EM-Rückblick: Landestrainer würdigen Leistungen niedersächsischer Talente

Die Landestrainer des Handball-Verbandes Niedersachsen Christine Witte und Maximilian Lübbersmeyer ziehen eine positive Bilanz des Abschneidens der niedersächsischen Talente bei der U17-Europameisterschaft der weiblichen Jugend in Montenegro und der U19-Europameisterschaft der männlichen Jugend in Kroatien. Merja Wohlfeil vom TV Hannover-Badenstedt, die Ex-Badenstedterin Nieke Kühne (jetzt HSG Blomberg/Lippe) und Maja Schönefeld (Buxtehuder SV) waren mit der U17-Auswahl des Deutschen Handballbundes mit Silbermedaillen aus Montenegro zurückgekehrt. Justus Fischer von der TSV Burgdorf wurde mit der U19-Auswahl des DHB Europameister.

Maja Schönefeld (Buxtehuder SV) und Gianina Bianco (SGBBM Bietigheim) mit dem EM-Pokal für den zweiten Platz. - Foto: BSV

„Das war für mich im ersten Moment gar nicht realisierbar“, erklärt die Badenstedterin Merja Wohlfeil. Für die Kreisläuferin sei das Turnier eine „besondere Erfahrung” gewesen. „International ist es viel härter und körperlicher als im Liga-Alltag; gerade als Kreisläuferin."

„Sehr gut gemacht“, kommentiert Maximilian Lübbersmeyer die Leistungen von Merja Wohlfeil in Montenegro. Besonders hervorzuheben sei, dass sie zum jüngeren Jahrgang des U17-Kaders des DHB zählt. „Die Trainingseinheiten im Dezember und Januar haben sich ausgezahlt, das hatte sich schon während der B-Jugend-Meisterschaft vom TV Hannover-Badenstedt und in der Liga bemerkbar gemacht."

Landestrainerin Christine Witte bescheinigt dem Burgdorfer Kreisläufer Fischer „hervorragende Leistungen” bei der U19-EM. Nach dem Finale gegen Gastgeber Kroatien (34:20) war Fischer zum Spieler des Spiels ernannt worden.

„Großes Lob an die Trainer“, sagt Fischer. Der Stab habe ihn und die Mannschaft sowohl taktisch als auch mental stets exzellent auf die einzelnen Begegnungen vorbereitet. Zukünftig will Fischer „in der Profimannschaft des TSV Hannover-Burgdorf Fuß fassen, aber auch Eindrücke in der 3. Liga sammeln."

Fischers Auftreten bei der EM sei laut Christine Witte insbesondere von einem starken Auftreten in der Abwehr geprägt gewesen. „Justus hat sich in den letzten Monaten sehr gut weiterentwickelt“, sagt die Landestrainerin. „In der Defensive ist er zum emotionalen Leader geworden und nutzt sowohl offensiv als auch defensiv seine körperlichen Stärken gnadenlos aus.“ Diese Qualitäten habe er nicht nur im Finale, sondern während des gesamten Turniers unter Beweis gestellt.