Landessportbund verabschiedet Masterplan Inklusion - Ernst: „Ein Arbeitsauftrag“

Die Delegierten des 45. Landessporttages des Landessportbundes Niedersachsen brachten am Wochenende den Masterplan Inklusion im niedersächsischen Sport auf den Weg. Mit den Stimmen des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN): „Wir verstehen den Masterplan als Arbeitsauftrag, unsere Anstrengungen in diesem Bereich weiter zu intensivieren und auszubauen“, erklärt HVN-Geschäftsführer Markus Ernst.

Training einer Inklusionsmannschaft. - Foto: TuS Sulingen

  • Menschen mit Beeinträchtigungen sollen Teilnehmende werden
  • Wichtiger Baustein auf dem Weg zum „Handball für Alle“
  • Masterplan ist Bestätigung 

Laut Beschluss des Landessporttages sollen sich Sportvereine, Landesfachverbände und Sportbünde bis ins Jahr 2030 so weiterentwickeln, dass Menschen mit Beeinträchtigungen als Teilnehmende im Sportbetrieb, als Ehrenamtliche, Freiwillige oder als Hauptberufliche gleichberechtigt an den Leistungen des Sports partizipieren können. Der Landessporttag ist das oberste Beschlussorgan des Landessportbundes.

Markus Ernst: „Inklusion im Handball ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem Angebot ,Handball für Alle‘, das wir ja auch in unseren Zielvereinbarungen definiert haben.“ Erste Schritte seien erfolgreich gegangen. „Und es gibt ein Konzept für ein Kickoff-Event für einen inklusiven Spielbetrieb, der durch die Corona-Pandemie aber vorerst ausgebremst wurde.“

Der LSB-Masterplan, der vorerst mit einem Finanz-Volumen in Höhe von über zwei Millionen Euro ausgestattet ist, enthält 28 Ziele für elf Handlungsfelder: Verbandskultur, Angebote, Strukturen, Qualifikation, Barrierefreiheit, Kooperationen, Lobbyarbeit, Kommunikation, Service, Ressourcen und Wissenschaft.

HVN-Geschäftsführer Ernst zu den Priorisierungen im Bereich Inklusion im niedersächsischen Handball: „Im nächsten Stepp sollte es um die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Trainern, Übungsleitern und Schiedsrichtern, aber auch hoch engagierten Ehrenamtlichen gehen. In diese Richtung sind erste Überlegungen und Gedanken da. Das werden wir aber in den kommenden Wochen vertiefend besprechen.“

Konkrete Eckdaten eines Zeitplans mag der Geschäftsführer noch nicht nennen: „Da das Kick-Off-Event wegen der Corona-Pandemie bisher mehrfach verschoben wurde ist ein verbindlicher Zeitplan heute noch nicht seriös vorhersagbar.“ Dennoch: „Zunächst ist der Masterplan für uns Bestätigung, dass wir uns beim Thema Inklusion auf dem richtigen Weg befinden.“

In Niedersachsen und Bremen bieten mit dem TSV Altenwalde, SV Werder Bremen, mit der HSG Heidmark, dem TB Stöcken, dem TuS Sulingen, dem Hannoverschen SC und dem TuS Bothfeld aktuell sieben Vereine Handball in inklusiven Gruppen an. Gespräche mit weiteren Vereinen sind bereits vereinbart.

Ansprechpartner beim Handball-Verband Niedersachsen sind Sarah Borchers, Referentin für Mitgliederentwicklung (Tel. 0511/9899520, sarah.borchers@hvn-online.com), und Katja Klein, Bildungsreferentin Jugend (Tel. 0511/9899517, katja.klein@hvn-online.com).

Masterplan Inklusion im niedersächsischen Sport