„Five-a-Side Handball“ Auftaktveranstaltung – Start ins gemeinsame Pilotprojekt von DHB und HVN

Am Samstag, den 13. November 2021, fand in der Akademie des Sports in Hannover die Auftaktveranstaltung „Five-a-Side Handball“ statt. Am Startschuss zum gemeinsamen Pilotprojekt des Handball-Verband Niedersachsen e.V. (HVN) und Deutschen Handballbund e.V. (DHB) nahmen 40 Vertreterinnen und Vertreter von Handballvereinen aus ganz Niedersachsen teil.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Five-a-Side Handball“ Auftaktveranstaltung. - Foto: Markmann

Frederik Wöhler, Teamleiter Maßnahmen Mitgliederentwicklung beim DHB, und Torben Streich, Referent für Mitgliederentwicklung beim HVN, eröffneten die Veranstaltung mit einer Einführung zur alternativen Handball-Spielform Five-a-Side. Im Zentrum stand dabei die Frage, warum der Handball alternative Spielformen braucht. Dazu erklärte Streich: „Wir verlieren im HVN ein Drittel unserer Mitglieder beim Übergang in den Erwachsenenbereich. Von den verbleibenen Mitgliedern verlieren wir noch einmal die Hälfte in der Altersklasse von 27 bis 40 Jahren.“ Wöhler führte fort: „Mit der Einführung von Five-a-Side Handball als einfache und flexible Spielform wollen wir in den Handballvereinen ein zusätzliches Angebot zur Bindung von Mitgliedern schaffen. Durch zehn einfache Regelanpassungen gegenüber dem normalen Handballspiel eignet sich Five-a-Side dabei insbesondere für ältere Personengruppen“. 

Unterstützt wurden Streich und Wöhler durch die Five-a-Side Experten Henrik Elkjær und Jens Ulnits vom Dänischen Handballverband (Dansk Håndbold Forbund – kurz DHF), die nicht nur vorstellten, wie Five-a-Side Handball in Dänemark umgesetzt wird, sondern auch die praktische Vermittlung von Übungsformen sowie die Hinführung zum Spiel übernahmen. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass bei Five-a-Side der Spaß eindeutig im Vordergrund steht.

Im zweiten Teil der Auftaktveranstaltung wurden Teams gebildet, in denen ein Five-a-Side Turnier gespielt wurde. Als besondere Gäste durften dabei mit Franziska Müller und Sven-Sören Christophersen zwei ehemalige Nationalspieler*innen begrüßt werden. Die beiden Ehrengäste mischten sich ebenso wie HVN-Geschäftsführer Markus Ernst und Landestrainer Maximilian Lübbersmeyer unter die Teams und hatten sichtlich Spaß an der neuen Spielform. Unter den Augen des DHB-Präsidiums, die sich das Spielgeschehen zwischenzeitlich ansahen, wurden erste Erfahrung mit dem speziellen Five-a-Side Ball gesammelt. Dabei bestand eine besondere Herausforderung für die erfahrenen Handballerinnen und Handballer darin, das Verbot des Körperkontaktes einzuhalten.  

Am Ende des Tages waren nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert. „Wir sehen Five-a-Side als strategischen Baustein in der Mitgliederentwicklung an. Dies gilt sowohl für ältere Handballer als auch für Kinder. Daher werden wir versuchen, die Spielform perspektivisch auch in die Schulen zu bringen“, erklärt Geschäftsführer Markus Ernst. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit Five-a-Side Bällen und einem Handbuch ausgestattet wurden, tragen die Spielform nun in die heimischen Vereine. Dort sollen in den nächsten Monaten Five-a-Side Teams etabliert werden, mit denen von Montag, dem 10. Januar bis Sonntag, den 3. April 2022 ein Five-a-Side Spielbetrieb pilotiert wird. Den Abschluss des Pilotprojektes bildet ein gemeinsames Abschlussturnier im Mai 2022.