EP macht den Weg frei: Digitaler Spielausweis ab der Saison 2019/2020

Der Handball-Verband Niedersachsen führt mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 den digitalen Spielausweis ein. Die Mitglieder des Erweiterten Präsidiums machten Freitag während ihrer Sitzung in Walsrode den Weg frei. Laut HVN-Geschäftsführer Gerald Glöde sollen die Mitgliedsvereine noch im März im Detail über das Umstellungsprozedere informiert werden.

Gerald Glöde ist Geschäftsführer des Handball-Verbandes Niedersachsen. - Foto: Schlotmann

Entwickelt worden war der digitale Spielausweis durch die Arbeitsgruppe Passwesen der Arbeitsgemeinschaft „nuLiga“, der neben dem Handball-Verband Niedersachsen zwölf weitere Landesverbände des Deutschen Handballbundes angeschlossen sind.

Laut Geschäftsführer Glöde beginnen die vorbereitenden Arbeiten in der Passstelle des Handball-Verbandes Niedersachsen bereits im April: „Anträge auf Erteilung von Spielberechtigungen werden ab dem 1. Mai nur noch dann bearbeitet, wenn auch ein Foto des Antragstellers online zur Verfügung steht.“ Ab Juli sollen die digitalen Pässe gültig sein. 

Spielberechtigung auf Papier verlieren nach den derzeitigen Planungen mit Ende des Jahres 2019 ihre Gültigkeit. Gerald Glöde: „Die Vereine haben dann bis Ende November Zeit, Bilder für die Umwandlung bereits bestehender Spielberechtigungen im System einzupflegen.“ Zum 1. April 2020 werden die Datensätze in der Passdatenbank, die keine Fotos enthalten, gelöscht.

Aktuell beinhaltet die Datenbank der Passstelle des Handball-Verbandes Niedersachsen laut Gerald Glöde 400 000 Datensätze. „Bei 90000 Mitgliedern deutlich zu viel.“

Als Verwaltungsgebühr für den Aufwand bei der Bereinigung der Passdatenbank und Umstellung der Spielausweise berechnet der Handball-Verband Niedersachsen den Vereinen für jeden am 1. Juli 2019 gültigen Spielausweis einen Euro. Glöde: „Damit wollen wir sicherstellen, dass wirklich nur noch Spielberechtigungen für die Handballer vorliegen, die tatsächlich auch aktiv sind.“