Gleichbehandlungsgrundsatz erinnert. „Wenn wir die Aufwandsentschädigungen der Beobachter anfassen, muss das auch für andere Bereiche gelten.“ Aktuell gewährt der Handball-Verband Niedersachsen für die Teilnahme an Sitzungen bei einer Abwesenheit vom Wohnort von mehr als fünf Stunden eine Entschädigung in Höhe von 18 Euro. Gremmel: „Erhöhen wir auch diese Sätze um sieben Euro, belastet das den Haushalt des Verbandes um 8 000 bis 10 000 Euro im Jahr.“ Präsident Wolfgang Ullrich: „Das sind Mehrkosten, die letzten Endes die Vereine tragen.“ Ein „bestimmtes Maß an Idealismus“ dürfe man von ehrenamtlichen Mitarbeitern erwarten.

Begründet worden war der Antrag des Spielausschusses unter anderem mit dem Aufwand, der den Beobachtern für ihre Einsätze entstehen würde. „Der bei den Beobachtern anfallende Aufwand mit Anreise, Beobachtung, Bewertungsgespräch und Nachbearbeitung ist zeit- und arbeitsintensiv. Im Durchschnitt werden alleine für die Nachbearbeitung etwa 45 bis 60 Minuten benötigt.“ Laut HVN-Schiedsrichterwart Hans-Jürgen Gottschlich zeige ein Vergleich mit anderen Landesverbänden, dass der Handball-Verband Niedersachsen mit seinen Sätzen am unteren Ende der Skala liege. oti