Nach dem 31:24 gegen Brasilien: DHB-Auswahl zum WM-Abschied gegen Polen

Deutschlands Handballer spielten sich nach dem verlorenen ersten Hauptrundenspiel bei der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten am Donnerstag gegen Spanien (28:32) den Frust von den Seelen: Ein am Ende klarer 31:24-Sieg über Brasilien (16:12) war der zweite Erfolg bei der Weltmeisterschaft. Den letzten Auftritt der DHB-Auswahl bei der WM am Montag, 25. Januar (20.30 Uhr), gegen Polen überträgt die ARD.

Johannes Golla wurde gegen Brasilien Player of the Match – Foto:Sascha Klahn / DHB

  • Favoriten nicht zu stoppen
  • „Mit positiver Bilanz verabschieden“
  • Gislason: „Jungs gut konzentriert

Bereits vor dem Spiel der DHB-Auswahl am Samstagabend hatte sich die Minimalchance auf die Teilnahme an den WM-Viertelfinalspielen für Kapitän Uwe Gensheimer und Co erledigt. Die Favoriten hatten zuvor problemlos gesiegt: Spanien, durch einen 38:23-Erfolg gegen Uruguay, und Ungarn, durch einem 31:25-Sieg gegen Polen, sind für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) nicht mehr einzuholen. „Es gilt jetzt, sich mit einer positiven Bilanz zu verabschieden“, sagte Sven Sören Christophersen, sportlicher Leiter der TSV Hannover-Burgdorf. Christophersen begleitet die Handball-WM in Ägypten als ZDF-Experte.

Die Tabelle der Hauptrundengruppe I führt nach wie vor Ungarn (jetzt acht Punkte, 132:35 Tore) vor Spanien (sieben Punkte, 126 zu 106 Tore) an. Mit dem 31:24 schob sich Deutschland auf Tabellenplatz drei (vier Punkte, 130:99 Tore) vor. Tabellenvierter ist Polen (vier Punkte, 115:96 Tore), Tabellenfünfter Brasilien (ein Punkt, 99:122 Tore) und Tabellensechster Uruguay (null Punkte, 155:71 Tore). Für die Viertelfinalbegegnungen qualifizieren sich die Gruppenersten und Gruppenzweiten der vier Hauptrundengruppen.

Bundestrainer Alfred Gislason Samstag nach dem Spiel gegen Brasilien: „Ich bin sehr zufrieden, bis auf eine kurze Schwächephase haben sich die Jungs gut konzentriert. Außerdem war es eine starke Torhüterleistung“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason mit Blick auf Keeper Johannes Bitter, der den Vorzug vor Andreas Wolff erhalten hatte. 

Beide Teams hatten in der Eröffnung den Erfolg über den Kreis gesucht. Nach dem 3:2 für Deutschland – Johannes Golla hatte zweimal getroffen und einen Strafwurf herausgeholt - verpatzte Brasilien ein Überzahlspiel. Deutschland setzte sich auf 6:2 (Kastening, 9.Minute) ab. Mit einer Vier-Tore-Führung ging das DHB-Team in die Pause.

Ein Doppelschlag von Johannes Golla – nach Spielende zum „Player of the Match“ gekürt – eröffnete den zweiten Durchgang. Deutschland spielte mit sechs Toren in Front souverän weiter, verlor nur um die 45. Minute kurzfristig den Faden. Brasilien kam beim 24:21 (48. Minute) noch einmal auf und Alfred Gislason beugte während einer Auszeit weiterem Ungemach vor. „Das ist keine Passqualität. Wir fangen uns Eigentore. Keine Traumpässe mehr“, forderte der Isländer. Die Deutschen spielten sich zu einem nicht mehr gefährdeten Erfolg.