Einstieg in den Spielbetrieb für Inklusionshandballer geplant

Fünf Vereinsvertreter aus Bremen und Niedersachsen, die sich das Thema „Handball und Inklusion“ auf die Fahnen geschrieben haben, trafen sich zum Online-Erfahrungsaustausch und zur Vorplanung für den Einstieg in den Spielbetrieb. Für den HVN leiteten Bildungsreferentin Katja Klein und Sarah Borchers, Referentin Mitgliederentwicklung, die Gesprächsrunde.

Ab Januar 2021 soll der Spielbetrieb soll für die Inklusionshandballer starten. - Foto: Schlotmann

„Wir trainieren wieder. Die Freude bei den Kindern und auch den Eltern war groß“, berichtete Karen Achtermann (Hannoverscher SC / TuS Bothfeld) über die Inklusionsgruppe des Projekts „Handball kennt kein Handicap“, die Kinder zwischen zehn und dreizehn Jahren betreut. Mittlerweile müsse nach dem starken Wachstum der Trainingsgruppe mangels weiterer Hallenzeiten eine Warteliste geführt werden. Groß sei der Wunsch gegen andere Mannschaften zu spielen.

Für die Kinder- und Erwachsenengruppe der HSG Heidmark geht es dagegen erst nach den Sommerferien wieder in die Sporthalle. „Durch den hohen Fahrtaufwand in unseren zwei Trainingsgruppen haben wir das vor den Ferien nicht mehr geschafft“, sagte Birgit Diringer. Auch in Heidmark sei der Wunsch nach sportlichen Begegnungen mit anderen Kindermannschaften groß.

„Bei uns waren nach der langen Pause alle heiß auf Handball“, berichtete Holger Pape vom TSV Altenwalde aus seiner Inklusionsgruppe vom Neustart nach der Coronapause. Da beim SV Werder Bremen ein Trainer zu einer Risikogruppe gehört, lief es mit dem Neustart nicht ganz so rund. „Ich bin da aber optimistisch für die Zeit nach den Ferien“, meinte Stephan Knief aus Bremen. Alexandra Oetzmann vom TB Stöcken startete zunächst mit einem Training für das Sportabzeichen in den Sportbetrieb. „Mit Handball geht es nach den Ferien wieder richtig los“, sagte Oetzmann.

Der Kontakt zu den Sportlern sei bis auf wenige Ausnahmen gut gehalten worden, berichteten die Vereinsvertreter einstimmig. Dem Vorschlag der beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des HVN, einen Testlauf in den Spielbetrieb mit zunächst vier Spieltagen ab Januar 2021 zu starten, schlossen sich alle Gesprächsteilnehmer an. Angedacht ist ein Treffen von maximal fünf Seniorenmannschaften sowie wenn möglich zwei Jugendteams.  

„Natürlich bleibt noch Unsicherheit, weil wir den Verlauf der Pandemie nicht kennen. Es ist aber gut, dass geplant wird und eine Perspektive da ist“, sagte Karen Achtermann.

„Unser Ziel ist es, endlich einen inklusiven Spielbetrieb zu starten. Auch wenn der Saisonstart im September nicht wie geplant stattfinden kann, freuen wir uns auf eine verkürzte Version im kommenden Jahr. Das Interesse der Vereine am Online-Meeting hat uns noch einmal die Wichtigkeit dieses Themas verdeutlicht“, sagte Borchers abschließend.