Handball-WM in Ägypten: DHB-Auswahl verabschiedet sich mit einem 23:23 gegen Polen

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer beendete die Weltmeisterschaft in Ägypten mit einem 23:23 gegen Polen (11:12) - und damit als Tabellendritter der Hauptrundengruppe I. Qualifiziert für das Viertelfinale sind Tabellenführer Spanien und Tabellenzweiter Ungarn. Jetzt bleibt der Auswahl des Deutschen Handballbundes nur noch die Heimreise. Im März spielt die DHB-Auswahl in Berlin die Olympia-Qualifikation gegen Schweden, Slowenien und Algerien.

Andreas Wolff bewahrte das deutsche Team vor einer Niederlage – Foto: Sascha Klahn / DHB

  • Gislason: Zerfahrenes Spiel
  • Andreas Wolff glänzt
  • Chancenverwertung enttäuscht

Neben Spanien und Ungarn sind Dänemark, Schweden, Norwegen, Frankreich, Katar sowie Gastgeber Ägypten für die WM-Viertelfinalbegegnungen qualifiziert.

DHB-Vizepräsident Bob Hanning hatte vor der Begegnung Deutschland gegen Polen am Montagabend von einem „letzten Testspiel vor der Olympia-Qualifikation“ gesprochen. „Die Abwehr stand noch ganz gut. Die Chancenverwertung enttäuschte, wir haben Polens Torhüter warm geworfen. Technische Fehler verhindern, dass wir unsere Taktik durchspielen. So entsteht ein zerfahrenes Spiel“, resümierte Bundestrainer Alfred Gislason nach dem Abpfiff. 

Nationalkeeper Andreas Wolff glänzte zum Auftakt mit einem gehaltenen Strafwurf. Johannes Golla erzielte im Gegenzug das 1:0 für Deutschland. Im Angriff fanden die deutschen Spieler dagegen immer häufiger in Adam Morawski ihren Meister. Polens Keeper glänzte zum Pausenpfiff bei zehn gehaltenen Würfen mit einer 50-Prozent-Quote Die polnische Zwischenführung nach 30 Minuten (12:11) war mehr als verdient.

Auch den zweiten Durchgang begann die DHB-Auswahl schwach, Polen setzte drei Tore in Folge. Alfred Gislason musste beim 11:15 (36.) in der Auszeit vier technische Fehler ansprechen. „Mehr Zusammenspiel“, forderte der Isländer. Richtig Fahrt nahm seine Riege aber erst in den letzten Minuten auf, Marcel Schiller erzielte mit dem 23:22 die erste deutsche Führung in der zweiten Spielhälfte zwei Minuten vor Spielende. Polen kam aber nochmals zum Ausgleich und hatte sogar noch den Siegtreffer in der Hand. Andreas Wolff – er kam wie sein polnischer Kollege am Ende auf 13 Paraden - rettete mit einer spektakulären Aktion noch das Remis.