Dialogtreffen Beachhandball: „Wir stehen noch ganz am Anfang“

„Im Ergebnis haben wir festgelegt, im Gespräch zu bleiben“, sagt Dennis Glaser. Der designierte Vorsitzende des Arbeitskreises Beachhandball des Handball-Verbandes Niedersachsen hatte für Freitag Vertreter der Gliederungen zum Dialog gebeten. In der Rotunde des Niedersächsischen Turner-Bundes diskutierten ehrenamtliche Mitarbeiter der Gliederungen mit denen des Verbandes mögliche Strukturen des Spiels mit Hand und Ball auf Sand und Ausbildungsangebote. Sie erörterten genauso die Funktion des Beachhandballs als Instrument der Mitgliederentwicklung.

Dennis Glaser gestaltete das Dialogtreffen in Hannover. - Foto: Schlotmann

Glaser gab sich am Ende eines langen Abends „verhalten zufrieden“. „Wir stehen am Anfang“, sagte er nach der Veranstaltung, unter anderem mit Blick auf die Aktivitäten des Verbandes, die der Vorbereitung der Beachhandball-Saison 2019 dienen. Exemplarisch sprach der Hannoveraner gegenüber den Vertretern der Regionen von sieben Schiedsrichter-Grundlehrgängen, die der HVN von März bis Juli anbietet, einer Weiterbildung für Schiedsrichter sowie drei Ausbildungsmaßnahmen für Trainer, die zur Verlängerung der C-Lizenz anerkannt sind.

Formen eines möglichen Spielbetriebes Beachhandball erörterten die Tagungsteilnehmer am Beispiel der Sommerrunden, die laut stellvertretendem Vorsitzenden Jugend Dirk Misterek die Handball-Region Hannover „seit Jahren“ initiiere und zu der man inzwischen auch Gäste aus Nachbar-Regionen zulasse.

Über eine Kooperation von Gliederungen zur Stärkung des Beachhandballs denke laut Vorsitzendem Bernd Wassermann derzeit auch die Region Elbe-Weser mit der Nachbar-Gliederung Mitte Niedersachsen nach.

Dass Verband und Gliederungen in der Variante Beachandball ein geeignetes Instrument der Mitgliederentwicklung sehen, verdeutlichte neben Misterek Freitag auch Anton Stindt von der Handball-Region Oldenburg. Misterek regte an, Beachhandball für die Beteiligung von Handballvereinen und Abteilungen an Ferienaktionen der Städte und Gemeinden zu nutzen, Stindt sprach von Aktionstagen, während der man in der Handball-Region Oldenburg Schülerinnen und Schüler von Grundschulen in den Sand gebeten habe.

Laut Dennis Glaser seien dem Handball-Verband Niedersachsen aktuell 108 Beachanlagen in Niedersachsen bekannt, die Anforderungen für Beachhandball-Begegnungen erfüllen würden. „Nur den Untergrund zu wechseln, führt aber noch nicht zu der Attraktivität der Sportart.“ Er forderte eine Förderung des Beachhhandballs auf allen Ebenen. „Nur so gelingt es uns, Jugendliche auch über die Sommermonate an den Handball zu binden.“ 

Sven Petters, Vorsitzender der Handball-Region Weser-Schaumburg-Leine, warnte vor zu viel Regulierungen bei der Weiterentwicklung des Beachhandballs: „Wir brauchen Handball in Kombination mit Spaß. Das ist das, was unsere Mitglieder in den Sommermonaten eigentlich wollen.“