Schiedsrichterwesen: Erweitertes Präsidium verabschiedet Hans-Jürgen Gottschlich

An der Spitze des Arbeitskreises Schiedsrichterwesen des Handball-Verbandes Niedersachen zeichnen sich Veränderungen ab. Hans-Jürgen Gottschlich, seit dem Jahr 2010 Schiedsrichterwart des Verbandes, gibt mit Jahresende die Tätigkeit auf. Das Präsidium ernannte am Freitag Volker Pellny zum Nachfolger. Pellnys bisherige Funktion als stellvertretender Schiedsrichterwart und Beauftragter für Beobachtungen übernimmt Thorsten Rieckmann. Die Mitglieder des Erweiterten Präsidium verabschiedeten Gottschlich am Sonnabend während ihrer Zusammenkunft in Walsrode aus ihrem Kreis. Gottschlich hatte als Vertreter des Spielausschusses im Erweiterten Präsidium mitgewirkt.

Verabschiedung: Präsident Stefan Hüdepohl mit dem scheidenden Schiedsrichterwart Hans-Jürgen Gottschlich. - Foto: Schlotmann

Der scheidende Schiedsrichterwart hatte bereits im Frühjahr dieses Jahres das Präsidium informiert, sich 2019 aus der Verbandsarbeit zurückziehen zu wollen. Einher mit der Mitteilung ging die Empfehlung, Volker Pellny als Nachfolger einzusetzen. Pellny begleitet den scheidenden Schiedsrichterwart seit seiner Amtsübernahme vor acht Jahren in dessen Verantwortungsbereich. 

Hans-Jürgen Gottschlich bat am Sonnabend die Mitglieder des Präsidiums und die Vorsitzenden der Gliederungen, das Vertrauen, dass sie in ihn während seiner Amtszeit gesetzt hätten, auf Volker Pellny und die Mitglieder des Arbeitskreises Schiedsrichterwesens zu übertragen. Er habe Freunde gehabt an der Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis. Gottschlich in Richtung der EP-Mitglieder: „Ich würde mir wünschen, dass ihr in allen Gremien des Verbandes darüber nachdenkt, wie groß der Benefit ist, den man aus Teamarbeit ziehen kann, wenn man persönliche Dinge zurückstellt.“ Er selbst werde die Arbeit des Verbandes auch in Zukunft weiter begleiten. „Da, wo ich gebraucht werde“, sagte er.

Präsident Stefan Hüdepohl dankte Hans-Jürgen Gottschlich für dessen Engagement für den Verband: „Niemals geht man ganz. Wir wissen, dass du ein gut bestelltes Feld zurücklässt.“ 

Hans-Jürgen Gottschlich hatte 2010 die Nachfolge von Michael Polworth angetreten. Damals war er noch als Schiedsrichterwart des inzwischen aufgelösten Norddeutschen Handball-Verbandes tätig.

Der pensionierte Bundeswehroffizier galt schon 2010 in der Zunft als „alter Hase“. Zuletzt war er 1985 mit seinem Partner Peter Jurczik in den A-Kader der Internationalen Handballföderation berufen worden. 

Seine Grundausbildung zum Schiedsrichter hatte Gottschlich 1965 absolviert, ab 1973 leitete er Spiele der Oberliga Niedersachsen, ein Jahr später dann Spiele der damaligen Regionalliga. Ab 1975 (Frauen) beziehungsweise 1977 (Männer) entsandte der Deutsche Handballbund das Gespann Gottschlich / Jurczik in die Hallen der Handball-Bundesligen.