Silke Blinzler gewinnt bei der DHB-Ehrenamtskampagne

Die zwölf Gewinner der ersten Ehrenamtskampagne des Deutschen Handballbundes, die beim „Tag des Deutschen Handballs 2019“ gestartet wurde, stehen fest. Zwei der Preisträger kommen aus Niedersachsen, neben Roland Bellmann vom TuS Hohne-Spechtshorn auch Silke Blinzler vom RSV Seelze von 1951.

Silke Blinzler und ihre Mini-Mannschaft. - Foto: RSV Seelze

„Schon die Mail mit der Information, dass ich nominiert bin, hat mich sehr stolz gemacht“, so Silke Blinzler. Ihre Verein gewinne durch die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb ein Preisgeld Höhe von 500 Euro, das vom Freundeskreis des deutschen Handballs e.V. zur Verfügung gestellt werde. Über die genaue Mittelverwendung müsse noch beraten werden. Sie selbst freue sich, demnächst nun auf einem Plakat Teil der DHB-Ehrenamtskampagne zu sein und auf die Einladung zu einem Länderspiel. Die Inhaberin einer Trainer B-Lizenz hat sich bereits im Alter von 19 Jahren als Trainerassistentin engagiert. „Mannschaften zu betreuen und auszubilden hat mich immer interessiert. Einige Jahre später habe ich dann eine weibliche A-Jugend als Trainerin übernommen“, erzählt sie von den Anfängen. Mittlerweile betreut sie nicht nur Mannschaften, sondern bekleidet auch das Amt der Jugendwartin in ihrem Verein. „Motivation war für mich immer das Gefühl, dass der Breitensport zu kurz kommt“. Inzwischen engagiert sie sich seit 31 Jahren für den Sport mit Hand und Ball.

„Eine derartige Einsatzbereitschaft für unseren Sport wie bei Silke erlebt man selten“, lobt Thomas Wolff, Spartenleiter Handball beim RSV Seelze. Er habe viele fleißige Vereinsmitglieder, aber durch ihre jahrzehntelange Arbeit rage Silke Blinzler aus diesem Kreis noch heraus.

Sie freue sich über die Anerkennung aus dem Verein, sagt Silke Blinzler, gibt aber auch Wertschätzung an ihre Mitstreiter zurück. „Ohne die vielen helfenden Hände, gerade bei den Handballminis, würde es nicht funktionieren.“ Nachwuchs für die freien Betreuerjobs suche sie sich unter Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen. „ Ich spreche potentielle Kandidaten einfach an. Bei Jugendlichen ist es wichtig, dass sie nicht das Gefühl bekommen, auf alle Zeiten verpflichtet zu sein“. Wer Spaß als Betreuer oder gar Trainer habe, der würde auch bleiben. Wichtig sei, Neulinge gut auszubilden, regelmäßig zu coachen und nicht allein zu lassen. Dafür organisiere sie unter anderem Kinderhandballgrundkurse in Seelze und freue sich mittlerweile auch über einige neue Trainer mit C-Lizenz im Verein, darunter ihre Tochter Alina.

Seit ihrer Amtsübernahme als Jugendwartin sei die Zahl der Jugendmannschaften von vier auf elf Teams gestiegen. „Das dafür notwendige Arbeitspensum merkt man. Ich bemühe mich da, wo es möglich ist, auch kürzer zu treten“, sagt die 50-Jährige, die als Angestellte im Ganztagsbetrieb einer Grundschule arbeitet. Spaß am Handball, ob als Trainerin oder als Spielerin im 2. Damenteam der Seelzer, sei auch nach langer Zeit immer noch vorhanden. „Gerade vor den Schulferien möchte ich mal durchschnaufen, spätestens gegen Ende der Ferien freue ich mich dann schon wieder auf Handballtraining mit den Kindern.“