Bildungskonferenz im April: Hunstock und Friedrich setzen auf Workshop-Format

Die Mitarbeiter des Ressorts Bildung und Entwicklung des Handball-Verbandes Niedersachsen betreten methodisches Neuland: Für Sonnabend, 27. April, planen sie erstmals eine Bildungskonferenz. Veranstaltungsort ist der Campus der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Dieter Hunstock, Vizepräsident Bildung und Entwicklung des Handball-Verbandes Niedersachsen, bereitet derzeit gemeinsam mit Bildungsreferenten Jan Friedrich das Programm vor.

Dieter Hunstock, Vizepräsident Bildung des Handball-Verbandes Niedersachsen. - Foto: Schlotmann

Vorgesehen sind für den Sonnabend in Oldenburg ein gutes Dutzend Workshops, die Trainern (mit und ohne Lizenz) Hilfestellungen geben sollen; angefangen bei der Gestaltung des Trainings in Kleingruppen über die Nutzung von Videoanalyse und Videofeedback, Themen wie Beachhandball und „Kinder stark machen“ bis hin zu Empfehlungen für die Nutzung von Social Media im Verein.
 
Gegenüber der Redaktion von hvn-online.com spricht Vizepräsident Hunstock über die Idee des Vorhabens, die Konferenz selbst,  Ziele, An- und Einsichten. Das Interview führte Carsten Schlotmann.
 
Das Portfolio an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für Trainer strotzt nur so vor Vielfalt. Dennoch habt ihr euch entschieden, mit der Bildungskonferenz ein neues Format ins Leben zu rufen. Warum?
 
Dieter Hunstock: Die Idee dieser erstmals angebotenen eintägigen HVN-Sonder-Fortbildungsveranstaltung ist, Trainerinnen und Trainern unterschiedlicher Leistungs- und Altersklassen interessante Themen anzubieten, die praxisorientiert sind und je nach Teilnehmerinteresse wechselweise in kleinen Workshops besucht werden können. Die Veranstaltung ist jedoch auch offen für sonstige Interessierte, wie Mannschaftsbetreuerinnen und -betreuer. Die Teilnahme wird auch für die C-Lizenz-Verlängerung anerkannt.
 
Das Gros der Themen, die ihr während der Konferenz aufgreift, rankt sich um die Trainingslehre, direkt und weniger direkt. Ihr erörtert genauso Themen, die, auf den ersten Blick, nicht zu den Kernaufgaben des Trainers zählen. Nach welchen Kriterien habt ihr das Programm aufgelegt?
 
Dieter Hunstock: Da wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit bieten wollen, aus dem Themenangebot eine individuelle Auswahl für den Besuch der Workshops treffen zu können, haben wir die Themenpalette bewusst breit angelegt. So wollen wir unter anderem Themen für den Kinderhandball, die Leistungssportsichtung, das Training in Kleingruppen, den Beachhandball, aber auch Inhalte zur Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Verein anbieten.
 
Welcher Workshop hat für Dich persönlich oberste Priorität? Warum?
 
Dieter Hunstock: Das zentrale Thema ist für mich die Orientierung unserer Handballausbildung an den Vorgaben der DHB-Rahmentrainingskonzeption. Wir wissen, dass die Nutzung der Konzeption noch nicht in allen Vereinen angekommen ist. Hier möchte ich mit einem Referat eines DHB-Experten ein Zeichen setzen, damit diese Ausbildungsvorgaben und Hinweise im täglichen Training der Vereine auch ihre Umsetzung finden. Wir haben eine hervorragende Ausbildungsgrundlage mit der Rahmentrainingskonzeption, die Trainerinnen und Trainer müssen sie nur nutzen.
 
Euer Partner in der Ausrichtung der Konferenz ist das Institut für Sportwissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität. Wie ist der Kontakt zustandekommen?
 
Dieter Hunstock: Wir haben mit den Universitäten in Hannover, Lüneburg und Oldenburg in den letzten Jahren Kooperationen im Rahmen der Sportlehrerausbildung geschlossen. Mit der Universität in Göttingen steht sie kurz vor dem Abschluss. Der Kontakt hat sich daher aus dieser guten Zusammenarbeit entwickelt. Ich freue mich auf die Veranstaltung in Oldenburg und bedanke mich bei den dortigen Verantwortlichen für die Bereitschaft, unsere Bildungskonferenz 2019 dort stattfinden zu lassen. 
 
Warum sollte die Teilnahme für einen jeder Trainer Pflicht sein? Und wer darf gerne zuhause bleiben?
 
Dieter Hunstock: Ich möchte nicht von Pflicht sprechen. Jede Trainerin, jeder Trainer sollte an einer persönlichen Fortbildung interessiert sein. Wir bieten mit dieser Bildungskonferenz allen Interessierten neben den üblichen Fortbildungsveranstaltungen in den Regionen zur Verlängerung der Lizenzen hier eine zentrale Veranstaltung, in der unterschiedliche Themen im Workshopformat präsentiert und nach persönlichem Interesse ausgewählt werden können. Alle Interessierten sind daher herzlich eingeladen.