Ohne Mühe für die EM qualifiziert – Gelungener Auftritt des DHB-Teams

Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) hat das 2. Qualifikationsspiel gegen Österreich 34:19 (19:5) gewonnen und ist damit für die Europameisterschaft 2022 qualifiziert. „Wir haben eine sehr starke Abwehr, egal ob 6:0 oder 5:1, gestellt. Durch meine Wechselei wurde es nach der Pause etwas holprig. Aber ich wollte alle Spieler auf dem Feld sehen“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason.

Kreisläufer Johannes Golla räumt am gegnerischen Kreis auf. - Foto: Sascha Klahn/DHB

Gislason hatte im Vorfeld den Einsatz der Spieler, die im ersten Aufeinandertreffen gegen Österreich am vergangenen Mittwoch in Graz fehlten, angekündigt. Seine Akteure nutzten vor allem die ersten 30 Minuten zu einer überzeugenden Demonstration. Den Gästen gelang erst nach zehn Minuten der erste Treffer gegen das deutsche Abwehrbollwerk, in dem auch Torhüter Andreas Wolff ein gewichtiges Wort mitredete. Auf allen Positionen gefährlich zog das deutsche Team ohne Mühe auf den von Fabian Böhm erzielten 19:5 Pausenstand davon und sah bereits wie der sichere Sieger aus. „Wir dürfen uns vom Ergebnis nicht blenden lassen. Bei der WM kommt eine andere Qualität auf uns zu“, warnte DHB-Teamchef Oliver Roggisch während der Halbzeit.

Die Gäste aus der Alpenrepublik hatten sich einen besseren Auftritt für die zweite Hälfte vorgenommen, nutzten zwei Zeitstrafen sowie das schlechte Spiel der deutschen Sieben ohne Torhüter zu einem 7:1 Lauf auf das 20:12 Zwischenresultat. Alfred Gislason nahm  eine Auszeit (40.) um seine Truppe neu einzustellen. Mit Erfolg, seine Riege kam wieder in die Erfolgsspur. Große Unterstützung kam dabei auch vom eingewechselten Silvio Heinevetter zwischen den Pfosten, der seinem Vorgänger Wolff mit ähnlich guter Leistung nacheiferte. Österreichs Pulver verpuffte zusehends. Im deutschen Angriff setzte sich vor allem Paul Drux eindrucksvoll in Szene.

Die deutsche Mannschaft bestreitet am Freitag, 15. Januar, ihr erstes Weltmeisterschaftsspiel gegen das Team von Uruguay (ARD, 17:15 Uhr) in Gizeh. Übrigens ohne Zuschauer. Die IHF gab während der heutigen Begegnung bekannt, dass die Weltmeisterschaft vor leeren Rängen stattfinden wird. „Das wird die WM sicherer machen“, sagte Alfred Gislason.