Andreas Michelmann ist neuer Präsident des Deutschen Handballbundes

Andreas Michelmann ist neuer Präsident des Deutschen Handballbundes. 73 von 119 Delegierten des außerordentlichen Bundestages am Samstag in Hannover stimmten für den Oberbürgermeister der Stadt Aschersleben. Der 55-Jährige tritt damit die Nachfolge von Bernhard Bauer an, der nach seiner Wahl während des ordentlichen Verbandstages im September 2013 im März dieses Jahres von dem Amt zurückgetreten war.

Blick auf das Präsidium des DHB während des außerordentlichen Bundestages am Sonnabend in Hannover. - Foto: Schlotmann

Der Wahl von Michelmann folgten zwei weitere: Neuer Vizepräsident Amateur- und Breitensport, und damit Nachfolger von Andreas Michelmann in dessen bisheriger Funktion, ist Carsten Korte. Neuer Vizepräsident Recht ist Heinz Winden. Winden tritt damit die Nachfolge von Dr. Anja Matthies an, die aus familiären Gründen zum Bundestag ihr Amt niedergelegt hatte.

Den Handball-Verband Niedersachsen vertraten während des Bundestages neben Präsident Wolfgang Ullrich die Vizepräsidenten Wolfgang Gremmel, Stefan Hüdepohl und Helmuth Wöbke sowie Geschäftsführer Gerald Glöde die Delegierten Gerhard Ditz (Vorsitzender Osnabrücker Handball-Region), Wolfgang Kaplick (Handball-Region Lüneburger Heide), Thomas Kowalski (Handball-Region Oldenburger Münsterland) und Bernd Wassermann (Vorsitzender Handball-Region Elbe-Weser). Für den Bremer Handballverband war Präsidentin Monika Wöhler angereist.

DHB-Präsident Michelmann nutzte den Bundestag, seinem Amtsvorgänger Bauer im Namen des Präsidiums und persönlich für dessen Engagement zu danken. „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit Bernhards.“ Das Präsidium habe sich darauf verständigt, den Weg der Umstrukturierung fortzusetzen. Der 55-Jährige verwies auf die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Strategie, in der er bis zum Jahr 2013 mitgearbeitet habe und die heute in der Perspektive 2020 zusammengefasst sind. Er forderte die Landes- und Ligaverbände auf, den eingeschlagenen Weg weiter mitzugehen.

Die Delegierten des außerordentlichen Bundestages in Hannover folgten mit der Wahl Michelmanns einer Empfehlung der Findungskommission, die Ende April die Arbeit aufgenommen hatte und in der die Landesverbandspräsidenten Lutz Rohmer (Mittelrhein), Peter Rauch (Mecklenburg-Vorpommern), Thomas Ludewig (Berlin), Uwe Schwenker (Präsident der Handball-Bundesliga) und Berndt Dugall (Vorsitzender der Handball Bundesliga Frauen) für die Ligaverbände sowie als Vertreter des DHB-Präsidiums Rolf Reincke (Vizepräsident Organisation) mitgewirkt hatten.

Michelmann war von 2007 bis 2010 Mitglied im Präsidium des Handballverbandes Sachsen-Anhalt, übernahm 2010 für drei Jahre die Präsidentschaft des Landesverbandes. 2013 wurde er zum Vizepräsidenten Amateur- und Breitensport gewählt.

Jurist Heinz Winden ist die Arbeit im Präsidium nicht fremd: Er wirkte bereits von 1990 bis 1993, von 1996 bis 2002 und von 2008 bis 2013 als Vizepräsident Recht des DHB. Während des Verbandstages 2013 in Düsseldorf war er von Dr. Anja Matthies in der Funktion abgelöst worden. Die Delegierten des außerordentlichen Bundestages in Hannover wählten Heinz Winden in Abwesenheit.

Um das Amt des Vizepräsidenten Amateur- und Breitensport hatte sich in Hannover neben Carsten Korte auch Lutz Rohmer, Präsident des Handball-Verbandes Mittelrhein, beworben. Korte konnte in geheimer Wahl 67, Rohmer 48 Stimmen auf sich vereinigen.

Auch Carsten Korte ist die Arbeit in den Gremien des Deutschen Handballbundes nicht unbekannt: Der 44-jährige Lehrer ist seit dem Jahr 2008 Mitarbeiter der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes und sitzt seit 2008 der Jugendspielkommission vor.

Korte bestätigte am Sonnabend in Hannover Andreas Michelmann, seinem Vorgänger in der Funktion des Vizepräsidenten Amateur- und Breitensport, „gute Vorarbeit“ in der Weiterentwicklung des Beachhandballs und der Reform des Amateur-Pokals. „Sicher gibt es aber auch noch die ein oder andere Stellschraube zu drehen.“ oti