DM U17 – Badenstedt spielt das Finale – Auch Spiel um Platz drei im Livestream

Der TV Hannover-Badenstedt ist am Samstag im Zuge des Final Four im Sportzentrum Vinnhorst mit einem 30:23 (12:13) über den HC Erlangen ins Finale der U-17 Meisterschaft des Deutschen Handballbundes eingezogen. Anpfiff der Begegnung gegen die HSG Blomberg-Lippe ist am Sonntag, 13. Juni, um 14 Uhr. Das Spiel um Platz drei bestreiten bereits um 11 Uhr die Vertretungen des HC Erlangen und des HC Leipzig. Beide Spiele überträgt Sportdeutschland.tv im Livestream.

 

Der TV Badenstedt ist in das Finale um die Deutsche Meisterschaft eingezogen.

HC Erlangen - TV Hannover-Badenstedt 23:30 (13:12)

Der Leistungssteigerung der Hannoveranerinnen im zweiten Durchgang war eine nervöse Partie von beiden Teams in den ersten 25 Minuten vorangegangen. „Eine bockstarke Leistung von meiner Mannschaft trotz der Niederlage. Wir haben lange mitgehalten, nie aufgegeben. Morgen wollen wir uns den dritten Platz sichern“, sagte Erlangens Trainerin Ulrike Kardos. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen“, kommentierte Badenstedts Nadine Grosse. „Ich war mir aber sicher, das wir über die Kondition einiges nach der Pause reißen können. Jetzt freuen wir uns auf Finale.“

Gastgeber Badenstedt erzielte durch Eden Nesper zwar die erste Führung der Partie, eine Flut von Fehlern auf beiden Seiten brachte aber zunächst eine konfuse Partie aufs Parkett. Trotz einer in Unterzahl erzielten Zwei-Tore Führung durch Emma Reinemann und Louise Albert kam keine Sicherheit ins Badenstedter Spiel. Erlangen spielte sich auf Augenhöhe, kam kurz vor der Pause durch Lea Spohie Walkowiak zur 11:13 Führung, Badenstedts erfolgreichste Werferin Louise Albert verkürzte kurz vor dem Pausenpfiff zum 12:13.

Im zweiten Spielabschnitt sahen die gut 200 Zuschauer von beiden Mannschaften mehr Konzentration. Gastgeber Badenstedt zog aber zügig mit einem Doppelschlag von Nieke Kühne sowie einem Tor von Merit Sämmer auf 15:13 davon. Erlangen lief zwar lange erfolgreich hinterher, nachdem der Badenstedter Vorsprung durch Benita Zemke aber auf fünf Tore zum 20:15 angewachsen war (35. Min.), ließ sich das Team von Nadine Grosse die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

SG Blomberg-Lippe - HC Leipzig 20:19 (12:12)

In einem hochklassigen Kampfspiel sicherte sich die HSG Blomberg-Lippe mit 20:19 (12:12) den Finaleinzug gegen den HC Leipzig. Das „goldene Tor“ warf die sechsfache Torschützin Alina Gaubatz 54 Sekunden vor dem finalen Pfiff. „Entscheidend war unser niedrige Torquote von nur sieben Treffern im zweiten Durchgang. Blomberg ist der verdiente Sieger in einem engen Spiel“, sagte Leipzigs Trainer Tim Modrzynski. Blombergs Coach Lasse Bracksiek durfte am Ende strahlen: „Wir haben unser Niveau nach schwachem Beginn über die Kampfmoral gesteigert. Bei nachlassenden Kräften gab bei uns die Torhüterleistung und die eiskalte Treffsicherheit von Alina Gaubatz den Ausschlag.“

Leipzig hatte durch Jenny Ilge und zweimal Tabea Wipper auf 3:0 vorgelegt. Blomberg kam erst nach fünf Minuten durch Lina Noechel zum ersten Torerfolg, lief jedoch bis zum Anschlusstreffer durch Alina Gaubatz noch nicht auf Betriebstemperatur hinterher. In der zweiten Spielhälfte entwickelte sich ein enges Kampfspiel in dem die Defensivabteilungen eindeutig die wichtigere Rolle übernahmen. Entscheidend absetzen konnte sich keines der beiden Teams mehr. Jedes Tor wurde von den beiden Fanblöcken frenetisch gefeiert. „Vielleicht hatten wir am Ende ein paar entscheidende Körner mehr, Kraft hat das Spiel aber auf jeden Fall gekostet“, sagte Lasse Bracksiek.