Verantwortung für das eigene Glück

Ziele definieren und erreichen, Verantwortung übernehmen und Stärke aus Niederlagen zu entwickeln – ob im Sport oder im Berufsleben – der Blog „Glückslockenkopf“ der ehemaligen Handballspielerin Elisabeth Lemke will jungen Menschen Erfahrungen und Tipps zu mehr Selbstvertrauen an die Hand geben.

Die ehemaligen Handballspielerin Elisabeth Lemke in der norwegischen Fjordlandschaft. - Foto: Lemke

Elisabeth Lemke im Trikot des SFN Vechta. - Foto: SFN Vechta

Ob in ihrer Arbeit als Förderschullehrerin, als Handballtrainerin oder als Spielführerin einer Handballmannschaft, Elisabeth Lemke ist immer wieder mit Themen der Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt gewesen. „Bewusst auseinandergesetzt habe ich damit aber erst seit einiger Zeit. Ich entdeckte für mich, dass es mir sehr gut tut, kontinuierlich an mir und an meinen Zielen zu arbeiten und mich in dem Bereich weiterzubilden“, schildert Lemke die Ideenfindung zu ihrem Blog „Glückslockenkopf“. Gerade in ihrem Beruf als Förderschullehrerin, als Streitschlichter-Ausbilderin und in der Arbeit mit „schwierigen Schülern“ habe sie immer wieder mangelndes Selbstvertrauen bei ihren Schützlingen bemerkt. Ihr Blog solle dazu beitragen, dass gerade junge Menschen mit mehr Optimismus und einem gesunden Selbstvertrauen durch das Leben gehen. „Man muss lernen Verantwortung für das eigene Glück zu übernehmen“, sagt die 34-Jährige. 

Sport und Persönlichkeitsentwicklung gehören für Lemke unzertrennlich zusammen. „Ich habe aus meiner aktiven Zeit – gerade als Jugendliche – super viel mitgenommen. Glücklicherweise hatten wir in dieser Zeit einen qualifizierten, hochmotivierten Trainer und einen unermüdlichen, fitten Betreuer“, blickt sie auf eine Handballlaufbahn zurück, die sie über zwei Meisterschaften in der Oberliga Nordsee mit ihrem Verein SFN Vechta in die 3. Liga führte. Höhepunkt ihrer Karriere waren zwei Spielzeiten für den Zweitligisten HSG Stemmer/Friedewalde. „Obwohl ich natürlich nach wie vor gerne zu Handball als Sportart rate, ist es nicht wichtig, welchen Sport Jugendliche ausüben. Aber ich denke es ist sehr wichtig, dass sie diesen Sport mit Spaß, Leidenschaft und gesundem Ehrgeiz ausüben“, stellt Lemke – wie zum Beispiel in einem Interview mit der Mannschaftsolympiasiegerin im Dressurreiten, Kristina Bröring-Sprehe, gern auch andere Sportarten und ihre Akteure vor.  

Entscheidend ist für Lemke das formulieren von Zielen. In zwei ihrer Workbooks geht sie darauf ein, blickt aber auch augenzwinkernd auf ihre eigenen Zielvorgaben zurück. „Im Nachhinein haben wir unsere Ziele auf jeden Fall oft zu zaghaft – und gerne mit einer offenen Hintertür – formuliert. Selbst formulierte Ziele helfen uns aber dabei, den Fokus auf unser Ziel zu legen. Wir müssen wissen, wo wir überhaupt hinwollen“, schreibt sie in ihrem Blog. Lemkes Blog ist aber noch wesentlich vielseitiger, reicht von Buch- und Filmempfehlungen bis zu Tipps zum Relaxen. So zeigt ein Bild nur die Wanderschuhe der Autorin, im Hintergrund sieht man eine norwegische Fjordlandschaft. Ihren Hinweis „Einfach mal die Seele baumeln lassen“ sollte man für seine persönliche Zielsetzung ebenfalls beachten. 

Elisabeth Lemkes Blog erreicht man über www.glueckslockenkopf.de