Roland Bellmann ist Gewinner der DHB-Ehrenamtskampagne

Die zwölf Gewinner der ersten Ehrenamtskampagne des Deutschen Handballbundes, die beim „Tag des Deutschen Handballs 2019“ gestartet wurde, stehen fest. Zwei der Preisträger kommen aus Niedersachsen, neben Silke Blinzler vom RSV Seelze v. 1951 Roland Bellmann vom TuS Hohne-Spechtshorn.

Roland Bellmann gewinnt zusammen mit weiteren Ehrenamtlichen bei der DHB-Ehrenamtskampagne. - Foto: DHB

„Ich bin von zwei meiner ehemaligen Spielerinnen  gefragt worden, ob ich mit der Nominierung einverstanden wäre und habe eingewilligt“, erklärt Roland Bellmann. Der mittlerweile 70-Jährige - den im Verein fast jeder Bello nennt-  war seit 1974 für seinen Verein als Trainer, Betreuer, Schiedsrichter und Handballabteilungsleiter tätig und steht auch heute noch als Trainer von drei  Jugendmannschaften und zur Not auch als „Mädchen für Alles“ an der Seitenlinie. „Als ich als Trainer anfing, gab es nur die Damenmannschaft. Ich wurde damals automatisch auch Spartenleiter“, berichtet er über seinen Weg „ohne Wahl“ ins Ehrenamt. Erfahren, dass er einer von zwölf Preisträgern ist, die in nächster Zeit im Rahmen eines Länderspiels geehrt werden sollen, habe er per E-Mail. „Ich habe dann erst auf Nachfrage begriffen, was das sonst noch bedeutet“, sagt er. Das Preisgeld für seinen  Verein in Höhe von 500 Euro zum Erwerb von Sportmaterial, das vom Freundeskreis des deutschen Handballs e.V. zur Verfügung gestellt wird, sei hochwillkommen. „Speziell die Jugendabteilung wird sich darüber freuen, denke ich“, so Bellmann.

„Es gibt wohl keine Hohner Handballerin, die nicht entweder von ihm oder von seiner Frau Sabine betreut wurde“, meldet die Gemeinde Hohne auf ihren Internetseiten. „Über Jahre wurden ihm innerhalb der Samtgemeinde und durch den Handballkreis Celle immer wieder Ehrungen zuteil.“ Die Auszeichnung durch den DHB sei für den 70-Jährigen „eine großartige Bestätigung seines 46-jährigen ehrenamtlichen Einsatzes – auch stellvertretend für alle Handballbegeisterten, die seine Spielphilosophie leben: Breitensport statt Spitzensport mit Herz und Verstand“. 

Bellmann selbst: „Das heißt übrigens nicht, dass ich was gegen Leistungssport habe. In einer kleinen Ortschaft wie der unseren mit etwa 1000 Einwohnern ist der Breitensport aber die einzige Lösung für den Handball.“ Seine Hauptanliegen sei, dass Kinder fröhlich sind. „Ich brauche das“, betont der ehemalige Förderschullehrer, dessen Fahrdienste zu den Pflichtspielen in dem im Ort bekannten „Bello-Bus“ wie auch die sich anschließenden Eisdielenbesuche von vielen Ehemaligen und Aktiven im Nominierungsvideo erwähnt werden. Den Stab als Leiter der Handballsparte hat Bellmann seit einigen Jahren an seine Tochter Nina weitergegeben. „Du hast mir vorgelebt, was Ehrenamt bedeutet“, sagt sie im Video bei youtube.