Zum Jugendtag: Interview mit scheidendem Vizepräsidenten Olaf Denecke

Sonnabend fallen beim Jugendtag in Osnabrück Personalentscheidungen: Die Delegierten legen sich in der Nachfolge des noch amtierenden Vizepräsidenten Jugend des Handball-Verbandes Niedersachsen, Olaf Denecke, fest. Mit Dirk Misterek und Thorsten Schulte gaben sich bisher zwei Bewerber zu erkennen. Im März 2015 hatte Olaf Denecke das Amt und damit den Vorsitz des Jugendausschusses übernommen; zunächst kommissarisch. 2016 wurde Denecke offiziell vom ordentlichen Jugendtag in der Funktion bestätigt. Im Interview mit Carsten Schlotmann spricht der scheidende Vizepräsident über die fünfjährige Amtszeit, über An- und Einsichten.

Scheidet aus dem Präsidium aus: Olaf Denecke (links). Rechts im Bild: Präsident Stefan Hüdepohl. - Foto: Schlotmann

Sonnabend machst Du den Stuhl des Vizepräsidenten frei. Wehmut oder Erleichterung – was überwiegt und warum?
 
Olaf Denecke: Das hält sich die Waage. Ich verspüre Erleichterung, die Ziellinie zu überqueren mit gutem Erfolg; Wehmut, aus einer erfolgreichen Mannschaft auszuscheiden.
 
Vor einer Amtsübernahme definiert man Ziele. Was waren deine bei der Berufung 2015 beziehungsweise bei der Wahl 2016?
 
Olaf Denecke: Den Jugendausschuss als Team weiterzuführen und neue Mitarbeiter zu integrieren, die Weiterentwicklung bestehender Maßnahmen der allgemeinen Jugendarbeit und Implementierung neuer, sinnvoller und finanzierbarer Projekte. Hier sind wir gut vorangekommen, aber noch nicht am Ziel.
 
Welche Baustellen lässt Du deinem Nachfolger offen?
 
Olaf Denecke: Die Fortführung dessen, was ich eben genannt habe. Und die Suche einer Nachfolgeregelung für Ulrike Schulze als Vorsitzende des Arbeitskreises Schule. Handball in die Schulen zu bringen, ist enorm wichtig; genauso Kinder und Lehrer zu begeistern.

Verbandsarbeit ist ein Prozess. Welche Herausforderungen stellen sich den Mitarbeitern des Ressorts Jugend des Handball-Verbandes Niedersachsen in den kommenden drei Jahren?
 
Olaf Denecke: Mit dem Votum der Delegierten des Verbandstages im Mai soll das Ressort Jugend in das Ressort Jugend und Mitgliederentwicklung umbenannt und neu zugeschnitten werden. Daraus ergibt sich schon von alleine eine der Herausforderungen. Weitere sind die Fortentwicklung bestehender und die Einführung neuer Angebote in der allgemeinen Jugendarbeit, die Weiterentwicklung von Aktivitäten rund um den Beachhandball sowie die Werbung für Handball in  Schulen und Kindergärten. Mit der Einstellung der Referentin für Mitgliedergewinnung haben wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Du bleibst als Vorsitzender der Handball-Region Süostniedersachsen Mitglied des Erweiterten Präsidiums. Blick auf das Zusammenspiel von Verband und Gliederungen: Was erhoffst Du Dir als Vorsitzender einer Handball-Region von Deinem Nachfolger?

Olaf Denecke: Wie Verband und Region zusammenarbeiten sollten, habe ich im Amt erfahren. Ich weiß, was erwartet wird und was man erwarten kann. Auch in der Handball-Region Südostniedersachsen sind die genannten Themen präsent. Ich erhoffe mir ein gegenseitiges helfendes und offenes Miteinander.  
 
Zum Jugendtag am Sonnabend selbst. Welche Impulse sollten von der Veranstaltung ausgehen?
 
Olaf Denecke: Die Delegierten bekommen Angebote,  Verantwortung wahrzunehmen und zu entscheiden, wer die Interessen der Jugend im Präsidium, im Jugendausschuss sowie in den Arbeitskreisen vertritt. Sie können Erwartungen direkt äußern und den Mitgliedern des  Jugendausschusses unmittelbar mitgeben.