Zusätzliche Handballer im Sportinternat

Zwei zusätzliche Handballer ziehen zum 1. Februar ins Lotto-Sportinternat des Landesssportbundes Niedersachsen in Hannover ein. Während der 16-jährige Luis Rodriguez von Teilzeit auf Vollzeit in der Sportschule wechselt, siedelt die 14-jährige Liv Greger aus Wolfsburg in die Landeshauptstadt um.

Liv Greger und Luis Rodriguez in der Akademie des Sports. - Foto: Zehrfeld

„Für meinen Traum, einmal Nationalmannschaft zu spielen, muss ich mich weiterentwickeln“, erklärt Liv Greger. Neben der Trennung vom Elternhaus und dem Wechsel aufs Humboldtgymnasium wird sie sich auch an neue Mitspielerinnen gewöhnen müssen. Greger verlässt ihren Heimatverein HSC Ehmen und trägt in Zukunft das Trikot des TV Hannover-Badenstedt. Die Sichtung des Deutschen Handballbundes ist für sie noch in diesem Quartal geplant. „Der DHB-Kaderstatus ist normalerweise Voraussetzung für die Empfehlung des Handball-Verbandes Niedersachsen ans Sportinternat“, sagt Landestrainer Maximilian Busch. „Liv bringt Talent mit, hat den nötigen Ehrgeiz und ist bereit, hart zu trainieren“. Busch ist überzeugt, dass das Talent auch in der Sichtung besteht. „Meine Familie hat mich bei meinem Entschluss bestärkt. Einige Freunde werde ich sicher vermissen“, so Greger.

Luis Rodriguez hat bereits den DHB-Kaderstatus seit dem letzten Herbst und ist auch im Sportinternat schon bekannt. „Ich beziehe jetzt auch ein Zimmer hier, sonst ändert sich für mich nichts“, sagt der Humboldtschüler, der bei der TSV Hannover-Burgdorf auf der Kreisläuferposition eingesetzt wird. Da für ihn im Verein jetzt der Wechsel in die A-Jugend und damit auch Einsätze im Seniorenbereich anstünden, sei der Einzug ins Internat notwendig. „Das Zeitmanagement wird für mich, da ich im kommenden Schuljahr in die Oberstufe komme, wesentlich einfacher. Ich habe kurze Wege in die Schule und zum Training.“ Vermissen werde er allerdings ein wenig Privatsphäre und die Familie. „Meine Eltern stehen aber voll hinter meinem Entschluss“.  Landestrainerin Christine Witte begrüßt den Schritt: „Viel Organisation und viel Fahrtzeit fallen nun weg und können sinnvoll für Schule und Training eingesetzt werden. Pandemiebedingt fielen für Luis geplante Länderspieltermine ja bisher aus, bei jetzt noch besser genutzter Trainingszeit wird das aber sicher bald klappen“.

Beide Talente betreiben übrigens nach dem Sport als Hobby noch mehr Sport. „Ich mache gern zum Ausgleich Leichtathletik. Ich habe keine Lieblingsdisziplin, sondern bei mir geht das Interesse eher Richtung Mehrkampf“, erklärt Liv Greger. Luis Rodriguez braucht auch beim Hobby einen Ball: „Ich spiele in der Freizeit gern Basketball.“