Trainerassistent

Die Aufgaben eines Betreuers gehen im modernen Nachwuchshandball über die Begleitung von Übungsstunden hinaus. Um junge und erwachsene Menschen nach dem Kinderhandball-Grundkurs weiter für diese Aufgaben zu qualifizieren, bietet der Handball-Verband Niedersachsen vertiefende Wahlmodule an.

Werden in einem Zeitraum von maximal zwei Jahren der Kinderhandball-Grundkurs und Wahlmodule im Umfang von 15 Lerneinheiten absolviert, kann die Lizenz als Trainerassistent ausgestellt werden.

Zulassungsvoraussetzungen zu Wahlmodulen der Trainerassistent-Ausbildung sind:
•         Vollendung des 14. Lebensjahres
•         Mitgliedschaft in einem Verein des Deutschen Olympischen Sportbundes

Die Teilnahmegebühr der Wahlmodule variiert je nach Umfang und Ausrichter. 

Nach Abschluss des Wahlmoduls erhält der Teilnehmer Teilnahmebescheinigung.

Vereine, die ein Wahlmodul der Trainerassistent-Ausbildung ausrichten möchten, wenden sich an ihre jeweilige Handballregion. Was bei der Ausrichtung zu beachten ist, ist im Infoblatt für Ausrichter dargestellt.

Die offensive Abwehr ist für die Altersklassen bis zur C-Jugend verpflichtend vorgeschrieben. Dadurch wird insbesondere das Spiel 1 gegen 1 in großen Räumen akzentuiert. Die Teilnehmer vertiefen in diesem Lehrgang ihr Vorwissen zur Abwehrtechnik und erlernen praxisnahe Übungen und Spiele, mit denen sie das individuelle Abwehrspiel von der Manndeckung bis zur 3:2:1-Abwehrformation verbessern.

Die Teilnehmer lernen in diesem Lehrgang, wie sie ihr Training so gestalten können, dass sowohl die motorische, als auch die kognitive Schnelligkeit verbessert wird. Anhand einer methodischen Grundformel werden bekannte Übungen und Spiele gezielt verändert, sodass neue, fordernde Herausforderungen entstehen.

In vielen Köpfen sitzt der Gedanke fest, dass ein gezieltes Athletiktraining erst nach der Pubertät erfolgen sollte. Dass das nicht stimmt, zeigen aktuelle Studien. In diesem Lehrgang erwerben die Teilnehmer vertiefendes Wissen zum Athletiktraining mit Kinder und Jugendlichen. Durch das eigene Ausprobieren und das gegenseitige Korrigieren werden praxisnahe Übungen vermittelt, die direkt in das Training übernommen werden können.

Während im Hallenhandball bereits sehr früh das Spiel 1 gegen 1 den Ausbildungsschwerpunkt bildet, müssen im Beachhandball aufgrund der Überzahlsituation des Angriffs andere Spielprinzipien in den Vordergrund gestellt werden. In diesem Lehrgang lernen die Teilnehmenden die Schulungsschwerpunkte für den Beachhandball mit Kindern und wie sie das Training in der Halle und dem Sand gewinnbringend kombinieren können. Das erworbene Fachwissen wird praxisnah in Form von kleinen Spielen umgesetzt und anschließend gemeinsam reflektiert.

Schulter- und Knieverletzungen gehören im Handball dazu – oder?! Die Teilnehmenden erfahren in diesem Lehrgang, mit welchen Übungen sie das Risiko für Verletzungen im Sport reduzieren können. Praxisnah erproben sie anschließend die Versorgung von kleineren Blessuren sowie das Verhalten bei schweren Verletzungen im Sport.

In diesem Lehrgang erleben die Teilnehmenden, welche Rolle sie in der Entwicklung von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit einnehmen. Das erworbene Wissen wird anschließend in Form von kleinen Spielen in der Praxis umgesetzt und reflektiert.

Diese Fortbildung wird in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) durchgeführt.

Handballer müssen nicht nur fangen und werfen können, sondern auch über Körperstabilität und -beherrschung verfügen. Zur Verbesserung dieser Fähigkeiten sind turnerische Grundelemente geeignet. Die Teilnehmer erlernen in diesem Lehrgang die methodischen Reihen von der Rolle bis zum Handstand sowie wichtige Grundlagen zur Sicherheit. In praktischen Übungen werden die Turnelemente und Helfergriffe direkt ausprobiert.

Um handballbegeisterte Kinder langfristig und individuell zu fördern, kann ein mannschaftsübergreifendes Konzept hilfreich sein. In diesem Lehrgang lernen die Teilnehmenden die Grundlagen eines sportlichen Konzepts anhand von Best-Practice-Beispielen. Anhand der DHB-Rahmentrainingskonzeption wird anschließend ein sportliches Konzept für den eigenen Verein skizziert, das als Grundlage für die weiterführende Umsetzung dienen kann.

Egal ob das Spielfest, das Beachhandball-Turnier oder das erste eigene Training – im Vereinsalltag gibt es viele Projekte. In diesem Lehrgang lernen die Teilnehmenden die Grundlagen des Projektmanagements sowie praktische Werkzeuge. Anhand von selbstgewählten Projekten wird das Wissen vor Ort aktiv angewendet und reflektiert.

In diesem Lehrgang werden die Grundlagen der Aufsichtspflicht und der Haftung im Verein vertieft. Die Teilnehmenden erwerben wichtiges Fachwissen und wenden dieses in praxisnahen Beispielen direkt an. Anhand von Best-Practice-Beispielen können neue Anregungen für den eigenen Verein gewonnen werden.