Themen Recht und Finanzen: AG Zukunft sieht Chancen in der Zentralisierung von Aufgaben

Die Mitglieder der vom Präsidium eingesetzten Arbeitsgruppe Zukunft legen den Gliederungen konkrete Vorschläge für Strukturänderungen vor. Vorschläge, die am Ende in die Zentralisierung von Aufgaben und damit in Synergien enden könnten. Präsident Stefan Hüdepohl, der der Arbeitsgemeinschaft vorsitzt, skizzierte während der Zusammenkunft des Erweiterten Präsidiums am Sonnabend in Walsrode konkrete Möglichkeiten in den Bereichen Recht und Finanzen.

Stellte in der EP-Sitzung die Möglichkeiten einer zentralen Finanzverwaltung vor: Wolfgang Gremmel, Vizepräsident Finanzen des Handball-Verbandes Niedersachsen. - Foto: Schlotmann

Möglich wäre demnach die Abschaffung der Gerichte auf der Ebene der Gliederungen und eine Überführung der Aufgaben in eine noch zu schaffende zweite Eingangskammer, die beim Verbandssportgericht eingerichtet werden würde. Hüdepohl: „Wir erwarten dadurch eine einheitlichere Rechtsprechung.“ Ein weiterer Benefit: „Wir könnten Experten so zentralisieren, dass wir in allen Bereichen gut und schnell qualifizierte Urteile bekommen.“

Des Weiteren habe die AG empfohlen, seitens des Verbandes den Gliederungen Service-Leistungen im Bereich des „Haushaltsvollzuges“ (O-Ton Hüdepohl) anzubieten. „Vorausgesetzt, das wird von den Gliederungen tatsächlich gewünscht“, erklärte der Präsident am Sonnabend in Walsrode. Buchungen und Haushaltsabschluss würden dann Verbandsmitarbeiter übernehmen, „ohne in die Haushaltshoheit der Gliederungen einzugreifen. Es geht nur um die Abwicklung, um gegebenenfalls auch vor Ort Kosten zu sparen.“

Wolfgang Gremmel, Vizepräsident Finanzen des Landesverbandes, nannte konkrete Zahlen. Er stellte das Verhältnis des Mittelansatzes für die Finanzverwaltung einiger Gliederungen zu dem für die Jugendarbeit infrage. Ziel der Gliederungen müsse die Freisetzung zusätzlicher Ressourcen zugunsten der Jugendarbeit und der Mitgliederentwicklung sein. 

Er unterstrich die Ausführungen des Präsidenten, nicht in das Budgetrecht der Gliederungen eingreifen zu wollen. „Das bleibt in den Regionen. Wir sprechen im Wesentlichen über die Kontierung der Belege, die Buchung der Geschäftsvorfälle und die Erstellung der Abschlüsse.“

Pilotprojekte seien bereits ab Sommer kommenden Jahres denkbar. „Voraussetzung ist, dass sich mindestens fünf Gliederungen an dem Modellvorhaben beteiligen“, sagte Wolfgang Gremmel.