Angelika Loseries: Ritsch-Ratsch in den Ruhestand

Den Wandel vom analogen zum digitalen Zeitalter hat Angelika Loseries beim Handball-Verband Niedersachsen (HVN) in vielen Funktionen miterlebt. Zum Jahresende geht „Frau Doktor Ritsch-Ratsch“ nach über 34 Jahren Tätigkeit für den HVN in den Ruhestand.

Angelika Loseries. - Foto: Zehrfeld

„Die Bezeichnung kommt von meinem langjährigen Kollegen Olaf Bause und weist auf das Geräusch hin, das früher beim Auseinanderreißen der Blankopassformulare entstand“, verweist Loseries mit sichtbaren Vergnügen auf ihren „einzigen akademischen Titel“. Ihr Aufgabenfeld beim HVN sei vielfältig gewesen. „Neben dem Passwesen habe ich Aufgaben im Sekretariat und in der Buchhaltung übernommen. Auch der Kartenverkauf für Länderspiele in Hannover fiel mit in meinen Aufgabenbereich. Ich war häufig das Mädchen für alles.“ Den größten Spaß habe sie aber bei der Arbeit mit Kindern gehabt. „Die Organisation von Minispielfesten oder Beachhandballturnieren in Cuxhaven waren für mich willkommene Abwechslung zur Verwaltungstätigkeit auf der Geschäftsstelle.“

Gut in Erinnerung werde ihr die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Ehrenamtlichen beim HVN bleiben. „Erlebnisreich war auch die Zusammenarbeit mit den vielen Praktikanten und Freiwilligendienstleistern. Zusätzlich hatte ich das Glück zum Beispiel mit Timo Kastening und Klaus-Dieter Petersen  - während seiner Zeit als HVN-Landestrainer - auch beeindruckende Spielerpersönlichkeiten kennenzulernen“, berichtet Loseries. Größtes sportliches Ereignis war für sie das gewonnene Weltmeisterschaftsfinale 2007, das sie zusammen mit ihren Kollegen live in Köln erlebte. Für den kommenden Ruhestand habe sie sich schon einige Aufgaben gestellt. „Bewegung ist wichtig. Neben Nordic Walking und Fahrradtouren werde ich häufig zum Tanzen gehen, sofern die Gelenke es zulassen. Außerdem will ich mein Englisch aufbessern.“ Dem Handball werde sie als Zuschauerin erhalten bleiben.

Was ist das für ein Gefühl das Arbeitsleben zu beenden? „Veränderungen sind am Anfang hart, in der Mitte chaotisch und am Ende wunderbar. Das Ende der alten Passformulare und die Einführung des digitalen Spielausweises sind, so glaube ich, auch der richtige Zeitpunkt für mich“, sagt Frau Doktor Ritsch-Ratsch lächelnd.

Stimmen der Kollegen

Irina Shamaeva  - Liebe Angelika, von Herzen wünsche ich Dir eine tolle arbeitsfreie Zeit. Viel Glück, Gesundheit und Entspannung für deine Rente.

Katja Klein - Angelika war immer für mich mit Rat und Tat zur Stelle. Sie hat mir den Anfang beim HVN leichtgemacht, war sozusagen meine „Büro-Mama“. Über die Jahre hat sich unser kollegiales Verhältnis in Freundschaft gewandelt.

Juliane Markmann - Ich habe mir mit Angelika das Büro geteilt und wir hatten zwischen so manchen Telefonaten durchaus unseren Spaß. Dank ihrer hilfsbereiten Art und durch ihr mitreißendes Lachen war es immer eine schöne Atmosphäre.

Christine Witte - Angelika hat stets ein Lächeln auf den Lippen und stand als dienstälteste Mitarbeiterin allen Kollegen immer mit gutem Rat zur Seite. Vor allem ihre Tipps neben der beruflichen Tätigkeit werden mir fehlen.

Sarah Borchers - Angelika konnte uns mit ihren bunten „Gute-Laune“-Outfits und ihrer fröhlichen Art stets ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Wir wünschen ihr für die Zukunft von Herzen nur das Beste.

Maximilian Busch - Mein allererster Kontakt zu Beginn meiner Trainerlaufbahn beim HVN war Angelika. Trotz meiner Unerfahrenheit hatte sie mich offen und warmherzig empfangen. Dieses Bild hat sich bis heute nicht verändert.

Jan Friedrich - Vielen Dank für deine Tipps beim Mittagstisch oder in der Kaffeepause! Egal ob Backen, Kochen oder Work-Life-Balance – du hattest immer ein paar Erfahrungen zu berichten, aus denen ich etwas mitnehmen konnte.

Markus Ernst - Leider durfte ich Angelika erst auf der Zielgeraden ihrer beruflichen Laufbahn - und dann auch noch unter erschwerten Corona-Bedingungen - kennenlernen. Ich habe sie aber als die gute Seele beim HVN wahrgenommen. Für den verdienten Ruhestand wünsche ich ihr alles Gute.

Gerald Glöde - Erinnerungen leben von der Entstehung. Erst im zweiten Anlauf konnte der damalige Vorstand des Handball-Verbandes Niedersachsen davon überzeugt werden, dass Angelika als aktive Handballspielerin die richtige Nachfolgerin für die sich in den Ruhestand verabschiedende Frau Völk war. Dass sich daraus 34 Jahre Zusammenarbeit ergeben, konnte zu dem damaligen Zeitpunkt noch keiner vorhersehen. Mit ihrer offenen Art hat sie es immer verstanden, den Vereinen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Zuverlässigkeit und ein großes Engagement auch dann zur Stelle zu sein, wenn Not am Mann war, zeichnen sie aus.