DHB-Riege siegt auch gegen Österreich – Klimpke stark

Der erst in der zweiten Spielhälfte eingetütete 34:29 (15:16) Sieg der deutschen Nationalmannschaft über Österreich mutete ein wenig wie eine Kopie des Spiels gegen Belarus an. „Till Klimpke hat eine gute Leistung gezeigt, aber die Abwehr war extrem löchrig. Wir sind wieder nicht so gut reingekommen“, kommentierte Bundestrainer Alfred Gislason in der ARD.

Torhüter Till Klimpke war ein starker Rückhalt im zweiten Vorrundenspiel. Foto: Sascha Klahn/DHB

Die DHB-Auswahl tat sich in der Abwehr die erste Spielhälfte über sehr schwer, Österreichs Kreisläufer waren nicht in den Griff zu bekommen. Außerdem leistete man sich zusätzlich den Luxus von sechs vergebenen Chancen – darunter zwei Siebenmeter. Nicht ganz schuldlos war daran allerdings auch Österreichs Oldie Golub Doknic zwischen den Pfosten. Dass die deutsche Mannschaft nur mit einem Zähler Rückstand zum Pausentee ging, verdankte sie acht Paraden von Till Klimpke im Tor sowie einem Gewaltwurf von Sebastian Heymann zum 15:16 Anschluss einen Wimpernschlag vor der Sirene.

Wesentlich fokussierter im Angriff und mit zunehmender Spieldauer auch zupackender in der Defensive kam das DHB-Team aus der Kabine zurück, löste Österreich in der Führungsarbeit ab. Aber die Mannschaft von Ales Pajovic ließ sich erst nach 45 Minuten abschütteln. Nach dem Treffer von Österreich Nikola Bilyk  zum 26:25 Anschluss antwortete Weber mit einem guten Zuspiel auf Luca Witzke. Der Youngster mit seinem anschließenden Treffer sowie ein Doppelschlag von Timo Kastening zum 30:26 (51.) brachten dann die Vorentscheidung.  Ein weiter guter Till Klimpke im Tor und eine solidere Abwehr ließen nichts mehr anbrennen.

„Die zweite Hälfte war hinten wie vorne gut. Sorge macht mir aber, dass wir am Anfang wieder nicht voll da waren“, wünschte sich Alfred Gislason nach dem Abpfiff konzentriertere Auftritte.

Timo Kastening wurde nach seinen neun Treffern zum „Player oft he Match“ gewählt. „Till Klimpke hätte diesen Titel auch verdient“, bedankte er sich bei seinem Keeper für die tadellose Leistung im Gehäuse.

Klimpke wurde von den deutschen Fans nach Spielende mit Sprechchören gefeiert. „Ich bin davon ein bisschen überwältigt. Wir müssen aber nach vorn schauen, jetzt wollen wir Gruppensieger werden.“  

In der zweiten Begegnung der Gruppe setzte sich im Anschluss Polen gegen Belarus  mit 29:20 souverän durch. Deutschland steht durch dieses Ergebnis wie Polen in der Hauptrunde und spielt im letzten Vorrundenspiel am Dienstag (18 Uhr im ZDF) gegen Polen um den Gruppensieg.