Thorsten Schulte ist neuer Vizepräsident Jugend

Der Handball-Verband Niedersachsen hat einen neuen Vizepräsidenten Jugend. Die Delegierten des Jugendtages wählten am Sonnabend in Osnabrück den 52-jährigen Thorsten Schulte aus Reppenstedt (Handball-Region Lüneburger Heide) in die Funktion. Schulte setzte sich in geheimer Wahl mit 24:11 Stimmen gegen Dirk Misterek, stellvertretender Jugend der Handball-Region Hannover, durch.

Nach dem Jugendtag in Osnabrück: Der scheidende Vizepräsident Olaf Denecke mit seinem Nachfolger Thorsten Schulte und Präsident Stefan Hüdepohl (von links). - Foto: Schlotmann

Schulte ist hauptamtlicher Geschäftsführer des VfL Lüneburg und war bis Ende vergangenen Jahres Vizepräsident des Landessportbundes Niedersachsen. Er ist verheiratet, hat drei Kinder. Er stammt aus Sachsen-Anhalt. Seinen Wohnort hatte er 1993 von Magdeburg in die Gemeinde Altenau im Landkreis Goslar verlegt, später dann nach Lüneburg. 

Schulte bezeichnete sich während seiner Vorstellung vor den Delegierten des Jugendtages als Verfechter des Breitensports. „Denn: Ohne Breite keine Spitze.“ Die Übernahme des Amtes nannte er eine „spannende Herausforderung“. Schulte zum Thema Mitgliedergewinnung: „Kinder- und Jugendsport muss auf eine Ebene gehoben werden, die er verdient.“ 

Zur Vorsitzenden des Arbeitskreises Schule wählten die Delegierten Ulrike Schulze, zum Referenten Beachhandball Dennis Glaser. Die Wahl der Jugendsprecher fiel auf Maren Kamjunke, Janina Helmecke, Jannis Klein, Timo Hoffschrör und Edgar Rot.  Schulze, Glaser und die Jugendsprecher müssen noch vom Präsidium bestätigt werden. 

Vor den Wahlen hatte der scheidende Vizepräsident Jugend, Olaf Denecke, auf seine Amtszeit zurückgeblickt. Im März 2015 hatte er das Amt und damit den Vorsitz des Jugendausschusses übernommen; zunächst kommissarisch. 2016 war Denecke offiziell vom ordentlichen Jugendtag in der Funktion bestätigt worden. Denecke sprach von der Intensivierung der Schulaktionen und Lehrerfortbildungen in den vergangenen vier Jahren, der Leistungsförderung, aber auch über die Zusammenarbeit mit anderen Ressorts; etwa dem Ressort Bildung und Entwicklung. 

Denecke bleibt als Turnierleiter der Wettbewerbe in Cuxhaven-Duhnen Mitarbeiter im Arbeitskreis Beachhandball. „Ich sehe im Beachhandball eine große Chance der Mitgliedergewinnung.“ Unter anderem sei für 2019 erstmals ein Turnier für Grundschul-Mannschaften geplant. „Mitgliedergewinnung und Mitgliedererhalt, zusammengefasst Mitgliederentwicklung, ist eine der fordernden Aufgaben für den Jugendausschuss und die Gliederungen für die nahe Zukunft.“ 

Grußworte hatten eingangs des Jugendtages Thorben Steguweit, stellvertretender Vorsitzender der Sportjugend Niedersachsen, Gerhard Pfannkuch, Vorsitzender des Stadtsportbundes Osnabrück, und Gerhard Ditz, Vorsitzender der Osnabrücker Handball-Region, und Stefan Hüdepohl, Präsident des Handball-Verbandes Niedersachsen, gesprochen. 

J-Teams, Zusammenarbeit mit der Sportjugend im Allgemeinen – Thorben Steguweit reichte der niedersächsischen Handballjugend die Hand und forderte zur Zusammenarbeit auf. Gerhard Pfannkuch thematisierte unter anderem die Mitgliedergewinnung im Allgemeinen, die Medienpräsenz und Schulaktivitäten im Speziellen. 

Stefan Hüdepohl bezeichnete eingangs des Jugendtages das Ressorts Jugend als Schlüsselressort: Alternative Spielformen wie Beachhandball, Lehreraus- und Lehrerfortbildung sowie Grundschulaktionstage keimten aus der Jugend heraus. Diese Keimzelle gelte es zu unterstützen und zu fördern. Zentrale Aufgabe des Ressorts Jugend sei die Förderung der Zusammenarbeit von Vereinen und Schulen. „Ohne diese Zusammenarbeit werden wir keine Mitglieder werben.“

Engagemententwicklung, Mitgliedergewinnung und Erhalt von Mitgliedern thematisierte Sarah Borchers, seit August vergangenen Jahres, Referentin für Mitgliedergewinnung des Verbandes, während der Veranstaltung. Insbesondere die Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindertagesstätten thematisierte die Referentin; kündigte unter anderem die Entwicklung von Angeboten für Erzieherinnen an.  Borchers zur Engagemententwicklung: „Das persönliche Gespräch ist durch nichts zu ersetzen.“