#jugendinverantwortung überzeugt DHB - HSG LiGra erhält Vereinsförderpreis

Die erst 2019 gegründete HSG LiGra hat mit ihren Ideen beim Deutschen Handballbund überzeugt: Der junge Verein erhält einen von insgesamt acht vergebenen Vereinsförderpreisen. „Da unser Beitrag #jugendinverantwortung unter die besten drei gekommen ist, haben wir - neben einem Überraschungspaket mit Nationalmannschaftstrikots und Sportmaterial - auch eine Geldprämie erhalten", teilt HSG-Leiter Jürgen Stanek mit.

Die junge Führungsmannschaft der HSG LiGra. - Foto: HSG LiGra

Was macht einen Verein aus?

Jugendliche als Entscheidungsträger und Kümmerer

Positive Rückmeldungen der Partner

Die HSG LiGra aus dem Landkreis Osterholz-Scharmbeck ist ein Zusammenschluss der Handballsparten des TV Lilienthal und dem HV Grasberg. „Wie so viele Vereine hatte auch unsere HSG Probleme, die Führungspositionen vollständig zu besetzen. Auch in anderen Funktionsbereichen - seien es Trainer, Betreuer oder Unterstützer - waren Lücken zu schließen. Meine Stellvertreterin Nina Semken hat es übernommen, mit ihrer Gedankensammlung zu #jugendinverantwortung die Grundlage für die Verteilung auf viele, oft jüngere Schultern zu legen. Ich bin das einzige Vorstandsmitglied, das den Altersdurchschnitt anhebt“, ist der 54-jährige Jürgen Stanek mittlerweile von Vorstandsmitgliedern in den Zwanzigern umgeben.

„Wir sind ausgegangen von der Frage, was einen Verein ausmacht“, erklärt Nina Semken. Alle Vereinsmitglieder, vor allem die jüngeren, sollten ins Vereinsleben, in Entscheidungen und Abläufe eingebunden sein. Entsprechend hätten nach kurzer Zeit auch junge Vereinsmitglieder an Sponsorengesprächen teilgenommen, Kassenprüfungen begleitet oder Presseinformationen verfasst. Teilweise zunächst unter Anleitung. Für die Organisation von Vereinsveranstaltungen wie Turnierfahrten, Besuche von Bundesligaspielen seien ebenfalls junge Kräfte gewonnen worden. Zur Zusammenarbeit mit der Handball-AG im dem örtlichen Gymnasium hätte man insgesamt sechs Trainer motivieren können. 

Von Eltern wie auch Sponsoren seien über den Einsatz der der Jugendlichen positive Rückmeldungen gekommen. „Durch die Aufgaben, die die Jugendlichen übernehmen wird für alle deutlich und normal, dass auch die Meinungen und Ideen der Jugendlichen auf allen Ebenen ernst genommen und umgesetzt werden. Die Außenwirkung ist positiv. Durch dieses Handeln ist im Verein ein Klima der Interesse an Aufgaben entstanden ist“, lautet das Fazit der 23-jährigen Nina Semken.