Inklusion im (Beach-)Handball: Gelungene Premiere in Cuxhaven-Duhnen (mit Video)

Zufriedene Gesichter – bei den Teilnehmern, deren Betreuern und den Gastgebern: Der Handball-Verband Niedersachsen feierte Sonnabend mit dem Beachhandball-Turnier für Inklusionsmannschaften am Strand von Cuxhaven-Duhnen Premiere. Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen spielten gemeinsam Handball. Turnierleiter Olaf Denecke während der Siegerehrung am Samstagabend: „Die Teilnahme der Mannschaften ist eine Bereicherung für unsere Turniere.“ Für das Jahr 2020 plane der Verband eine Neuauflage. Gefördert wurde das Turnier 2019 vom Freundeskreis des Deutschen Handballs.

Um 10.30 Uhr betraten Sonnabend die ersten Mannschaften die Turnierfelder, um 19 Uhr stand mit der Vertretung des TSV Altenwalde die Siegermannschaft fest. Auf den Plätzen folgen die Zweitvertretung des SV Werder Bremen und Freiwurf Hamburg I. Das zehn Mannschaften starke Teilnehmerfeld komplettierten die Erstvertretung vom SV Werder (Platz vier), TuS Sulingen I (Platz fünf), der TB Stöcken (Platz sechs), die HSG Heidmark (Platz sieben), Freiwurf Hamburg III und II (Plätze acht und neun) sowie das Team TuS Sulingen II (Platz zehn).

Mit zu den jüngsten Teilnehmern des Turniers für Inklusionsmannschaften zählten Sonnabend Bent Schoch und  Dominik Schmidt von der HSG Heidmark. „Die Location ist echt Bombe“, sagte Dominik Schmidt mit Blick in das VGH-Stadion am Meer. Bent Schoch: „Es geht nicht um das Gewinnen: Es ist schön, dass wir dabei sein dürfen.“ Trainerin Luisa Haller: „Vor ein paar Monaten gab es uns noch gar nicht. Jetzt stehen wir hier – und sind Teil eines großen Turniers. Das ist ein super Gefühl.“

Die Inklusions-Mannschaften des SV Werder Bremen waren mit Unterstützung der Damenspielerinnen Miriam Heyner und Sina Eggert angereist. „Ich bin durch meine Team-Kollegen auf die Mannschaft aufmerksam geworden“, sagt Sina Eggert. „Ich fand sofort, dass das eine tolle Idee ist.“ Miriam Heyner: „Ich begleite das Team gerne, weil hier Inklusion wirklich umgesetzt wird.“

„Eine tolle Sache“, sagt Lena Klemm, stellvertretende Vorsitzende Jugend der Handball-Region Süd-Ost-Niedersachsen. „Alle können zusammen spielen; egal, ob männlich, weiblich, jung oder alt, behindert oder nicht behindert.“ Lena Klemms Beobachtung: „Die jungen Menschen bleiben stehen und gucken, was für ein Spaß beim Handball möglich ist.“

Zu den Pionieren der Inklusion im Handball zählt Freiwurf Hamburg. Vorsitzender Martin Wild nach der Siegerehrung: „Wichtig war, dass es allen Spielern Spaß gemacht hat. Wir hatten einen Riesen-Fez. Und genau darum geht es.“ Der Hamburger zum Thema Inklusion im Sport: „Wir sorgen dafür, dass jeder Handball spielen kann. Wer Handball spielen will, soll die Chance dazu haben; unabhängig von der Beeinträchtigung. Wir sorgen für echte Teilhabe.“