RSG Hannover 94: Pioniere im Rollstuhlhandball benötigen Trainerunterstützung

Vor drei Jahren rief die Rollstuhl-Sportgemeinschaft Hannover 94 (RSG) die Abteilung Handball ins Leben. Mit bleibendem Erfolg: Die „RSG Blue Bandits Hannover“ gehören laut Vorsitzender Dr. Meike Lüder-Zinke zu den Aushängeschildern im bundesdeutschen Rollstuhl-Handball. Das Problem: „Aktuell fehlt uns der Trainer, der Handball-Sachverstand in die Gruppe trägt“, sagt die Vorsitzende. Die Betonung liege auf Handball-Sachverstand. „Man muss uns nicht mehr zeigen, wie man sich im Rollstuhl bewegt. Das können die Sportler.“ Tatsächlich ginge es um die Vermittlung von Techniken und Fertigkeiten im Umgang mit Hand und Ball. 

Die RSG Hannover 94 gehört zu den Pionieren im Rollstuhl-Handball. - Foto: RSG Hannover 94

Die knapp zehn Personen starke Gruppe trifft sich immer donnerstags für die Zeit zwischen 19 und 20.30 Uhr in der Sporthalle Annastift Berufsbildungswerk in der Landeshauptstadt (Wülfelder Straße 60, 30539 Hannover). Interessenten sollten sich formlos unter Tel. 0160/94461544 beziehungsweise per E-Mail (meike.lueder@htp-tel.de) mit Meike Lüder-Zinke in Verbindung setzen.

Laut RSG-Vorsitzender sei das Team als inklusive Mannschaft konzipiert. Klartext: Nicht alle Teilnehmer der Trainingsstunden sind an den Rollstuhl gefesselt. Auch „Gehende“ würden sich zu den Trainingseinheiten unter die Sportler mit körperlichen Beeinträchtigungen mischen. 

Ziel der RSG sei, auch andere Vereine von den Entwicklungspotentialen zu überzeugen, die Rollstuhl-Handball in sich berge. Dabei könne der Verein unter anderem auf die Unterstützung der Recken des DKB Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf zurückgreifen und stehe genauso mit dem Deutschen Handballbund und mit der Deutschen Sporthochschule in Köln in Kontakt.