Pellny: „Müssen weiter an der Attraktivität des Schiedsrichterwesens arbeiten”

Volker Pellny, Schiedsrichterwart des Handball-Verbandes Niedersachsen, unterstrich während einer Videokonferenz mit den Vertretern des Schiedsrichterwesens der Gliederungen die Notwendigkeit, weiter an der Attraktivität des Schiedsrichterwesens zu arbeiten. Angedacht sei seitens der Mitglieder des Arbeitskreises Schiedsrichterwesen, zukünftig auch ambitionierte Top-Gespanne aus den Gliederungen zu den Förderlehrgängen des Verbandes zuzulassen.

Vertreter des Schiedsrichterwesens des Handball-Verbandes Niedersachsen tauschten sich mit denen aus den Gliederungen aus. - Foto: Jörg Zehrfeld

Einig seien sich laut Pellny er und die Vertreter der Gliederungen, dass das Coaching des Schiedsrichternachwuchses weiter ausgebaut werden müsse; auf Gliederungs- und Verbandsebene. Die Zahl der Juniorschiedsrichter, die bereits ab dem 13. oder 14. Lebensjahr auf Gliederungsebene in den unteren Altersklassen zum Einsatz kommen, nehme weiter zu, hieß es am Freitag aus dem Kreis der Schiedsrichterwarte der Gliederungen.

Eingeleitet hatten die Teilnehmer der Videokonferenz die Beratungen mit einer Analyse der aktuellen Spielstruktur auf den Ebenen der Gliederungen und der des Verbandes. „Immer mehr Schiedsrichter sind auch als aktive Handballer oder Trainer gefordert. Diese Doppelfunktionen führen dazu, dass unsere Zielvorstellung im HVN von 1,5 Schiedsrichtern pro gemeldeter Mannschaft nicht mehr ausreicht“, bilanziert Pellny. Zielführend aus Sicht des HVN-Arbeitskreises wäre ein Soll von 2,5 bis drei Schiedsrichtern pro gemeldeter Mannschaft. 

Vor den Hintergrund, dass bereits aktuell die wenigsten der Gliederungen des HVN das Soll von 1,5 Schiedsrichtern pro in die Ligen des Verbandes entsandter Mannschaft erfüllen kann, käme eine entsprechende Forderung sicherlich einer Illusion gleich. „Dennoch werde ich dem Präsidium des HVN die Problematik vortragen und wir werden Vorschläge für eine mittelfristige Lösung erarbeiten.“