Westfalen-Turnier: Platz eins, Platz fünf – und beste Torhüterin

Landestrainerin Christine Witte und Landestrainer Timm Dietrich zogen am Sonntagabend Bilanz der Auftritte der HVN-Kader M2002 und W2003 beim Westfalen-Turnier im Handball-Leistungszentrum in Ahlen. Die Niedersachsenauswahl der männlichen Jugend schloss das Einladungsturnier des Handball-Verbandes Westfalen auf Platz fünf ab. Die Niedersachsenauswahl der weiblichen Jugend erspielte sich verlustpunktfrei den Turniersieg. Die Trainer der Turnierteilnehmer wählten mit Carsten Klavehn, Talent-Coach des Deutschen Handballbundes, Gesa Neuendorf vom VfL Oldenburg zur besten Torhüterin des Turniers.

Wilhelm Barnhusen, Präsident des Handball-Verbandes Westfalen, zeichnet Gesa Neuendorf als beste Torhüterin des Turniers aus. - Foto: Schlotmann

Der HVN-Kader der weiblichen Jugend bezwang in der Vorrunde die Vertretung des Handball-Verbandes Mittelrhein mit 32:15 und die aus Sachsen-Anhalt mit 33:24. Im Halbfinale behielten die Niedersachsen gegen die Gastgeber vom Handball-Verband Westfalen Oberhand (24:22) sowie im Finale gegen den Handball-Verband Niederrhein (23:21).

Am Ende der Spiele der Vorrundengruppe B der männlichen Jugend verwiesen Sachsen-Anhalt, Mittelrhein und Niedersachsen jeweils auf 2:2 Punkte. Niedersachsen hatte gegen Mittelrhein 34:28 gewonnen, Mittelrhein gegen Sachsen-Anhalt 33:25, Sachsen-Anhalt 38:26 gegen Niedersachsen. Sachsen-Anhalt und Mittelrhein zogen aufgrund der besseren Torverhältnisse in die Halbfinalrunde ein. Niedersachsen gewann das Spiel um Platz fünf gegen den Handball-Verband Niederrhein mit 34:26. Im Finale bezwang der Handball-Verband Berlin die Gastgeber aus Westfalen mit 24:23. 

Gesa Neuendorf, W2003: „Müssen noch an der Deckung arbeiten“

Gesa Neuendorf zum Abschneiden der Niedersachsenauswahl der weiblichen Jugend: „Wir hatten letztes Jahr schon den EWE-Cup in Bremervörde gewonnen, dann auch ganz gut den Ländervergleich in Osnabrück hinter uns gebracht.“ Mit Ambitionen auf den Titelgewinn zum Westfalen-Turnier zu reisen, wäre vermessen gewesen. „Umso mehr freuen wir uns über das Ergebnis.“

Laut Neuendorf sei das Turnier in Ahlen wie das HVN-Pokal-Turnier (2. bis 4. November in Emmerthal und Hameln) nur ein Zwischenziel auf dem Weg zum Deutschland-Cup im Januar beim Handball-Verband Württemberg. „Wie müssen nach wie vor an unserer Deckung arbeiten“, sagt die Torhüterin. „Im Angriff sieht das schon ganz gut aus; vielleicht müssen wir uns noch die ein oder andere Kombination entwickeln.“ 

Landestrainer Timm Dietrich: „Begeisternder Handball in der Vorrunde“

Landestrainer Timm Dietrich nickt: Entwicklungsfelder hätten sich gezeigt, „wenn es die Gegner geschafft haben, unseren Gegenstoß zu unterbinden. Dann waren wir nicht besser als die anderen Mannschaften. Wir müssen also am gebunden Spiel gegen die 6:0- und die 3-2-1-Abwehr arbeiten, um mehr Lösungen zu finden.“ Inhallieren müsse der Kader noch genauso an der 5:1-Abwehr. 

Dietrich zum Titelgewinn in Ahlen: „Im Prinzip wird wir jetzt an einem Punkt, den wir noch nicht so früh erwartet hatten.“ Ziel für das Turnier im HLZ Ahlen sei das Halbfinale gewesen: „Damit wir vier Spiele haben, und nicht nur drei, um uns weiter einzuspielen.“ In der Vorrunde hätte der Kader einen „begeisternden Handball“ auf die Platte gebracht. „Mit viel, viel Tempo nach vorne und einer hohen Präzision.“

Yannis Pätz, M2002: „Hatten uns mehr ausgerechnet"

Yannis Pätz von der TSV Burgdorf zum Abschneiden des HVN-Kaders M2002: „Wir hatten uns eigentlich erhofft, als Erster, mindestens aber als Zweiter aus der Gruppenphase zu gehen und dann mindestens Platz drei anzustreben.“ Aber es sei anders gekommen. „Jetzt sind wir Vorletzter; und, wenn ich an die Begegnung gegen Sachsen-Anhalt denke, auch zu Recht.“ Pätz: „Wir haben Sachsen-Anhalt dann unterschätzt, zu unkonzentriert gespielt und zu viele Bälle unnötig weggeschmissen.“

Der Torhüter habe aber auch positive Erkenntnisse aus der Zwei-Tages-Veranstaltung gezogen: „Ich glaube schon, dass wir gegen die Großen mithalten können; wenn wir unsere Chancen auch diszipliniert nutzen. Dann geht das sicherlich schon ganz gut.“ 

Landestrainerin Christine Witte macht Entwicklungsfelder aus

Landestrainerin Christine Witte: „Nach dem Tageslehrgang am Freitag in Lastrup war unser primäres Ziel, die 6:0-Abwehr zu optimieren, die wir eingeprobt hatten. Wir mussten dann aber sehen, dass es in der Praxis das ein oder andere Abspracheproblem gibt und wir unsere Regelbewegungen nicht verinnerlicht haben. Das werden wir in den nächsten Maßnahmen bis zum HVN-Pokal-Turnier noch mal in den Mittelpunkt rücken.“ Zufrieden sei die Landestrainerin mit dem Umschaltspiel. „Wir sind über solide Torhüterleistungen gut in die Gegenstöße gekommen.“ Optimierungsbedarf sieht sie in der Spielsteuerung gegen offensive Abwehrformationen. „Da müssen wir uns in der Entscheidungsfähigkeit üben.“

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